08. Juli 2006 Schon vor dem WM-Finale gegen Frankreich hat Italien einen Titel fast sicher: Die Azzurri sind die größten Schauspieler dieser Weltmeisterschaft. Das zumindest ergab eine Auswertung des britischen Statistikunternehmens IBI.
Die Experten zählten bei den Italienern 32 Schwalben, und damit mehr als bei jedem anderen Team. Ganz groß im Simulieren von Verletzungen zeigte sich demnach Paraguay: Insgesamt zwölf Fälle führte IBI auf. Da verwundert kaum, daß ausgerechnet diese beiden Teams den so genannten Foulspiel-Index anführen, Paraguay mit 45 Punkten vor Italien mit 40.
Trinidad und Tobago am bravsten
Der Index berechnet sich aus Verwarnungen, Platzverweisen, Attacken gegen den Schiedsrichter, Schwalben, vorgetäuschten Verletzungen, Wutanfällen - und das Ganze dann geteilt durch die Zahl der absolvierten Spiele. Italiens Finalgegner Frankreich führt hier zumindest in einer Einzelwertung: Bei den Blauen registrierten die Statistiker insgesamt 28 Wutanfälle, so viele wie bei keinem anderen WM-Teilnehmer. Für ein hitziges Endspiel spricht auch, daß Italien und Frankreich gemeinsam mit Kroatien und Portugal am häufigsten - nämlich jeweils fünf Mal - den Schiedsrichter attackierten.
Die Deutschen halten sich im gesamten Foulspiel-Index auf einem durchschnittlichen 14. Platz mit 26 Punkten. Am bravsten präsentierte sich laut IBI Trinidad und Tobago mit nur 14 Punkten. Die größten Patrioten entdeckte das Unternehmen bei Angola, Argentinien, Brasilien, Costa Rica, Ecuador, Mexico, Saudi Arabien und Spanien: Hier sangen alle Spieler vor allen Partien die Nationalhymne mit. Nicht überraschen kann hier der Tabellenletzte: Bei seinen drei Vorrundenspielen blieben bei Serbien-Montenegro 31 Mal die Münder fest verschlossen. Kurz vor Beginn der WM hatte Montenegro den Staatenbund mit Serbien aufgelöst.
Text: FAZ.NET mit Material von AP
Bildmaterial: AP, REUTERS
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