Immer mehr angeschlagene deutsche Banken rufen nach Milliardenhilfen in Form von Bürgschaften oder Kapitalspritzen des Staates. Nach der LBBW und der Hypo Real Estate kam nun die HSH Nordbank an die Reihe: Sie erhält Garantien in Höhe von bis zu 30 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds.
Spezial Draußen vor dem Werkstor von Opel verlieren die Bäume ihre letzten Blätter. Drinnen sieht es kaum freundlicher aus. Unter dem Schock der Autokrise wird alles in Frage gestellt, was das Unternehmen einst zusammengehalten hat. Eine Reportage über die Novemberdepression in Rüsselsheim. Von Henning Peitsmeier
Ihr ganzes Leben lang hat sich die Milliardärin Susanne Klatten mit öffentlichen Stellungnahmen stets peinlich zurückgehalten. Nun hat sie sich öffentlich zu ihrem amourösen Abenteuer und der damit verbundenen Erpressung geäußert. Eine Emanzipation, die über den aktuellen Fall weit hinaus geht. Von Carsten Knop
Die schwer angeschlagene Immobilienbank Hypo Real Estate erhält aus dem Topf des staatlichen Rettungsfonds Garantien über 20 Milliarden Euro. Die Vereinbarung ergänzt die bisherigen Hilfen des Bundes und anderer Banken.
Erst sickerte durch, dass die größte deutsche Landesbank im Jahr 2008 zwei Milliarden Euro Verlust gemacht hat. Dann bestätigte die LBBW, dass sie eine Kapitalspritze von fünf Milliarden Euro erhält. Außerdem nimmt sie Fusionsgespräche mit der Bayern LB auf.
Der Preis für Heizöl kennt derzeit nur eine Richtung: abwärts. Im vergangenen Monat ist er im Durchschnitt um mehr als 11 Euro je 100 Liter gesunken. Die Kunden, die vor vier Wochen bestellt haben, ärgert das. Denn trotz der langen Lieferzeiten müssen sie den damaligen Preis bezahlen. Die Händler geraten unter Druck.
Der frühere Chef des Walter-Bau-Konzerns ist wegen Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Walter hatte seinem Konzern offenbar zu Unrecht Miete für Teile eines Privatanwesens in Rechnung gestellt. Anfang 2005 war der Konzern pleitegegangen.
Bruno Sälzer baut den Hersteller von Damenmoden aus München komplett um. Doch der Kampf gegen die Verluste kommt zur Unzeit. Denn in Amerika bricht die Nachfrage nach Luxusgütern ein.
Der Aktienkurs des amerikanischen Finanzriesen hat sich innerhalb weniger Tage halbiert. Nun erwägen Spitzenmanager der Citigroup offenbar einen vollständigen Verkauf der Bank oder zumindest die Veräußerung von Teilsparten. Von Norbert Kuls, New York
Die milliardenschweren Hilfen für die amerikanische Autoindustrie sind vorläufig im Kongress gescheitert. Solange sie uns keinen Plan vorlegen, können wir kein Geld flüssig machen, sagte die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi. Die Autokonzerne erhielten aber eine weitere Chance.
Die Welle der Stellenstreichungen im Investmentbanking trifft nun auch die Deutsche Bank. An der Wall Street und in der Londoner City kursieren Meldungen, wonach rund 900 der hochbezahlten Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Auch Frankfurt werde nicht ungeschoren davon kommen, vermuten Marktbeobachter. Von Holger Paul
Der schwäbische Unternehmer Adolf Merckle hat nach seinen mißglückten Spekulationen ein massives Liquiditätsproblem. Jetzt kann Merckle zunächst einmal aufatmen. 30 Gläubigerbanken verzichten zwei Wochen auf Klagen. Von Susanne Preuß
Der drittgrößte deutsche Handy-Anbieter Freenet hat nach der Übernahme des Konkurrenten Debitel massive Stellenkürzungen angekündigt. 1000 Stellen werden gestrichen und der Standort Elmshorn komplett geschlossen.
Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce will im kommenden Jahr weltweit bis zu 2.000 Stellen abbauen. Als Grund dafür nannte das Traditionsunternehmen die derzeitigen wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie die Verzögerungen bei EADS- und Boeing-Projekten.
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