Großreinemachen in New Yorks Finanzdistrikt

Goldman wird gewöhnlich

Ende der Wall-Street-Investmentbanken

Eine Ära geht zuende: Die zwei letzten verbliebenen amerikanischen Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley geben ihren Sonderstatus auf und werden zu gewöhnlichen Geschäftsbanken. Und die Finanzkrise zeigt weiter ihre Auswirkungen. Schon wieder haben die Notenbanken 76 Milliarden Dollar in den Markt gepumpt.

Lesermeinungen zum Beitrag

22. September 2008 18:17

Schmutziges Badewasser?

Andreas Grünebaum (shorafix)

Das Badewasser (Finanzwelt) ist schmutzig geworden und wir schütten das Kind (Marktwirtschaft) gleich mit aus. Das ganze Schwarzsehen ist Wasser auf die Mühlen der ewig gestrigen: Sozialisten, Kommunisten, Faschisten und andere spätpubertierende Sozialromantiker. Die in den Kommentaren gescholtenen Spekulanten halten die Börse liquide. Sie helfen lediglich die Immobilien Blase frühzeitig zum Platzen zu bringen. Ein zweitweiliges Aussetzen des Handels ist eine Sache, Spekulation per Gesetz zu unterbinden oder fiskalisch zu sanktionieren schadet der wirtschaftlichen Entwicklung einer Volkswirtschaft. Und die Amerikaner als "Zocker" zu titulieren ändert nichts daran, dass diese über Fondssparpläne meist viel mehr an der eigenen Volskwirtschaft beteiligt sind, als dies die Deutschen im Land der Bausparer der Fall ist.

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22. September 2008 16:50

"Studium der Deutschen Mark 1971 - 1989"?! @Spethmann

Sophia Orti (rum)

Lieber der Deutschen Mark vom 20.05.1948 bis 31.08.1957

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22. September 2008 16:14

@Dieter Spethmann

Moritz Petersen (Mo1234)

gold at auch keinen "realen" wert, welcher über seine rolle als industrieller rohstoff hinaus geht. das derzeitige problem in den usa hätte eine auf gold basierende währung auch nicht verhindert.

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22. September 2008 15:43

Bravo Frau Merkel

Alexander Berg (AlexanderBerg)

Gut zu wissen, daß sich unsere Bundeskanzlerin gegenüber den USA nicht davor scheut, Kritik zu üben, wenn nötig. Leider konnte bei uns auch nicht verhindert werden, daß Milliarden an Investmentverlusten auf den Steuerzahler abgewälzt wurden. Hoffentlich wird dieses Jahr wirklich im Gedächtnis bleiben und eine Wende einläuten in der Aufsichtspraxis gegenüber den Spekulationsgiganten. Argumente wie "Das ist alles viel zu unüberschaubar und kompliziert, zu viele Transaktionen werden getätigt pro Tag" oder ein Institut sei "too big to fail" sind hoffentlich in Zukunft absolut inakzeptabel. Die freie Marktwirtschaft hat sich in dem Moment, als der Staat seine rettenden Arme ausbreitete, verabschiedet.

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22. September 2008 14:20

@Spethmann Sie vergaßen den Euro zu erwähnen

Paul Rabe (heidelpaul)

Sie vergaßen den Euro zu erwähnen. Eine Erfolgsgeschichte ohne Beispiel, bei der auch die DM oder der Franken verblasst. Ich konnte damals in Afrika, Südamerika oder Asien fast nie direkt mit DM zahlen und musste immer den Umweg über den Dollar nehmen. Heute aber nimmt jeder Straßenhändler und erst Recht jedes Unternehmen überall auf der Welt auch Euro !

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22. September 2008 14:12

o'zapft is...

felix zickermann (zickermann)

Wenn maßfreies "Leben auf Pump", "Hauseigentum für jeden US-Bürger", und dergleichen mehr in einer Demokratie zum gesellschaftlichen Imperativ werden, und dem vom exportierenden Ausland bisweilen auch noch applaudiert oder es zumindest hingenommen wird, dann muß man es halten wie mit der Maß zuviel auf dem Oktoberfest - und den Brummschädel am nächsten morgen in Kauf nehmen. - Und jener, der meint er habe ja doch an dem Fest nicht teilgenommen, sollte vielleicht damit beginnen den demokratischen Prozeß, seine Institutionen (egal ob privatwirtschaftlich oder öffentlich-rechtlich organisiert) und dessen Treiben näher zu verfolgen, um bei den nächsten Wahlen die Party entweder als unmoralisch verhindern zu helfen, oder sich eine geeignete Position im Käferzelt zu sichern.

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22. September 2008 12:53

Sehr gut, weiter so!

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Jetzt in der Kriese wenn die Fehler offen zu Tage liegen die in der Finanzbranche in den letzten Jahren gemacht worden kann man die ewigen blockierer USA und GB endlich packen und zu Reformen und besseren Kontrollen des Finanzmarktes zwingen. Wenn es jetzt auch noch gelingt die Hedge-Fonds unter die Aufsicht der Bankenkontrolle zu bringen wäre einiges gewonnen.

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22. September 2008 12:51

Merkel wirft Amerikanern...

kristian kroflin (kroflin)

...nicht vor, sondern nach, schliesslich hätte sie, um vorzuwerfen, dies vor den Versäumnissen tun müssen.

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22. September 2008 10:52

Als Beispiel nehmen

Jo Silva (chimero)

Wie selbst Frau Merkel bemerkt hat, haben die braven Europäer sich an die Regeln gehalten und den Bankensektor rechtlich limitiert. Im Liberalen Amerika tat man das nicht, man wollte ja nicht dem eigenen Sektor schaden. Jetzt sieht man wohin das lief, nähmlich das europäische und amerikanische Steuerzahler dafür zahlen müssen. Man sollte dies als Beispiel nehmen, daß man härter verhandeln muß, damit alle sich an die Regen halten und es nicht zum eigenen Vorteil nutzen. Ich möchte nur das chinesische Beispiel nennen, wo man ohne Einschränkungen bezüglich Steuer, Arbeitsrecht und Umweltschutz alles schön und billig produziert und dann nach Europa verkauft, wo die eigenen Unternehmen nicht mithalten können. Als Bonus gibt es noch von unseren Steuern bezahlte Technologie dazu, wir wollen ja jetzt schön nach China verkaufen, damit einige Exemplare zerlegt und kopiert werden, ich nenne nur das Stichwort "Transrapid". Also aufwachen meine Damen und Herren Politiker!

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22. September 2008 10:31

Sitz der Schreck wirklich tief genug?

Mirko Karl Tussmann (mirkal)

Es ist ja die letzte Chance für die Anglo- amerikanischen Investmentbanker sich unter die Zentralbankkontrolle zu stellen. Aber die übliche Gier wird doch die schlechten Erfahrungen der letzten 5 Jahre wieder verblassen lassen. Die nächste Generation der kurzfristigen Finanzjongleure wächst schon heran. Nur wenn man konsequenterweise zB. die Börsen von Dubai, Singapur und Shanghai ebenfalls reguliert, wird sich eine solche "Blase" auf Kosten der Zinszahler und Kleinen Riester- oder Rürup - rentensparer nicht wiederholen. Hier sollte die Weltbank einen TÜV oder eine Haftungskasse einrichten, die die Verkäufer dieser Wackelzerifikate erst am Ende der Laufzeit belohnt. Ich bin dabei für Gegengeschäfte mit Haftung und Pfand, nicht für freiwillige Solidarität unter "edlen, sozialen Individuen".

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22. September 2008 10:20

Wer es jetzt noch nicht kapiert hat...

Lars Kuntermann (Leserlein)

... und immer noch auf neoliberale "Theorien" setzt, ist selber schuld und einfach nur dumm. Wordcom, Enron, Irak, Bankenzusammenbrüche, Krise der Automobilkonzerne, Statistikfälschungen bei Unternehmensbilanzen, Arbeitslosenstatistiken, etc, Spekulation mit Lebensmitteln.. - man fasst es einfach nicht.

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22. September 2008 09:21

Wir konnten das doch mal besser

Dieter Spethmann (dspeth)

Seit die USA im August 1971 die Golddeckung aufhoben, arbeiten die Staaten nur noch mit "Zeichengeld" ("Fiat Money").Jeder Bürger darf seither nur noch insoweit Hoffnung auf die Zukunftssicherheit seiner Ersparnisse haben, wie seine Zentralbank gut ist und von der Politik gestützt wird. Als Rückblich zum Wiedererlernen früherer Tugenden empfehle ich das Studium des Schweizerfranken, des Holländischen Gulden und der Deutschen Mark 1971 - 1989.

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