Zwangsversteigerungen

Ein Haus im Schlussverkauf

Jedes Jahr werden 60.000 Immobilien zwangsversteigert. Käufer können bis zu 30 Prozent sparen. Wer sich das Bieten ums Eigenheim aber hektisch und chaotisch vorstellt, der irrt. Dyrk Scherff war zu Besuch in einem Wiesbadener Auktionssaal.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. Oktober 2007 16:46

Die Objekte, die es bis in den Auktionssaal

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


zur Zwangsversteigerung schaffen, haben es regelmäßig auch verdient. Soll heißen, die sind allenfalls mit erheblichen Abschlägen umzusetzen. Vulgo: sie taugen meist nicht viel.

Es gibt ganz selten mal eine Ausnahme. Wenn nämlich der Alteigner sein überschuldetes Objekt "durch die Waschanlage" schiebt. Soll heißen, er oder Verwandte/Bekannte erwerben das sodann entschuldete Objekt aus dem Zwang - in der Regel deutlich günstig.

Das darf der Hauptgläubiger nicht merken, weil der - jedenfalls im ersten Verfahren - Einspruch einlegen kann.
Im letzten Zuge ist die Bahn dann frei - allerdings auch für evtl. Mitbieter, die u.U. den Braten gerochen haben - vielleicht nach einem Hinweis aus Gläubigerecke.

Solche Waschungen funktionieren denn auch nur in seltenen Fällen. Gerüchte, daß gar Gläubigervertreter mitspielen könnten, entbehren - natürlich - jeglicher Grundlage.

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