Es ist wirklich unglaublich, wie so eine Finanzkrise als Ausrede für ca. 15 Jahre Misswirtschaft, Substanzvernichtung, Hilflosigkeit und Ignoranz herhalten muß. Tatsache ist: Wer lange genug kurzfristig denkt, hat mittelfristig keine Zukunft. Wer erst Leidensdruck und Krisen braucht, kann kein Unternehmen steuern. Die Finanzkrise ist nur ein Vorbote einer ganz anderen Krise - der IGNORANZ. Denn wenn die Finanzkrise gelöst ist, wird sie noch grösser.
Tja immer noch nicht genug gezockt , was ist wenn die Kurse zurückgehen ? Bürgschaft und GELD AUS DEM AMERIKANISCHEM RETTUNGSPLAN wie es letzte Woche hieß ?
denn anders als etwa VW konnte sich die Firma in den letzten Jahren kein finanzielles Fettpolster zulegen, von dem es nun zehren könnte. Opels Hauptproblem ist eine bereits lange andauernde hundsmiserable Modellpolitik, die zu stetig sinkenden Marktanteilen geführt hat. Wie zuvor schon die ehemaligen Top-Seller Omega und Vectra ist inzwischen auch der Astra mit in Deutschland weniger als 1000 privaten Neuzulassungen pro Monat zum Ladenhüter geworden. Das hypermodische, unruhige und effektheischende Design der aktuellen Opel-Modelle sorgt dafür, dass diese nach einem kurzen Zulassungsstrohfeuer im Rekordtempo altern und absatzmäßig einbrechen; der Insignia wird dafür den nächsten Beweis liefern. Qualitätsmäßig ist Opel heute sicher besser als sein Ruf, aber in Punkto Design ist man seit Mitte der 1980er Jahre von einem Spitzenplatz tief gefallen. Hier und nur hier könnte Opel ansetzen um zurück in die Erfolgsspur zu finden - falls dazu noch Zeit bleibt.
So richtig es ist, dass die Automobilkrise nicht völlig identisch ist mit der gegenwärtigen Finanzkrise, so fällt sie nicht nur zufällig mit dieser zusammen. Die Automobilgesellschaft ist ab dem Moment obsolet, wo die Bewegung von Menschen zum Arbeitsplatz zu Ende geht. Daten werden nun bewegt. Dass auch das Benzin zur gleichen Zeit nicht mehr bezahlbar ist, ist vielleicht der einzig zufällige Zusammenhang. Die Automobilkrise ist eine Entwicklungskrise zwischen beiden Zuständen. Und sie ist mehr. Die Finanzkrise drückt dies aus, denn sie ist konsequente Folge einer Finanzblasenproduktion. Die „Mehrwertproduktion“ soll durch Finanzblasen indirekt angeregt werden (so die Theorie - als Abfallprodukt von Verschuldung/Hypotheken), aber auch indem die Produktionsstätten in ihre Einzelteile zerlegt werden (Hedge Fonds), zwecks maximaler Anstrengung (maximaler Ausbeutung) der Arbeitskräfte. Die Option (die Wette) auf einen zu Tode gerittenen Gaul ist dann genauso profitabel, wie den Gaul über die Zielmarke geschafft zu haben,zumindest für den Wettenden, weil dann die Kapitalsubstanz und nicht der Mehrwert (die Arbeitskraft) ausgebeutet werden.Die Autoindustrie, ganz generell, hat alle Optionen auf einen noch gründlich zu schindenden Gaul.
Finanzkrise ? Gut so ! Hoffentlich bald in den Kassen der ignoranten Autofirmen. Wo bleiben denn die dreirädrigen, max. 500 KG leichten energiesparenden 1 Liter PKW für uns Pendler ? Opel Volt - dass ich nicht lache.
Es dürfte bekannt sein, dass Opel (oder "GM Europe, Rüsselsheim") lediglich der hiesige Ableger von GM ist, und das diese Firma schon seit Jahren tief in der Krise steckt. Es war nur eine Frage der Zeit bis auch die europäische Tochter betroffen wäre. Daraus abzuleiten europäische Firmen seinen in ähnlichen Zustand halte ich für Panikmache. Saxhlicher wäre vielleicht ein Vergleich mit Ford Köln.
muss auch hier eine blöde Ausrede (Finanzkrise) herhalten, um andere Dinge zu entschuldigen. Immer stärker sinkende Reallöhne lassen leider keinen Spielraum mehr für den Kauf eines Autos. Über die Preise für Kraftfahrzeuge wurde auch in diesem Forum seit Langem umfassend und erschöpfend diskutiert. Einfache Erklärungen sind meist die besten, werden aber zumeist auch nur ungern angenommen...
jetzt rächt sich die maslose steuerpolitik , jetz währe ein gut funktionierender konsumermarkt mehr als notwendig um schlimmes zu verhindern , denn der auf kredit aufbauende amerikanische konsum bricht total zusammen und das wird langfristig sein . Man muss nicht ständig die abgaben kommentieren , schlimm sie steigen unaufhaltsam weiter , dabei müsste es umgekehrt sein , wir leben nunmal von produktion , nur immer mehr menschen können sich ihre eigenen produkte nicht mehr leisten das kann auf dauer nicht gut gehen . Die von der politik verordnete armut rächt sich jetzt , anschliesend 2009 die wähler.
Opel verfolgt eine Qualitäts- und Designstrategie, die sich in der Vorgehensweise wesentlich von der anderer europäischer Hersteller unterscheidet. Es handelt sich auch nicht um ein Paradebeispiel deutscher Automobilindustrie. Man erinnere sich etwa an die Situation vor einigen Jahren: Opel entliess Arbeiter und deren klobige Modelle a la Omega oder Signum verkauften sich schlecht. Zur gleichen Zeit fuhr VW Rekordgewinne ein, französische Firmen mussten neue Werke eröffnen, um die Nachfrage zu befriedigen. Erst das Kopieren französischer Designideen wie etwa das Coupe-Cabriolet (Idee von Peugeot) und der Minivan (Idee von Renault) brachten Opel dann wieder auf Kurs. Wenn eine Firma wie Opel kriselt, dann werden eher die Asiaten getroffen sein, die ebenfalls die Startegie des Trendfollowers verfolgen.
der sonst in allen Medien omnipräsente Professor von der Deutschen Bank abgeblieben ? Diese sog. Kapazität hat doch ihren "immer-weiter-so" und "der-liebe-Gott-wird-uns-schon-helfen"-Weisheiten seit der Eurokatastrophe von 2002 die Meinungsführerschaft besessen?