Chemie

BASF hält an Zielen fest und streicht 1000 Stellen

02. November 2006 Die BASF AG hat bei der Vorlage der Drittquartalszahlen ihre Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Das Unternehmen rechne weiterhin mit einem deutlichen Umsatzanstieg auf über 50 Milliarden Euro, erklärte der weltgrößte Chemiekonzern am Donnerstag. Das Umsatzwachstum werde von umfangreichen Zukäufen getrieben.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen (Ebit) soll dabei den starken Vorjahreswert übertreffen. Im Jahr 2005 hatten die Ludwigshafener Erlöse von 42,745 Milliarden Euro und ein Ebit von 6,138 Milliarden Euro erzielt.

1000 Stellen fallen weg

Das Ebit vor Sondereinflüssen entsprach im dritten Quartal mit 1,615 Milliarden Euro etwa den Erwartungen der meisten Analysten. Im Vorjahr waren es 1,327 Milliarden Euro gewesen.

Nach Sondereffekten kletterte das Betriebsergebnis auf 1,438 Milliarden Euro. Die Analystenschätzung hatte hier bei 1,504 Milliarden Euro gelegen. Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter war, belastet von der Finanzierung umfangreicher Zukäufe, erwartungsgemäß mit 613 Millionen Euro rückläufig. Im Vorjahr hatte BASF noch einen Gewinn von 808 Millionen Euro erzielt.

Die BASF will bis 2008 jährlich 300 Millionen Euro einsparen. Damit verbunden ist ein Abbau von 1000 Stellen, vor allem in Nordamerika und Asien. Die Umstrukturierung wird einmalig 160 Millionen Euro kosten; außerdem werden Abschreibungen von 270 Millionen Euro in diesem Zusammenhang anfallen.

BASF mit optimistischem Ausblick

BASF mit optimistischem Ausblick

„Engelhard-Kauf war richtig“

BASF hat in diesem Jahr sechs Zukäufe getätigt, deren größter die Übernahme des amerikanischen Unternehmens Engelhard für 4,8 Milliarden Dollar war. Dabei fielen Einmal-Kosten und Abschreibungen von 430 Millionen Euro, sagte Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht bei Vorlage der Zahlen.

„Akquisitionen zu tätigen, ist die richtige Strategie“, sagte Carsten Kunold Analysten bei Merck Finck, der BASF als „Kauf“ empfiehlt. „Engelhard war nicht wirklich ein Schnäppchen, aber es war ein kluger Schritt - abgesehen von den Kosten.“

Der Kurs der BASF-Aktie fiel im frühen Handel um rund ein Prozent oder auf 67,93 Euro. In diesem Jahr hat die Aktien insgesamt um 4,9 Prozent zugelegt.



Text: FAZ.NET mit Material von Dow Jones
Bildmaterial: ddp, FAZ.NET

 
Kursabfrage 
NamePunkteProzent
Dax 4.127,41 -2,20
TecDax 432,48 +0,23
DowJones 8.046,42 +6,54
Nasdaq 1.384,35 +5,18
STOXX 50 2.165,91 -2,70
Nikkei 225 7.910,79 +2,70
S&P 500 Zert. 7,72 -3,26
Euro/Dollar 1,26 -0,07
Bund Future 120,75 -0,58
Gold 799,25 +0,00
Öl 48,25 -1,65
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