28. April 2005 Der Bad Homburger Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana hat Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2005 leicht verbessert und lag damit aber am unteren Rand der Analystenschätzungen.
Der Konzerngewinn sei in den ersten drei Monaten um vier Prozent auf 94 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Vor Steuern und Zinsen lag das Ergebnis (Ebit) mit 150 Millionen Euro nur knapp über dem Vorjahreswert von 148 Millionen Euro. Der Konzernumsatz stieg um vier Prozent auf 741 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 758 Millionen Euro und einem Ebit von 157 Millionen Euro gerechnet. Die Zahlen waren schwach, sagte ein Händler in einer ersten Einschätzung.
Ausblick unverändert
Den Umsatzausblick für das laufende Jahr bestätigte Altana, bei der Ergebnisprognose gab sich das Unternehmen aber etwas vorsichtiger als bisher: Das Konzernergebnis wird, trotz hoher Vorlaufaufwendungen, auf dem hohen Niveau des Vorjahres erwartet, hieß es in der Mitteilung.
Bisher war von einer leichten Verbesserung die Rede gewesen. Der Ausblick 2005 ist aus unserer Sicht unverändert, erläuterte ein Sprecher. In der Pharmasparte werde ein stabiles, in der kleineren Chemiesparte ein leicht besseres Ergebnis erwartet.
Chemiesparte mit weniger Gewinn
Der wichtigste Umsatzträger von Altana, das Magenmittel Pantoprazol, setzte seinen Wachstumskurs vor allem in Europa fort, wo der Umsatz mit dem Medikament im ersten Quartal um 20 Prozent stieg. Einschließlich der Vertriebspartner erzielte Altana mit dem Säurehemmer einen Umsatz von 626 Millionen Euro (plus fünf Prozent).
Trotz hoher Aufwendungen für die Markteinführung des Asthma-Mittels Alvesco verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern in der Pharmasparte um fünf Prozent auf 131 Millionen Euro. Die wesentlich kleinere Chemiesparte, die Altana mit Zukäufen stärken will, verbucht einen Gewinnrückgang von 15 Prozent auf 27 Millionen Euro.
Text: Reuters
Bildmaterial: picture-alliance / dpa/dpaweb
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