>>Some of the best English writers upon commerce set out with observing, that the wealth of a country consists, not in its gold and silver only, but in its lands, houses, and consumable goods of all different kinds. In the course of their reasoning, however, the lands, houses, and consumable goods seem to slip out of their memory, and the strain of their argument frequently supposes that all wealth consists in gold and silver, and that to multiply those metals is the great object of national industry and commerce.<<
Das steht übrigens im Kapitel "Principle of the Mercantile System".
Am Ende des Artikels ist ein Denkfehler, zumal der Staat nicht über Notenbanken in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen kann, weil die Notenbanken in privater (!) Hand sind. Am bedeutendsten ist hier die FED und auch die EZB, deren Aktionäre nicht Staaten sind. Folglich kann der Staat sich nicht der Notenbanken 'bedienen', um die Wirtschaft zu steuern. Das erklärt auch, warum es Banknoten und keine Staatsnoten gibt; letztere einzuführen, war ein Anliegen des US-Präsidenten Kennedy, was er (deshalb) nicht überlebt hat.
Dr. Siegfried Stark,
Wien
Der letzte Absatz dieses Artikels ist merkwürdig. Dort steht: "Minsky war der Auffassung, daß schwere Finanzkrisen das Eingreifen des Staates [...] erfordert. Alleine würden sich die Banken nicht helfen können, postulierte er." und weiter "Schaut man sich alleine die Eingriffe der Notenbanken an, trifft Minskys Analyse auch auf die gegenwärtige Situation zu." Ist dies nicht der folgende Schluß: Weil die Notenbanken in einer/dieser schweren Finanzkrise eingegriffen haben, sollten sie in schweren Finanzkrisen eingreifen? Das wäre aber ein naturalistischer Fehlschluß - ein Schluß von Fakten (dem tatsächlichen Eingreifen) auf Normen (daß Eingegriffen werden sollte), der leider nicht gültig ist. Ebenso ist die alternative Interpretation "Weil die Notenbanken in dieser schweren Finanzkrise eingegriffen haben, konnten sich die Banken in dieser Krise nicht alleine helfen." nicht logisch gültig. (Auch wenn dies kein naturalistischer Fehlschuß ist, da von Fakten auf - vermutete - Fakten geschlossen wird, so ist es doch ein Fehlschluß.) Zeigt die Finanzkrise und die Reaktion der Notenbanken also überhaupt etwas über Minskys Theorie? Wurde sie nicht vielmehr schon als richtig vorausgesetzt?
Könnten Sie bitte erläutern, warum schnell wachsende Währungsreserven in der Notenbank, die man für den Ausenhandel überhaupt nicht benötigt, Asien attraktiv macht?
Die Private-Equity-Märkte in Asien sind vielversprechend : China wird wohl in ein paar Jahre der Nr 2 Wirtschaftmacht der Welt sein. Das Wirtschaftswachstum, die enormen Binnenmärkten und die schnell wachsenden Währungsreserven macht Asien sehr interessant für PE und Hedge Fonds, die das nötige Know-How besitzen.
F. Huber
... und so zeigen, daß der Euro Gold Wert ist, obwohl das Gold für andere Zwecke da ist.
Selbstverständlich, beim Gelduntergang lohnt sich auf jeden Fall Gold zu kaufen. Aber keine Sorge, es ist sehr einfach nachzuweisen, daß es keinen Gelduntergang gibt: man klickt "Gelduntergang" auf Google, und dann kommt: "Meinten Sie: Weltuntergang". Gold, wenn alle nach Geld schreien, kauft niemand. Ich will aber Finanzberaterin nicht spielen, nur Notenbakerin, als Finanzberaterin ist Frau Huber hier.
Herrn Eickoffs ironischer Kommentar war ausgezeichnet. Lustig vom Anfang bis zum Ende. Humor braucht man in schwierigen Zeiten.
Gold kaufen - JETZT !
Kinderleicht. Ab zur nächsten großen Bank, die haben oft ne Münzabteilung. Bekannte Münzen sind O.K. oder 100 Gramm Barren heute ca. 1700 Euro das Stück
(2005 kosteten 100 Gramm übrigens noch 1300 Euro)
Ja, ja, ja, liebe Banker und aufgeblasene BWL-Schwätzer mit den fünf Gehirnzellen.
Das deutsche Volk ist doch nicht blöd, und merkt, das mit dem Finanzsystem "irgendwas nicht stimmt"
Nett, mal etwas ganz Anderes als über Milton Friedman zu lesen. Man mag es wohl Minsky Moment nennen. Von Minsky habe ich nie gehört, aber was zur Zeit passiert, was im Aufsatz wesentlich beschrieben wird, steht überall geschrieben: Es ist wirtschaftpolitisches Grundwissen. Deswegen wundert mich, daß Steinbrück erzählt, niemand habe es für möglich gehalten.
Zum letzten Paragraph:
"Minsky war der Auffassung, dass schwere Finanzkrisen das Eingreifen des Staates, sei es in Gestalt der Notenbank, der Aufsichtsbehörden oder des Finanzministeriums, erfordert."
Das Eingreifen am Ende der Orgie ist zu spät!
Zu den Kommentaren: von Keynes und Gsell kann man sicher viel lernen, aber auch sich mit ihnen verwirren lassen. Gsells Vorstellungen von (Schwund)Geld ist nicht anwendbar, ist eine echte Katastrophe.
Herrn Mallikis Frage kann ich 100% zustimmen: "Wer ist Gläubiger bei Staatsschulden?" --- Zur Erinnerung: die Bank of England, eifrige Vertreterin der Currency Schule, war ein Verband von Staatsgläubigern.
Wo bleiben die Liberalen und Neoliberalen, die alles dem Markt überlassen wollen.
Lassen wir dem Markt, was des Marktes ist.
Der Markt selektiert über den Preis.
Bisher bekamen meistens die Großen Angst, wenn man alles dem Markt überlässt.
Robin Hood lässt grüßen.
Warum hat man Kirchhof fallen lassen. Ganz offensichtlich aus Angst vor der eigenen Courage!
@ A. Malliki (a.malliki)
Ein trefflich formulierter Beitrag, der ein Szenario aufweist, der uns im Grunde sehr beunruhigen sollte. Wenn dies so aktuell in der Praxis herzuleiten ist, welche Instituition (Staat, EWO etc.) kann uns einfache Bürger schützen? Wie der gemeine Bürger ja bemerkt hat, können/wollen sich die Banken untereinander nicht allein helfen. Welche Auswirkungen hat dies für die Weltwirtschaft bzw. Börse? Müssen wir die Konsequenz ziehen und unsere Ersparnisse nun in Gold oder gar 'untern Kopfkissen' retten?!?
Unser Wirtschaftswachstum basiert auf Schulden und Zinsen. Jede Finanzierung erzeugt sofort neues Giralgeld, das an die Wirtschaft als Wachstumsnachweis übertragen wird.
Für das stetige Wirtschaftswachstum muss sich der Konsument folglich immer mehr Verschulden und erzeugt so das notwendige Buchgeld.
Aber nicht einmal dieser imaginäre Kosmos von Geldschaffung kann ewig funktionieren, weil der Rücklauf der Gewinne über Löhne immer geringer wird und die ständig steigenden Gewinne im Aktien- und Spekulationsmarkt landen, der nach immer höhen Renditen verlangt, die zu weiteren Lohnreduzierungen führen.
Die Leistung aus Produktivität nimmt immer weiter ab. Nur Kapitalerträge frisieren unser BIP noch.
Die Zinspolitik kann hier keinen Einfluss mehr nehmen, da Globalisten nicht an den nationalen Geldmarkt gekoppelt sind sondern nur das untere Ende der Pyramide.
Deshalb die Frage: Wer ist Gläubiger bei Staatsschulden? Wer kann diese Schulden einfordern und vor allem wer hält die Pfandbriefen in der endgültigen Konsequenz?
Die jetzige Krise ist ein Fingerzeig der Hochfinanz, die die Politik in ihre Schranken weist und zum Befehlsempfänger macht.
Die Kommentatoren versuchen über den wichtigsten Grund der Angst der Anleger hinwegzutäuschen. Es ist der Anti-Globalisierungskampf, der vielen Anlegern Angst einjagt. In Amerika sind schon jetzt die Wahlkämpfer auf Hochturen. Die Demokraten kämpfen ums Überleben. Unter den letzten 4 Präsidenen haten sie nur einen. Der nächste Wahlkampf is noch nicht gewonnen!
Der Greenspan schiebt jetzt die Schuld an dieser miesen Lage, dem jetzigen Präsidenten in die Schuhe. Dabei war ER doch der, der den niedriegen Zinssatz schaffte, der hatte sich damlas den Linken gebeugt und macht es wieder. Der schreit jetzt "Haltet den Dieb", in der Hoffnung, dass er nicht gefangen wird.
vor einem Monat wurde der Minsky Effekt in der London Times von David Smith erklaert.Ist Deutschlang einen Monat hinterher mit der Finanzkrise und wir haben noch Zeit unsere Finanzen zu ordnen und abzusichern?
Schon vor Jahresfrist war in der F.A.Z. und auch hier auf faz.net die Einschätzung eines renommierten Börsenexperten namens Marc Faber, auch genannt Dr. Doom, zu lesen.
Er riet schon damals seinen Kunden, in physisches Gold zu investieren, da nach seiner Erwartung der "große Knall" irgendwann kommen würde.
Seit ich das gelesen hatte, beschäftigte mich die Frage, wie er das meint und weshalb er dieser Meinung ist.
In dem Zuge, wie die Immobilienblase in den U.S.A. und ihre Auswirkungen auf bzw. Verstrickungen mit dem Weltfinanzmarkt immer bekannter wurden, wurde auch mir immer klarer, warum Herr Faber diese seine Einschätzung gewonnen hat.
Beinahe von Tag zu Tag sieht es nun so aus, als scheine er recht zu haben.
Wie heißt es so schön: "Hinter jeder F.A.Z. steckt ein kluger Kopf"...