Ziele verfehlt

Der 100-Dollar-Laptop enttäuscht die Hoffnungen

Millionen billiger Laptops für Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern wollte Nick Negroponte schon in diesem Jahr produzieren. Tatsächlich werden es deutlich weniger. Auch von 100 Dollar ist nicht mehr die Rede. Von Carsten Knop

Lesermeinungen zum Beitrag

03. Dezember 2007 21:42

350.000+ Laptops bestellt

Gregor Martynus (OLPCDeutschland)

Soweit ich weiß sind folgende Bestellungen aktuell

* 260,000 to OLPC Peru
* 100,000 to OLPC Uruguay
* 50,000 to OLPC Mexico

Wenn der Verkauf in Nordamerika im Rahmen von Give 1 Get 1 ein Erfolg wird - und danach sieht es wohl aus, werden weitere 200.000 Laptops oder mehr verkauft.

Außerdem ist mir der Umstieg auf Solarzellen neu und macht auch keinen Sinn. Eventuell werden von Solarzellen angetriebene Repeater eingesetzt, um das WLAN-Netzwerk zu erweitern.

Ansonsten kann ich mich dem Kommentar von Mirko Lorenz anschließen: ich kann die Gründe für die negative Darstellung von OLPC nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach überwiegen die bisherigen Erfolge den "nicht erreichten Zielen" bei Weitem.

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03. Dezember 2007 11:07

M$ und Co.

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Wieder einmal ein hervorragendes Beispiel wie Micro$oft und Co ihre Marktmacht dazu nutzen ein Sinnvolles und gutes Projekt zu sabotieren.
Es kann ja nicht sein dass ausgerechnet die ärmsten dieser Welt mit kostenloser Linux-Software versorgt werden. Sie könnten ja erkennen das es auch ohne den überteuerten, aufgeblasenen, speicherfreßenden, nutzlosen Schrott geht den wir lt. Microsoft und seinen Spießgesellen unbedingt brauchen damit unsere Computer laufen. Schade Herr Negroponte, ich habe das Projekt beinahe seit Beginn mit großem Interesse verfolgt. Nun scheitert ein weiteres, hoffnungsvolles Entwicklungsprojekt an der gier der Großkonzerne. M$ und auch Intel geht es doch nur darum, zu verhinder das Millionen von Kindern sich an die Nutzung der Konkurrenzprodukte gewöhnen, die noch dazu deutlich günstiger oder sogar Kostenlos zu bekommen sind, die Kinder sind denen doch Sch...egal. Auch wenn Herr Gates einen Großteil seines privaten Vermögens gemeinnützigen Zwecken zuführen will, Micro$oft ist ein Wirtschaftsunternehmen das versucht seine Interessen zu vertreten, mit allen Mitteln, zulässige und unzulässige das haben sie in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen.

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03. Dezember 2007 10:09

Das Projekt hat einen wichtigen Anstoß gegeben

Mirko Lorenz (Einwurf)

Mir ist der Artikel zu negativ. "One Laptop per Child", dass ist erst einmal ein guter Plan. Das es schwieriger ist, dieses Projekt auch zu realisieren - ja nun. Wollen, die hier jetzt unken, das Projekt selbst realisieren? Hier wird ein im Kern sehr anerkennenswertes Projekt runter geredet, allerdings ohne den Vorschlag eines besseren Plans.

An dem Versuch, nicht das Betriebssystem des Weltmarktführers zu nutzen - was ist daran falsch? Wäre von Anfang an Microsoft beteiligt gewesen, hätte es geheißen, hier würde versucht das Beinahe-Monopol auf alle Staaten der Welt auszuweiten. Es ist doch eigentlich positiv, wenn dieses Projekt die Wettbewerber anstachelt, selbst einen kostengünstigen PC/Laptop anzubieten.

Der Zugang zu den Informationsnetzwerken wird immer stärker zur Eintrittskarte für die weltweite Wirtschaft. Wie die Menschen in anderen Ländern den Umgang damit lernen - ob nun per Linux oder Windows - ist wirklich nicht entscheidend. Viele unserer Computerpioniere haben auf einem Atari ihre ersten Schritte gemacht oder mit anderen, längst vergessenen Betriebssystemen gewerkelt. Sie hatten die Möglichkeit dazu und das ist wirklich wichtig. Selbst wenn"One Laptop per Child" als Projekt keinen Erfolg hat.

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