Die Post will die Postbank möglichst schnell an die Deutsche Bank verkaufen

Post wird befristet zum Großaktionär

Deutsche Bank vor indirekter Staatsbeteiligung

Die Post und die Deutsche Bank haben sich auf neue Bedingungen für den Postbank-Verkauf geeinigt. Die Deutsche Bank wird den Kaufpreis nach Informationen der F.A.Z. teilweise mit neuen, eigenen Aktien bezahlen. Indirekt ist dann der Staat an der Deutschen Bank beteiligt, weil ihm über die KfW-Gruppe Teile der Post gehören. Von Markus Frühauf und Helmut Bünder

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Januar 2009 13:45

@Jürgen Vogel

Ho Hans (Iamamused)

Sie haben ja Recht. War mir schon klar, dass die Rechtsabteilung der Deutschen Bank einen Weg gefunden hatte eine Deckelung zu umgehen. Aber ich hab ja nur wieder mal geträumt.

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14. Januar 2009 12:29

@Ho Hans

Jürgen Vogel (pascht)

Nee, nee lieber Hans, bei den Vorstandgehältern wird es keinen Abstrich geben. So dumm sind die Herren Manager nämlich nicht. Die Deutsche Bank nimmt ja keine Bürgschaft in Anspruch, sondern sie bekommt auf Umwegen eine Staatsbeteiligung via Post AG. Die Konstruktion ist also so sclau gewählt dass der Herr Achermann weiterhin seine Millionen scheffeln kann. Das einzige was sich lediglich geändert hat, ist dass wir diese Millionen nun bezahlen dürfen. Das dreckige Spiel geht also weiter. Nach den grossen Tönen die ein Herr Ackermann gespuckt hat, sollte er eigentlich die Merckle-Lösung wählen.

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14. Januar 2009 09:43

Schwere Bedenken

Thomas Braun (thchb)

Durch die aktuellen Zusammenschlüsse entstehen (wenige) riesige Banken. Mittel- und langfristig heisst das doch nichts anderes als eine erhebliche Beschränkung des Wettbewerbs mit allen damit verbundenen Nachteilen für die Kunden dieser Institute. Und der Staat fördert diese Entwicklung noch. Ordnungspolitisch ist das sicher falsch! Zudem ist nicht einsehbar warum sich der Steuerzahler (bzw. dessen "Vermögensverwalter", die Post) nachträglich auf schlechtere Konditionen einlässt. Dass sich die Deutsche Bank, freut verstehe ich. Vertragstreue sieht aber sicher anders aus.

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14. Januar 2009 09:08

Staatsbeteiligung?

Christian Muschick (kakadu112)

Warum ist die deutsche Presse so Staatsbeteiligungs-Geil? Verkauft sich das besonders gut? Wenn die Deutsche bank den Postbankanteil der Post übernimmt und dafür in Aktien/Wandelschuldverschreibungen zahlt kann man doch nicht über eine Staatsbeteiligung sprechen! Ist doch an den Haaren herbei gezogen...

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14. Januar 2009 08:32

Jetzt macht der Staat doch noch auf "Bad Bank"

Ho Hans (Iamamused)

Erst wird eine "Bad Bank" gefordert - gibt es doch mindestens ein Dutzend schon - und dann lässt eine Bank in Deutschland das Visier runter und was kommt zum Vorschein! Wenigstens kann jetzt beim Vorstandsgehalt gedeckelt werden. Ob die das beim Vorstand überriessen haben, dass Sie jetzt nur noch im Jahr verdienen, was zuvor im Monat??? Ist ja fast so wie wenn man auf Hart IV abrutscht: Ausgaben runter, Ausgaben runter - was für eine Selbstkasteiung. Und Hypothekenkunden - aufgepasst!!! Wer seine Zinsen im alten Jahr für 3/5/10 Jahre festgeschrieben hat, kann nachverhandeln. Wen interessiert das Geschwätz und Verträge mit einer Bank von Gestern, heute ist heute. Los, ran, fordert neue, jetzt gültige, marktgerechte Zinssätze. Ihr seid doch mindestens so clever wie Eure Bank, oder? Träum ich?

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14. Januar 2009 00:44

Das ist doch mal eine gute Nachricht!

Melita Zimmermann (melitaz)

Irgendwie musste die "Kuh vom Eis", und der nun ausgehandelte Plan, ist wirklich geschickt! Die Deutsche Bank bekommt die Postbank zu günstigeren Bedingungen, und der Deal ist gleichzeitig eine "Werbung für die Kreativabteilung" der DB. Ausserdem denke ich, dass die DB darauf bestand, dass alle Risiken bei der Postbank in das 4. Quartal 2008 gepackt wurden, damit die EB 2009 so sauber wie möglich ist. Sollte die Übernahme, wie nun aufgezeigt, stattfinden, dann hat Ackermann einmal mehr sein Verhandlungsgeschick zu Gunsten der DB bewiesen.

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14. Januar 2009 00:37

Gegenseitiger Rettungsversuch

Peter Szameitat (MAKSAS)

Dies mit Milliardensteuergeldern im Ruecken, trotzdem beide Bankinstitute noch nicht "Klar Schiff" gemacht, will sagen, die Karten mit den hohen Verlustrisiken aufgedeckt haben. Warum denkt der Bund und die Post nicht europaeisch und macht den Vorschlag, zumindest in der Eurozone, einen Postbankenverbund anzustreben? Die Post ist fuer den Normalbuerger immer noch, und wird es bleiben, die Komminikationsbruecke. Ein europaeisches Postbankensystem das nicht kollidiert mit den Geschaefts-, Investment- und Industriebanken unter Aufsicht der Laenderbanken und Europaeischen- Zentralbank. Vieles koennte im Geldgeschaeft fuer die Arbeitnehmer, Reisende und Turisten ausserhalb der heimischen Region einfacher und auch einheitlicher geregelt werden. Bei Diskussionen in Ost-, Sued- und Westregionen der EU, aber auch in Russland, gab es kein striktes NEIN, sondern moeglichst sofort, bald aber zumindest in naeherer Zukunft. Die Zweifel jedoch, das die Politiker welcher politischen Ausrichtung auch immer, ueber den nationalen Tellerrand blicken, waren immer praesent. Nationalstolz, Machterhalt aber nicht Buergernaehe praegt noch immer die meisten Politiker in Europa. MAKSAS

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13. Januar 2009 22:05

Briefmarkenbank?

Jürgen Clasen (Heini1946)

Götterdämmerung. Das ist das Ende. Unvorstellbar, die Briefträger übernehmen als größter Aktionär letztlich die Kontrolle über die Deutsche Bank. Hermann Josef Abs dreht sich im Grabe um. Herrhausen dito. Nein, oh wie gräßlich. Demnächst wird Herr Sparbier, Dich an Deiner Haustür aufklären, wie die Welt sich dreht und Dir die dollen Produkte der DB dabei warm ans Herz legen. Oh, großer Gott, das ist wirklich das Ende. Sell,sell,sell !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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13. Januar 2009 19:19

Wohlfeile Staatsknete

Herold Binsack (Devin08)

Da beide Banken gut zwei Drittel ihres Börsenwertes verloren haben, scheinen sie zusammen kleiner zu sein als jede einzelne Bank zuvor. Das sieht dann wohl so aus wie die schlechte Nachricht. – Aus einer gewissen Perspektive jedenfalls, mal abgesehen von dem Geld des Steuerzahlers, das da einer Bankenfusion nachgeworfen wird, denn Staatsbeteiligung hin und her, aber hat denn der Staat dann dort was zu melden? Die wirklich schlechte Nachricht, nämlich die für die Kunden und für die Mitarbeiter dieser beiden Giganten nämlich, dürfte dann wohl eher dort liegen, wo nach der Fusion Filialen abgebaut werden. Bleibt nur zu hoffen, für Deutsche Bank Kunden, dass die Deutsche Bank ihre zukünftigen Filialen nicht auf die der Postbank reduziert, denn diese lagen doch irgendwie immer nur im Abseits. Aber vielleicht aus Rücksichtsnahme gegenüber der besseren Klasse bei der Deutschen Bank, nimmt man da – vorerst wenigstens – noch von Abstand, oder: die Deutsche Bank reaktiviert dann wieder ihr 2-Klassen-Bank-System. Herr Ackermann auf jeden Fall, dürfte das Gesicht gewahrt haben, denn nie war Staatsknete so wohlfeil.

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13. Januar 2009 18:43

Was soll der ...?

Owe Jessen (owe.jessen)

Ich kann ja so gerade noch verstehen, dass der Staat den Banken beispringen muss, um eine Bankenkrise zu verhindern. Aber wieso fängt der Staat jetzt an, den Banken Milliarden hinterherzuschmeissen, um Fusionen (die der Erfahrung nach eher Wertvernichtung nach sich ziehen) sicherzustellen? Ist den Politikern eigentlich aufgefallen, dass der Staat zur Rettung der Banken gezwungen war, weil die Banken zu groß geworden sind? Glaubt denn jemand, die Lösung muss deswegen heißen, noch größere Banken zu schaffen?

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