Bildung

Wer bezahlt mein Studium?

Die meisten Hochschulen verlangen künftig Gebühren. Trotz aller Proteste der Studenten. Die Finanzierung eines Studiums wird also nicht leichter. Hier sind vier Wege, um an Geld zu kommen.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. Juli 2006 13:09

Gebühren: nicht schlecht

Martin Kronbichler (marrtin)

Ich finde Studiengebühren gut (bin selbst Student). Aus mehreren Gründen: Einerseits kann der Student dann endlich als Kunde auftreten, von der Universität also eine Gegenleistung verlangen. Andererseits sind die Gebühren - falls die Hochschulmittel an anderer Stelle nicht gekürzt werden - eine gute Möglichkeit, den Uni-Etat aufzustocken.

Unsere Gesellschaft gibt sehr wenig Geld für Bildung aus (Ergebnis: Qualifizierte fehlen, Millionen sind arbeitslos, hauptsächlich Unqualifizierte). Studiengebühren werden wenig daran ändern, das ist klar. Aber vielleicht kann man endlich die Gesellschaft dazu bringen, die Bedeutung sowie Kosten und Nutzen von Bildung zu sehen.

Wer moniert, dass Studiengebühren ein Betrug an der jungen Generation sind, hat irgendwie schon Recht. Wir sind es, die später die zig Millionen Leistungsempfänger durchfüttern müssen, und darauf werden wir - dank fehlenden Geldes für Bildung - nicht gut genug vorbereitet. Ich hoffe, dass durch Studiengebühren eine Erhöhung der Ausgaben für Bildung insgesamt auf ein international übliches Niveau eingeläutet wird. Durch Studiengebühren leiten wir Jungen unseren Beitrag. Der Rest der Gesellschaft wird dies über niedrigere Renten und Sozialleistungen tun müssen.

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26. Juli 2006 20:45

@Ralf Johannsen

Nicole Busch (Nicole.B21)

Von sich auf andere schließen ist seit jeher ein Problem: Wohnen bei den Eltern bis Mitte(oder gar Ende) 20 ist doch eher die Seltenheit, also ~250€ Miete+NK. Essen/Verpflegung sowie Hygieneartikel sollten im Monat dann auch noch möglich sein(Lidl bzw. DM lassen grüßen): ~ 100€. Bahnkarte für öffentliche Verkehrsmittel (wenn man nicht 200m neben der Uni wohnt): ~ 55€ für die Zugstrecke von Solingen nach Düsseldorf. Die Studiengebühren "fressen" pro Monat ~167€, nicht 150€ auf (17€ sind für Studenten manchmal schon ein Vermögen). Alleine das "Existenzminimum" summiert sich dann auf stolze 572€ pro Monat, die ein Student mind. für Uni und für´s "Überleben" zahlen muss!!! Material ist da gar nicht mal mit eingerechnet, ebensowenig mögliche Beträge, die für die Studentenfreizeit ausgegeben werden (hier spricht man ja von "Luxus"...).Wer dann ein Jura-Studium o.ä. in 9 Semestern durchziehen will und noch 20 Stunden pro Woche (bei einem Stundenlohn von 10!??!€) arbeiten kann - Hut ab!!!
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Studiengebühren; jede Leistung verlangt nach Gegenleistung!
Aber der Bürokratiedschungel und die Unübersichtlichkeit der Finanzierungsmöglichkeiten machen eher Angst, als dass sie auf Bildungschancen hoffen lassen!

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26. Juli 2006 17:40

Die Konsequenz

Frank Hausmann (FHausmann)

Wenn in Zukunft Studenten vermehrt über Eigenbeteiligung die Kosten für Ihre höhere Qualifikation tragen sollen, dann muss es dem Staat juristisch verboten werden, sich an dessen (vergleichsweise ohnehin viel zu niedrigen) Bildungszins anschließend zu bereichern.

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26. Juli 2006 16:22

einmal kurz gelacht

Frank Martischewski (Ovozim)

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, es gibt einfach zu viele Menschen, denen ein Studium verwehrt blieb. Ist natuerlich praktisch, denn Denken und Konsensstreben geht hier gegen Null. Oktroierter Standpunkt wird verteidigt bis zum letzten Mann. Es wurde ja schon alles gesagt und ich hoffe jeder Forumsteilnehmer hat sich auch das Interview durchgelesen. Festzuhalten bleibt, dass sich niemand hier erdreisten sollte, diese fuer viele schicksalsbestimmende Entscheidung in ihrem ganzen Umfang zu begreifen und bewerten zu koennen. Hoffentlich lesen auch alle fleissig die anderen Foren in denen es hauptsaechlich um Loehne geht, von denen dank Vater Staat kaum etwas ueber bleibt. Statt sich zu freuen, dass sich einige Menschen die Muehe machen, fuer andere langweiligen Stoff in sich hinein zu pruegeln und damit spaeter den Steuersatz zu entlasten, wird fleissig Phrase gedroschen. Und warum? Weil es tausende Bildungsbeauftragte nicht geschafft haben, ein glaubwuerdiges, effektives Bildungssystem zu schaffen. Und das in der drittgroessten Industrienation der Erde. Jede Solidaritaetsforderung sollte vor Scham im Boden versinken und eigentlich gilt schon immer und ueberall: Jeder muss auch mal etwas geben, um verlangen zu koennen.

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26. Juli 2006 15:45

Vormoderne Staaten Teil 2

Arne Dankesreiter (datterich)

Wieso wird von Auszubildenden nich gesacht, sie würden durch ihre Ausbildung in ihre Zukunft investieren? Eine hessische Anzeigenkampange zumindest suggeriert genau das! Was stellt sich ein BDI oder Arbeitgeberpräsident hin, und sagt: "Liebe Auszubildende, da ihr von Eurer Ausbildung in unseren Betrieben profitiert, solltet ihr dafür auch angemessen zahlen!" Dies klingt heute völlig absurd, aber diese Zeiten sind nicht lange her... - und war kein bisschen sozial, da es arme Familien von der Ausbildung ausschloss!

Es ist im Staat wie in den Betrieben: Beide investieren nicht nur in die Zukunft ihrer Bürger bzw. Angestellten, sondern auch in die eigene Zukunft, denn damit stehen beiden auch in Zukunft gut ausgebildete und kompoetente Mitarbeiter bzw. Bürger. Die Unternehmen wissen (zum Teil), was ihnen das wert ist, der Staat und seine Gesellschaft sollte dies auch wissen.

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26. Juli 2006 15:35

Vormoderne Staaten...

Arne Dankesreiter (datterich)

Papst Alexander III. stellte schon 1180 (!), also zu einer Zeit als die Universiät in den Kinderschuhen steckte, fest dass der Erwerb eines Doktortitels "nicht das Ergebnis von Schacher sein düfre", sprich von der Zahlung einer Gebühr. Sein Ziel war es, Kriterien der Leistung und nicht des Besitzes über die Zulassung eines Universitätsstudiums entscheiden zu lassen. Dass die mittelalterliche Praxis Alexanders Ideen nicht umsetzte, und Gebühren von den Studenten erhob, hatte einem einfachen Grund: Vormoderne Staaten kannten keine regelmäßige Steuereinnahmen.


Wenn heute von "libeeralen", "leistungsorientierten" "Gerechtigkeitsfreunden" behauptet wird, eine gebührenfreie Uni sei unsozial, Gebürhen dagegen eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, weil diejenigen, die von einem Studium profitieren, wenigstens dafür zur Kasse gebeten werden, kann man solchen "Freunden" nur sagen, wir haben seine sozial gerechte Finanzierung der Universitäten durch nachgelagerte Studiengebühren: Das Gebührenmodell heißt - PROGESSIVES STEUERRECHT! Dort zahlt (theoretisch!) jeder so in den Solidartopf ein, wie er gmäß seiner Finanzkraft von seiner Ausbildung pofitiert hat.

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26. Juli 2006 15:08

Kosten eines Studiums, @Herrn Grub

Jesco Topp (jesco_topp)

A)

Die Lebenshaltungskosten gehören für wahr nicht in die Berechnung der Studienkosten rein. Was man aber nicht vergessen darf ist die Tatsache, dass man als Student auf ca. 5 Jahre Einkommen verzichtet. Das ist eine nicht unerhebliche Summe: 60.000 EUR werden locker erreicht.

(Das jährliche Durchschnittseinkommen in Dtld liegt laut BfA bei ca. 29.000 EUR, das sind also über 5 Jahre 145.000 EUR)

B)

Ein gerne verbreitetes Argument für Studiengebühren ist ja, dass es ungerecht sei, wenn "eine Krankenschwester die Ausbildung ihres Chefarztes" (über Steuern) finanziere. Man darf dabei nicht vergessen, dass die Krankenschwester, wie jede(r) Azubi, vom 1. Tag der Ausbildung an Geld *bekommt*.

C)

500 EUR pro Semester sind lächerlich. Das sind ca. 5% Uni-Etats. Das ist zuwenig, um ordentlich was zu verbessern. Dieser Einheitssatz wird auch nicht zu Wettbewerb unter den Unis führen. In den USA finanzieren sich die Unis zwar auch nicht über die Studiengebühren (Harvard hat eine Stiftung mit 20 Mrd. $), aber dort bedeutet TEUER wenigsten auch fast immer SEHR GUT, Harvard ist eben z.B. teurer als die Uni von Idaho.

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26. Juli 2006 14:33

Studiengebühren

Cornelius Ludwig (CLudwig)

Die Forderung der Politik nach soundsoviel Prozent mehr Universitätsabsolventen bedeutet eine anderthalbfache oder noch höhere Zahl von Studienanfängern, denn die Abbrecherquoten werden nicht sinken. Das wird das schwächelnde System aber nicht mehr verkraften können. Eine große Zahl von Studierenden bringt heute schon weder die Eignung für ein Hochschulstudium mit noch den Ehrgeiz, diese zu entwickeln. Ihre Anwesenheit auf den Universitäten schönt jedoch die Arbeitslosenstatistik und ist politisch gewollt. International vergleichbare Exzellenz schafft man so nicht. Mein Wunsch: Studiengebühren, kombiniert mit universitätsinternen Zugangsprüfungen, von deren Ergebnis die Erteilung von Gebührenbefreiung und Stipendien abhängig ist -- von denen es immer noch viel zu wenige gibt, für die man aber beispielsweise das Geld aus den Gebühren verwenden könnte. So könnten sozial benachteiligte Begabte studieren; für weniger Begabte/Motivierte ist ein Studium Luxus, für den sie zahlen sollten. Zu behaupten, nur mit kostenloser Bildung könne soziale Gleichheit hergestellt werden, ist Augenwischerei. Das „wie“ von Studiengebühren muß diskutiert werden, die Frage des „ob“ erübrigt sich doch längst.

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26. Juli 2006 13:13

Der Koloss kommt! Weg frei fuer Deutschland!

Thorsten Pattberg (PhillipPaux)

Wird auch Zeit fuer Studiengebuehren! Hatte immer schon Schwierigkeiten es einem Chinesen, Inder, Amerikaner, Koreaner, Japaner etc. zu erklaeren, dass wir weder Elite-Unis noch Studiengebuehren haben. Die hielten mich fuer geschaedigt (Deutschland ist das einzige Land der Erde mit diesem Aspekt).
Jetzt stimmt alles wieder, die Unis werden attraktiver, wenn auch nicht sofort besser.

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26. Juli 2006 12:32

Studiengebühren = Bessere Bildung?

Steffen Hauf (sh1983)

Mal von der (zu erwartenden) Diskussion abgesehen, ob die "faulen" Studenten nicht was für ihre Bildung zahlen sollen. Ich studiere zur Zeit an der TU Darmstadt. Prinzipiell habe ich gegen Gebühren nichts einzuwenden, auch wenn ich ein Modell bevorzugen würde bei dem man nach erfolgter Ausbildung seinen Lohn entsprechend "nachzahlt".
Die Frage ist nur führen die jetzt angestrebten Gebühren zu der von der Politik verspochenen Besseren finanziellen Ausstattung der Universitäten? Wohl kaum.
Die Tatsache, dass die Gebühren vom Land verwaltet werden sollen, stinkt doch schon kräftig danach, dass politisch gewollt ist, in Zukunft diese Mittel zweckzuentfremden. Außerdem entsteht dadurch ein unnötig kostenspieliger Verwaltungsaufwand. Wenn schon Gebühren, dann bitte unter universitärer Selbstverwaltung.
Hinzukommt die zu erwartenten Zusatzmittel sind angesichts der politischen Träume vom Deutschen Harvard nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Siehe dazu auch Interview mit TUD-Präsident Wörner:
http://www.tu-darmstadt.de/aktuell/studiengebuehren/Interview%20Jan%20Woerner%20zum%20Thema%20Studiengebuehren.pdf

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26. Juli 2006 11:57

700 DM

Martin Nikfardjam (martin-pn)

Zu dem Beitrag möchte ich bemerken, dass mein Studium damals knapp 700 DM im Monat gekostet hat (= Studiengebühr, Verbrauchsmaterial, Fahrtkosten, Bücher, Mensa, Veranstaltungen, Exkursionen), dabei sind Unterkunft und sonstige Verpflegung nicht eingerechnet. In fünf Jahren Studium macht das 42.000 DM Mehrbelastung, die sich nicht einfach wegrechnen lassen.

Wer hier verkündet, man hätte damals beim eigenen Studium schon mehr ausgeben können, kann dies ja jetzt bei den eigenen Kindern gerne nachholen.

Jedenfalls wünsche ich denjenigen, die hier so für höhere Studiengebühren trompeten, im angelsächsischen Ausland studierende Kinder mit Semstergebühren von 12.000 und mehr US-Dollar.

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26. Juli 2006 11:51

Späte Ungerechtigkeit

Horst Seele-Liebetanz (Horstsl)

Absurd die überzogenen Aussagen, Studiengebühren wären a priori sozial ungerecht und würden quasi zu Prostitution führen.
Grundsätzlich ist die Entwicklung zu mehr Eigenverantwortung auch im Zusammenhang mit der Entscheidung ein Studium aufzunehmen sehr zu begrüßen. Das schließt logischerweise mit ein, dass man für die Finanzierung Sorge tragen muss; sei es durch Eltern, Gespartes oder eben einen Kredit.

Das Zurückzahlen eines Kredites sollte nach dem Berufsanfang dann auch kein Problem mehr sein. So möchte man denken. So lange aber Akademiker mit guter Ausbildung (z.B. ein Architekt) nach 6 Jahren Uni nur € 1000,- Anfangsgehalt erhalten, ist es kaum Möglich, die Schulden abzuzahlen und man sitzt schon in einer Falle, bevor das „schöne Beruufsleben“ überhaupt losgeht.. Leistung, Verantwortung und Risikobereitschaft müssen gesellschaftlich gefördert werden, das muss sich dann aber auch beim Anfangsgehalt des Jung-Architekten ausdrücken.
Wäre in Deutschland gewährleistet, dass man nach überschaubarer Zeit genügend verdient, um die Zinsen für seinen Ausbildungskredit auch wirklich abzahlen zu können (wie in den USA ganz üblich), würden viele Studenten dieses Modell wahrscheinlich annehmen.

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26. Juli 2006 11:20

40'000 EUR?

Philipp H. (Penta)

Wie kommt der Autor darauf, dass ein Studium ohne Gebühren schon heute 40'000 EUR kostet? Diese Rechnung würde mich interessieren.

Des Weiteren rufe ich den vielen Gebührengegnern, die sich darüber beschweren, dass zukünftig Kinder aus sozial schwächeren Familien nicht mehr studieren könnten immer gern in Erinnerung, dass heute nur lediglich 14% aller Studenten aus ebendiesen Familien stammen. Machen wir uns nichts vor, damit ist also niemandem geschadet. Die vier Modelle versprechen jedenfalls sozial gerechten Umgang mit den Gebührenzahlern, sodass sich kaum jemand benachteiligt fühlen sollte.

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26. Juli 2006 11:02

Studiengebühren

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Ich habe gegen Ende meines Studiums an der F.U. Berlin 218 DM Rückmeldegebühr bezahlt - Geld, das in einer schlampigen, durch arrogante Berliner repräsentierten, Uni-Bürokratie versickerte. Lieber hätte ich damals 1000,- DM Studiengebühren bezahlt. Ich erhielt seinerzeit zwar keine Unterstützung von meinen Eltern mehr und musste mich daher selbst versorgen; es hätte also ein Mehr an Nebenjobs bedeutet. Aber die Möglichkeit, in der Bibibliothek, bei der Uni-Bürokratie usw. nicht als Bittsteller sondern als Bezahler auftreten zu können, hätte mit Sicherheit sowohl für mich als auch für meine Gegenüber eine klärende Wirkung gebracht. Die Universitäten der Bundesrepublik kranken an Verfettung und Anonymität. Der mündige Student, der für die erbrachte Leistung (Aus)Bildung zahlt - und auch dementsprechend auftritt - könnte hier heilsam sein.
Übrigens studiert man in der Regel in Erwarteung eines guten Einkommens. Also sollte es kein Problem sein, im Lauf eines Jahrzehnts eine Betrag von ca. € 4.000,- - also € 1,- pro Tag - abzubezahlen. Die Rhetorik der demonstrierenden Studenten ist lächerlich egoistisch, ihr Pathos widert mich an.

Mit freundlichem Gruß, TOBIAS RÜGER (Frankfurt)

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26. Juli 2006 10:40

Unglaublich 2

Sebastian Niehoff (Nordish84m)

... Zum Anderen stellt sich mir die Frage, warum die Bafög-Freibeträge nicht den Studiengebühren angepasst worden sind. So darf man zwar die Mehrbelastung von 1000 Euro (plus alte Belastung des Semesterbeitrages) zahlen, doch verdienen darf man sich diese nicht, da einem sonst das Geld auf der anderen Seite nämlich beim BaföG, wieder gestrichen wird. (Unbegreiflich)
Jetzt gibt es zwar Möglichkeit der Studienkredite, wodurch vielen Studenten das Studium tragischer Weise erst weiter ermöglicht wird. Doch ist es fragwürdig sich auf mehrere zehntausend Euro zu verschulden, um dann nicht einmal sicher sein zu können, diese anschließend zurückzahlen zu können. Es kann doch nicht die Rede sozialer Gleichheit sein, wenn man sich dies vor einem Studium vor Augen hält.

Ich kann nur zu dem Ergebnis kommen, dass diese Gleichheit in der Bundesrepublik gar nicht erst angestrebt ist und gleiche Bildungschancen zu vernachlässigen sind, welche elemenater Bestandteil der Demokratie ist (Selbst nach der Minimaldefinition von Noberto Bobbio).
Die einzigen Gewinner der Studentenkredite sind die Banken, die weitere Kunden für verzinste Kredite erreichen.

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