Ich hab ein Taxi, wir fahren immer wo ist das problem?
Die Entscheidung und der Mut von Edeka ist nur zu begrüßen.
Schließlich wird damit nur ein Ungleichgewicht abgeschafft, was durch Tankstellen, Bahnhof- bzw. Flughafenshops weidlich ausgenutzt wurde. Was letztendlich zeigt, daß durch den Kunden durchaus Bedarf besteht.
Und diese ständige Gewerkschaftsleier wegen der "armen" Mitarbeiter. Es wird geradezu so getan, als ob die Verkäufer(innen) 24 Stunden/6 Tage die Woche rund um die Uhr im Laden stehen müssten. Arbeitszeiten außerhalb der 8-17Uhr-Planwirtschaft gibt es ja wohl in der Mehrheit der Berufe, oder? Sonst würde keine Dienstleistung in Deutschland funktionieren. Ich selbst arbeite seit 4 Jahren permanent Nachtschicht in einer Spedition und kann da nichts schlimmes dran finden. Es war meine Entscheidung.
Gruß Ralph!
Angebot und Nachfrage regeln den Markt - hierzu wurde bereits vieles genannt, welches ich nicht wiederholen möchte. Andererseits darf man auch von einer Liberalisierung der Öffnungszeiten nicht per se höhere Beschäftigungszahlen erwarten. Dazu bedürfe es eines höheren Konsums. Kunden, die es bisher nicht schafften ihren Lebensbedarf im voraus zu planen und diesen bislang an der 24-Stunden Tanke oder bei McDonald &Co befriedigen mussten, drängt es nun in die geöffneten Märkte. Letztere kalkulieren streng mit Personalkosten von maximal 10% (ausgenommen Discounter). Aufgrund von Sicherheitsbedenken ist jedoch ein Mindestbedarf an Personal vorgegeben. Wie viele Märkte dies in Ballungsräumen erreichen sei dahingestellt. Ob tatsächlich ein höherer Konsum und damit eine Mehrbeschäftigung möglich ist, möchte ich bezweifeln, da dies letztendlich zu Lasten derer geht, die bisher bereits 24 Stunden geöffnet hatten.
Bisher habe ich nur gelesen, 24-Stunden-Öffnungszeiten seien Stumpfsinn und noch etwas über alte Bräuche. Im Hinblick auf die Arbeitnehmer - in Pfelgeberufen, bei der Post und in anderen Unternehmen gibt es doch auch Nachtschichten. Was spricht denn eigentlich dagegen, abgesehen von der unerhörten Dekadenz, die Nacht zum Tage zu machen (was in anderen Bereichen längst geschehen ist)?
Sowohl als Verbraucher als auch als Arbeitnehmer fände ich eine Lockerung der Öffnungszeiten nützlich.
Wir Deutschen wissen gar nicht, was wir an unserem traditionellen Ladenschluss haben. Ich schreibe gerade aus den USA, da frage ich mich: Weshalb tun wir uns das an, immer schneller Richtung 24/7-Betrieb zu gehen? Kann man das nicht verhindern?
Eine durchgehende Ladenoeffnung als Sensation zu melden - im Ausland ist das selbstverstaendlich - , spricht Baende ueber das biedermaierliche Wirtschaftsverstaendnis bei der F.A.Z. Willkommen in der neuen Zeit, Herrschaften!
Sehr geehrte Leser
Durch die Lockerung der Ladenschlusszeiten hat der Einzelhandel endlich einmal wieder etwas Luft erhalten, um zu arbeiten. Deshalb ist es nur natürlich, und auch ein Zeichen der großen Kundenbezogenheit, wenn nun der Eine oder Andere oder auch gleich ganze Ketten die Chance nutzen und sich am Kundenbedarf orientieren. Soviel Aufmerksamkeit gegenüber den Menschen, die jeden Angestellten im Handel bezahlen, passt vielleicht dem Gewerkschaftsfunktionär nicht. Die meisten Mitarbeiter im Einzelhandel wissen die nun noch größere Flexibilität, besonders bei den Einsatzzeiten, sehr zu schätzen.
Als vor langer Zeit der lange Donnerstag eingeführt wurde, entwickelten wir in dem Unternehmen, in dem ich damals arbeitete, ein Arbeitszeitmodell, für das Gewerkschafter wahrscheinlich heute noch streiken würden. Besonders unseren Teilzeitmitarbeitern und Abrufkräften, die gerne durch eigene Verkäufe ihr Gehalt verbessern wollten, freuten sich darüber, nun zu umsatzstarken Zeiten eingesetzt zu werden anstatt gelangweilt herum zu stehen.
Die nun mögliche Öffnungszeit rund um die Uhr ermöglicht einen erheblich besseren, am Beschäftigungsgrad orientierten Personaleinsatz.
»Was heißt 'fester Brauch'?«, sagte der kleine Prinz.
»Auch etwas in Vergessenheit Geratenes«, sagte der Fuchs. »Es ist das, was einen Tag vom andern unterscheidet, eine Stunde von den andern Stunden.«
Antoine de Saint-Exupéry, Der Kleine Prinz
...regeln den Markt - und so wird man erst nach einer gewissen Zeit beurteilen können, welche Konzepte sich bewähren und welche nicht. Die Öffnungszeiten bis 22:00 Uhr bei Kaufhäusern in Innenstadtlagen wurden schließlich bereits wieder verkürzt, nachdem klar war, dass sich die Mitarbeiter nur die Beine in den Bauch standen. Jedoch von vornherein Innovationen verbieten zu wollen, ist typisch deutsch - der Markt wird entscheiden, wo Geschäfte wie lange öffnen; wenn dies profitabel ist, werden die Unternehmer auch Zuschläge zahlen und Aushilfen einstellen. Im Übrigen gibt es Arbeitnehmer mit Kindern auch in solchen Ländern, die ganz ohne gesetzlich geregelten Ladenschluss auskommen - ob die Familien dort grundsätzlich schlechter dran sind, darf bezweifelt werden.
Oh man so einge Menschen haben wohl noch immer nicht mitbekommen das sich die Zeiten geändert haben und Deutschland zusehen sollte aus dem tiefen Sumpf heraus zu kommen. Wir haben Millionen von Arbeitslosen die Monat für Monat Transferleistungen beziehen weil sie aus welchen Gründen auch immer keine Stelle bekommen. Wenn ich Sätze wie "ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter" und "Familienfeindlich" lese platzt mir wirklich der Kragen. Zunächst sollte man sich den Beitrag mal genau durchlesen, es werden hier keine Bestandmitarbeiter dazu
<br>genötigt rund um die Uhr zu arbeiten, Grund dafür ist hier zwar nicht das soziale Denken der Unternehmer sonder weil die Arbeitskraft durch Nachtzuschläge viel zu teuer würde. Nein hier werden die Stellen zeitweise mit Externen besetzt, also neue Stellen geschaffen! Schon mal was vom demografischen Wandel gehört. Hieraus ist wohl mehr als deutlich zu erkennen das es inzwischen weitaus weniger Familien gibt als früher, die Wohnungen werden knapp da es immer mehr Single-Es gibt meiner Meinung nach ausreichend Menschen die mit Nacharbeit keine Probleme haben, aus welchen Gründen auch immer. Der eine ist Single, der andere Student, der nächste möchte den Tag nutzen um andere Dinge zu erledigen.
Man liest immer wieder, dass durch 24-Std-Öffnungszeiten arme Menschen plötzlich genötigt werden, nachts zu arbeiten.
Die Alternative ist doch nicht "tagsüber oder nachts" sondern "gar nicht oder nachts"! Wer länger öffnet, braucht schliesslich mehr Personal. Und wenn ein Unternehmer meint es lohne sich, mehr Personal für längere Öffnungszeiten zu beschäftigen, dann sollte man eigentlich applaudieren.
Die Einwände der Gewerkschaften sind wieder ein Paradebeispiel dafür, dass ihnen die Interessen der Arbeitslosen schlicht egal sind.
Es gibt aber noch eine andere Perpektive darauf, nämlich diejenige eines Kunden, der in einer Metropole lebt, umgeben von abertausenden Menschen, vernetzt mit der ganze Welt, und doch hinnehmen muss, dass die Nacht über, im Fall der Lebensmittelläden zwölf Stunden täglich, wesentliche Infrastruktur nicht richtig funktioniert. Ich empfinde das als anachronistisch, und muss immer wieder erstaunt feststellen, dass es dieses Problem etwa in polnischen Kleinstädten oder thailändischen Dörfern nicht gibt.
... die Ganztags- und Ganznachtsschule, die wir in Zulunft sicherlich haben werden, wird alles zu unserer Zufriedenheit regeln.
Da bin ich ganz sicher ...
Gerade wenn man berufstätig ist und dazu noch Kinder hat, kann es schwierig sein, abends noch rechtzeitig vor Ladenschluß in den Supermarkt zu hetzen.
Bei dieser Sache gibt es doch nichts zu debattieren! Die Läden werden öffnen, wenn es sich für sie rentiert. Es rentiert sich, wenn genügend Nachfrage vorhanden ist, wenn es also genug Menschen gibt, die aus welchen Gründen auch immer lieber spät einkaufen. Niemand hat das Recht, diesen Menschen zu verbieten, einzukaufen wann sie wollen. Und wenn jemand nicht in der Lage ist, nachts zu arbeiten, dann muß er Nachtschichten eben ablehnen. Wenn die Handelskette aber jemanden findet, der bereit ist, für anständiges Geld nachts an der Kasse zu stehen, muß man wieder fragen, wer eigentlich das Recht hat, ihm zu verbieten, diese Arbeit dann auch anzunehmen!
Das regeln die Menschen ganz alleine. Es ist absolut unnötig, daß andauernd Heerscharen von deutschen Blockwarten und Betonsozialisten sich die Köpfe darüber zerbrechen, ob das was andere tun, nicht verboten sein sollte.
Wenn man zwischen Arbeitslosigkeit und Nachtschicht wählen muss, glaube ich, dass jeder sich für die Nachtschicht entscheiden würde. Familienfeindlich ist es wirklich nicht. Für sehr kleine Kinder vielleicht, aber nachts zu arbeiten und morgens während die Kinder in der Schule sind zu schlafen ist nicht so schlimm wie man denkt. Zeit für die Familie hat man immer noch, vielleicht noch mehr.
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