Im Spiegel ist zu lesen, dass der, der Siemens kontaktiert, schon als kriminell eingestuft werden könnte, so ähnlich wie das bei Kontakten zur Mafia gesehen wird, da gibt es nämlich auch keine „unschuldigen“ Beziehungen! Und das wäre damit eine noch schärfere Kritik an Siemens – und damit auch an dem „Rechtsberater Schily“ - als von mir formuliert, in meinem Beitrag „Aus der Portokasse“ (vgl.: http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~ED396BD5274FE4438B71B71984299C809~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
An die CUI BONO Kommentatorin: Die Lenker der amerikanischen Firmen, die Anfang der Dekade durch kriminelle Aktivitäten auffielen (Tyco, Enron, Worldcom etc.) sitzen im Knast. Peter Löscher stammt aus der Managementschule GE, der Siemens international die Stirn bieten will. Er weiss, das das ohne Transparenz heute nicht mehr geht - der Laden muss entrümpelt werden. Das verrauchte Hinterzimmer ist in den USA out. Josef Ackermann hat die Verantwortung der Führungsperson in einem Kommentar zur Bankenkrise bzw. seinen Bank-CEO Kollegen einmal kurz und knapp beschrieben: "Wenn ich was von den Verfehlungen wusste, gehörte ich sowieso weg. Wenn nicht, dann hätte ich nicht geführt und gehörte auch weg." Nach dieser Logik, der ich 100%ig zustimme, soll von Pierer aufhören mit seinem Gejammer und sich endlich einen Eimer Asche aufs Haupt schütten. Ich persönlich hoffe, dass der Mann auch was bezahlen muss, damit es klar wird, woher der Wind inzwischen pfeift. Wenn Wettbewerb, dann bitte mit Leistung. Die Profitabilität pro Mitarbeiter ist bei Siemens haarsträubend schlecht im Vergleich mit GE - das ist die wahre Herausforderung für Löscher und nicht dieser alte Korruptionsmist, der Siemens nun wie ein Klotz ums Bein hängt.
Was immer Siemens gemacht hat, es geschah im Wettbewerb und dass es Siemens nicht eher genutzt hat kann ja keiner bestreiten. Wirft ein sehr schiefes Licht auf Transparency International, cui bono?