Der Kampf ist insofern unfair, da ein minderbeteiligter Sonderrechte für sich in Anspruch nimmt und sie als Gesetzgeber durchsetzen will. Es ist unmoralich, die gesetzgeberische Macht dafür zu missbrauchen. Schlimm ist daran, daß die Beteiligten sich nicht in Kenntnis dieser Macht von deren Mißbrauch deutlich distanzieren.
Hier nehmen Gewerkschaften über die mit Ihnen eng verbundenen Parteikontakte Einfluß auf Gesetze um gegebene Machtverältnisse zu verdrehen. Wo führt das hin ?
Ein Staat, der seine Machtgrenzen nicht respektiert, verliert sie schnell. 360.000 Arbeitnehmer könnten auch einem Einzelinvestor gegenüberstehen, der nicht einmal aus der Automobilbranche stammt. Welchen Anspruch würde Herr Osterloh dann erheben ? Aufsichtsrat mit 5:1 besetzen ? Die Gewerkschaften haben Gelegenheit zu zeigen, daß die für Ihren Betrieb arbeiten. Diese Arbeit setzt globales Denken und Handeln voraus. Das Gegenteil von dem, was sie gerade tun.
Es ist eine Freude zuzusehen, wie ein wirtschaftlich extrem erfolgreiches Unternehmen dem gewerkschaftsverseuchten Moloch Volkswagen unerbittlich (und gegen den Widerstand Ewiggestriger) die Regeln der Marktwirtschaft beibringt.