Vorsprung durch Preise

Große Autos machen Audi froh

Kraftprotz, erfolgreicher

Kraftprotz, erfolgreicher

11. März 2008 Der zum VW-Konzern gehörende Autobauer Audi hat 2007 vom Trend zu größeren und teureren Autos profitiert. Die Ingolstädter fuhren zum zwölften Mal in Folge eine Rekordbilanz ein. Jeder Beschäftigte erhalte im Schnitt fast 5300 Euro Erfolgsbeteiligung, das sei so viel wie nie zuvor, sagte Vorstandschef Rupert Stadler am Dienstag in Ingolstadt.

Das operative Ergebnis kletterte auf 2,7 Milliarden Euro, ein Plus von 34 Prozent zum Vorjahr. Dies sei das bisher höchste Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit. Der Umsatz legte um 7,9 Prozent auf 33,617 Milliarden Euro zu.

Das Wachstum sei vor allem auf den Verkauf teurer Fahrzeuge zurückzuführen, wie den Geländewagen Q7, Modelle der TT-Familie, den A5 und den Supersportwagen R8. Zudem habe Audi die Kosten gesenkt und die Produktivität gesteigert, sagte Finanzvorstand Axel Strotbek. Im vergangenen Jahr verkauften die Ingolstädter weltweit 964.151 Autos, ein Plus von 6,5 Prozent.

Margenziel früher erreicht

Die Umsatzrendite belief sich auf 8,7 Prozent nach 6,2 Prozent im Jahr zuvor. Damit erreichte Audi sein Margenziel bereits deutlich früher; ein Wert von acht Prozent war ursprünglich bis 2010 angestrebt. Die Kapitalrendite legte auf 18,6 von 14,2 Prozent zu. „Audi zählt heute zu den ertragsstärksten Unternehmen im internationalen Automobilgeschäft“, sagte Strotbek. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 50 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, nach Steuern blieben 1,7 Milliarden Euro, ein Plus von 26 Prozent.

2008 werde Audi beim Absatz die Millionengrenze knacken, bekräftigte Stadler. Im Februar legte die Zahl der verkauften Autos um 2,6 Prozent auf 71.348 zu. Für den März erwartet der Vorstandschef eine Absatzdelle, weil sich der Modellwechsel beim volumenstärksten Modell A4 negativ auswirke. Von April an sei wieder mit Wachstumsraten zu rechnen. Stadler sagte weiter, iin den Vereinigten Staaten, dem größten Automarkt der Welt, wo Audi weit hinter dem Münchner Konkurrenten BMW liegt, werde der Absatz im laufenden Jahr trotz der Marktschwierigkeiten zulegen. „In diesem Jahr werden wir die 100.000er-Hürde überspringen.“ Bis 2015 soll sich die Absatzzahl von zuletzt
93.500 verdoppeln, bekräftigte er. Eine konkrete Prognose für 2008 gab Stadler zunächst nicht ab. Im Geschäftsbericht hieß es, im laufenden Jahr würden Umsatz und Ergebnis weiter zulegen.

Audi-Chef Stadler sucht Akademiker

Audi-Chef Stadler sucht Akademiker

Bonus deutlich höher als 2006

Audi belohnt seine Mitarbeiter für das zwölfte Rekordjahr in Folge. Der Bonus von 5300 Euro liegt deutlich über dem Vorjahreswert von 3700 Euro und der gleich hohen Sonderzahlung, die die Mitarbeiter der Konzernmutter Volkswagen für 2007 erhalten.

Weil Audi auch 2008 wachsen werde, würden 800 Akademiker neu eingestellt, sagte Stadler weiter (Audi will 800 Akademiker einstellen). „Während viele andere Automobilhersteller Arbeitsplätze abbauen, trauen wir es uns zu, zusätzlich aufzubauen.“ Der Münchner Konkurrent BMW streicht derzeit 8100 Stellen, davon 7500 in Deutschland (BMW baut 8100 Stellen ab).

Ein Verkaufsschlager: Q7

Ein Verkaufsschlager: Q7

Audi stockte die Zahl seiner Mitarbeiter 2007 um 2,5 Prozent auf fast 54.000 auf. In Deutschland arbeiteten 44.700 Menschen für den Ingolstädter Konzern. Stadler sagte, bis Ende Februar sei die Zahl der Mitarbeiter auf rund 54.500 gestiegen. „Allein an unseren deutschen Standorten haben wir bereits mehr als 400 neue Mitarbeiter eingestellt.“



Text: FAZ.NET mit Material von Reuters
Bildmaterial: AFP, AP, ddp, REUTERS

 
Kursabfrage 
NamePunkteProzent
Dax 4.127,41 -2,20
TecDax 432,48 +0,23
DowJones 8.046,42 +6,54
Nasdaq 1.384,35 +5,18
STOXX 50 2.165,91 -2,70
Nikkei 225 7.910,79 +2,70
S&P 500 Zert. 7,72 -3,26
Euro/Dollar 1,26 -0,07
Bund Future 120,75 -0,58
Gold 799,25 +0,00
Öl 48,25 -1,65
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