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Handelskonzern Arcandor

Keine Staatshilfe für Karstadt

Der angeschlagene Karstadt-Mutterkonzern Arcandor will keinen neuen Antrag auf Rettungshilfen stellen. Stattdessen beantragt der Konzern Insolvenz beim Amtsgericht Essen. In einer Pflichtmitteilung des Konzerns heißt es, der Insolvenzantrag gelte auch für die Karstadt Warenhaus GmbH, die Primondo GmbH und die Quelle GmbH. Angesichts kurzfristig fälliger Darlehen über 710 Millionen Euro drohe zum 12. Juni die Zahlungsunfähigkeit. Vom Insolvenzverfahren unberührt bleiben demnach die Touristik-Tochter Thomas Cook sowie der Homeshopping-Sender HSE24.

Die Karstadt-Muttergesellschaft Arcandor hat Großaktionäre, Banken und Vermieter nicht zu weiteren Zugeständnissen bewegen können, um einen Insolvenzantrag abzuwenden. Die vom interministeriellen Ausschuss geforderte Verbesserung des Antrags auf Rettungsbeihilfe sei „nicht erreichbar“ gewesen, teilte Arcandor am Dienstag mit. „Damit bestand keine nachhaltige Finanzierungsperspektive mehr.“ 43.00 Mitarbeiter sind betroffen.