Versicherer

Die Allianz wirft das Stellenkarussell an

Aus den Schlagzeilen ist der von Allianzchef Diekmann angestoßene Großumbau längst verschwunden. Aber erst jetzt erreicht das Kürzungsprogramm die Büroflure. Marcus Theurer berichtet, was passiert, wenn in einem Großkonzern jeder fünfte Arbeitsplatz wegfällt.

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Juni 2007 11:35

Wenn es den Managern zu langweilig wird ...

Michael Retz (MRetz)

... dann strukturierten sie mal wieder "ihr" Unternehmen um.

In der Informatik gibt es eine Faustregel: Ändere niemals ein gut laufendes System!

Was für Computer gilt, gilt noch viel mehr für Unternehmen und deren Mitarbeiter.

Was passiert wenn man diese Regel missachtet und aus Langweile oder Neugier "herumstrukturiert" kann man am Fall Daimler-Crysler - oder wie auch immer diese AG inzwischen heist - sehen. Milliarden Investorengelder wurden für die Eitelkeiten der Unternehmensführung verbrannt. Dazu kommt die Verunsicherung der Mitarbeiter, was einen dirketen Einfluss auf die Qualität der Arbeit und Produkte hat.

Das werden die Herren Vorstände von der Allianz auch noch lernen. Die Zeche zahlt bis dahin die Belegschaft und später der Kunde.

Das traurige dabei: Dafür bekommen die Vorstände auch noch Bezüge in Millionen-Höhe. Und am Ende des Arbeitstages sind sie auch noch der Meinung, sie hätten so richtig hart gearbeitet.

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08. Juni 2007 00:26

Freistil-Job-Roulette mit Abhängigen

Martin Gürsch (Betroffener)

Anders kann man das wohl nicht verstehen.

Die Frage, wer das ausgebrütet hat, wäre interessant. Bergers Truppe oder wieder die amerikanischen Berater, die schon ebenso viel Unheil angerichtet haben in den Firmen.

Das wird ein "Jeder gegen Jeden" und "Ich machs notfalls auch etwas billiger" auslösen, das sich gewaschen hat.
Von wegen "Soziale Marktwirtschaft".

Die wirklich guten und flexiblen sind eh schon weg, zurück blieben die wegen verschiedener Lebensumstände "angebundenen" oder nicht (mehr) so flexiblen.

Ich kenne einige davon, die seit fast 25 Jahren im Konzern sind und verschieden Sparten mit aufgebaut haben und sich jetzt z.B. von Berlin aus nach München bewerben dürfen. Häusschen (und Familie) adee oder Tschüss Job und Tschüss Allianz.

Die zahlende Kundschaft wird es erst merken, wenn es zu spät ist.
Wieso erinnert das alles auch so richtig an die Abläufe bei der Telekom, wo auch die Heuschrecken mitsamt der Bundesregierung die Finger an den Marionettenfäden haben?

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