
GutenTag,
wenn ich ihren Beruf kennen würde könnte ich sehr schnell auch Ihre Qualifikation in Frage stellen, um Sie dann auszunehmen.
Pründe?
Niemand arbeitet qualifiziert für so wenig Geld.
Ich höre nur Sozialneid und Futterneid. Sorgfalt und Beratung geht nur mit dem notwendigen Rüstzeug Ausbildung.
Monopol? haben wir oft nur auf harte zu leistende Aus- und Weiterbildung und auf Investitionen von Fachliteratur bis Labor. Monopol heißt hier harte Vorleistung und nochmal Vorleistung.
Warum Monopol? Natürlich hat der Fachman das Monopol. Hat er ja auch über das Fachwissen! Oder soll der sich berufen fühlende Tankwart jetzt den Blinddarm operieren, weil der böse Chirurg kei Monopol haben darf.
Wetbewerb haben Apotheker genug untereinander, aber es sollte eher ein Qualitätswetbewerb sein.
Die Apotheke ist kein Fachgeschäft sondern eine Institution.
Täglich sind wir die Heinzelmännchen die im Hintergrund die Probleme von Patienten und Ärzten lösen. Richtig Kranke wissen das.
Für 66% der Menschen ist die Apotheke erste Anlaufstelle bei Beschwerden. Kann ein Mittel ohne weitere diagnostische Hinterfragung durch einen Arzt abgegeben werden, dann sind das wirksame apothekenpflichtige Arzneimittel und kein Vodoo.

Nochmals:
Nichts gegen eine Apotheke als Fachgeschäft. Das Ärgernis besteht für mich darin, daß eine Branche nach Art der Zünfte bestimmte Tätigkeiten exklusiv gesichtert haben möchte, die inzwischen ebensogut andere erbringen können.
Dabei geht es mir speziell um die Herausgabe von verschriebenen Medikamenten, was für mich praktisch der einzige Grund für Apothekenbesuche ist (Vitamine, Kosmetika oder homöopathische und andere Vodoomittel verwende ich nicht). Dafür braucht es Sorgfalt, aber nicht zwingend ein langjähriges, gewiß anspruchsvolles Studium.
TF

die Kosmetik in Apotheken ist qualitativ besser und viel günstiger als in einer Pafümerie etc. etc...
Aber nur ein Beispiel für ihre beispiellose Desinformiertheit (gibt es das Wort?). In Apotheken arbeiten niemals Pharmaziestudenten, außer in den 6 Wochen Famulatur(während der Semesterferien), ohne aber AM abzugeben. Und im praktischen Jahr nach dem Hochschulstudium, das bekanntlich zu den Härtesten zählt.
Ihre Wahrnehmung, daß jüngere Mitarbeiter AM abgeben können ist richtig. Es dürfte sich um den Beruf des/r Pharmazeutisch technischen Asisstent/in, oder auch Pharmazieingenieurs handeln. Diese dürfen AM unter Aufsicht eines Pharmazeuten abgeben. Sie dürfen damit das, was nicht einmal dem Arzt gestattet ist, der bekanntlich nur kleine Teilaspekte der Arzneimittelwissenschafft kennt.
MfG.

Herr Frieling,
machen Sie mal in Praktikum in einer anständigen Apotheke, oder besser noch, versuchen Sie mal Pharmzie zu studieren.
Sie wüßten dann wer der Arzneimittelexperte ist und was Sie so am Tag alles leisten. Ich jedenfalls leise jeden Tag Diffiziles und verhindere nicht nur viel Schaden-gelegentlich muß ich sogar für Kinder Rezepturen entwickeln, die die Industrie in diesen kleinen Mengen nicht interessiert.

Das Bild, das sie zeichnen, Herr Fiola, hat doch mit unseren Apotheken nichts zu tun.
Hochqualifiziertes Personal (meinen Sie Pharmaziestudentinnen als Aushilfen), fast kostenlose Notdienste (bieten Tankstellen ebenfalls), breites Sortiment (erwarte ich bei einem Fachgeschäft) und individuelle Arzneimittelherstellung (gibt es gelegentlich) - das alles sollte man doch etwas realistischer betrachten.
Der Normalfall ist doch der Griff ins Regal und die Herausgabe des vom Arzt exakt definierten Mittels. Die Kontrolle auf Wechselwirkung kann in diesem Fall - wenn sie denn stattfindet - auch bei einer Onlinebestellung automatisch und zuverlässig erfolgen.
Nichts gegen ein Fachgeschäft namens Apotheke. Aber kann mann denn sicher sein, zum Beispiel auf die Frage nach einem geeigneten Mineral- oder Vitaminpräparat guten Rat zu bekommen? Apotheken werben heute fast durchgehend auch mit Homöopathie und anderen Wundertropfen, sowie mit teuren Spezialkosmetika.
Da kann ich wirklich auch zu dm gehen!
TF

Wie naiv sind Sie,
Apotheker kontrolliern jeden Tag die Verschreibungen auf Wechselwirkungen und auf Fehler und finden davon viele. Sie verhüten so Schlimmes. Aber bis zu 100 000 verhinderte schwere Zwischenfälle am Tag kan man ja nicht sehen, wenn nicht eingetreten.
Außerdem: Wer bietet denn hochqualifiziertes Pesonal, macht fast kostenlos Notdienste, bietet extrem breites Arzneimittelsortiment, bis zur individuellen Arznemittelherstellung. Bietet schnellste Notfallversorgung. Ausgenützt werden doch nur die Apotheker, als Lückenbüßer, der Service z.B Bringdienste sollen auch noch kostenlos sein.
Wer bringt denn den Haufen akademische Vorleistung für das akademische Produkt Arzneimittel?
Apotheken leisten mit max. 3% Anteil am Gesundheitstopf mehr als sie beanspruchen.

Auf dem besten Wege weiter eine bürgerliche, gewachsene Struktur zu zerstören...
Der deutschen Apotheke soll der Garaus gemacht werden...
Arzneimittel verhökern im Supermarkt...
Ich frage mich als Patient wem soll das nützen?
Wollen wir auf den vielfältigen Service der Apotheke wirklich in Zukunft verzichten?
Wollen wir das anschließende Gespräch nach dem Arztbesuch in der Apotheke nicht mehr?
Sind die Apotheke, der Apotheker und seine fachlich bestens ausgebildeten Mitarbeiter wirklich überflüssig?
So lange wie möglich, werde ich meine Arzneimittel in der deutschen Apotheke kaufen!
Werner Albrecht

Wenn ich gesundheitliche Beratung brauche, gehe ich zum Arzt.
Wenn er zum Ergebnis kommt, daß ich ein Medikament benötige, dann verschreibt er mir eines. Der Apotheker holt es aus dem Regal und legt es auf die Theke. Sonst nichts.
Zumindest für die Ausgabe von verschriebenen Arzneien sind Apotheken überflüssig.
TF

GmbHs & KGs, die hinter Versand-Apos stehen, streben in erster Linie nach Gewinnmaximierung und verantworten sich weniger für Ihre Gesundheit als ein selbstständiger Apotheker,der mit seinem Privatvermögen haftet
In Ländern der Apo-Ketten (England,Norwegen) sind Arzneipreise rapide angestiegen. Preisabsprachen sind unter wenigen Marktteilnehmern leichter möglich.
Die Apo ist lebendiger Teil Ihrer Stadt. Sie vermittelt Selbsthilfegruppen, unterstützt lokale Vereine und schafft Arbeitsplätze in Ihrer Region. Bestellungen bei ausländigen Versandapotheken vernichten die Apos in Ihrer Stadt und lassen Geld ins Ausland fließen.
Apotheker, Georg Reibel, Hilden

Versandarzneimittel sind i.d. Regel nicht versichert. Wertvolle Medikamente oder Rezepte können verloren gehen, verwechselt oder beschädigt werden.
Krankheiten sollten schnell behandelt werden. Da bleibt keine Zeit, auf Päckchen zu warten. Servicepauschale, Mindestbestellmengen und Versandkosten gibt es in der öffentlichen Apotheke nicht.
Die Beratung in Ihrer Apotheke ist kostenlos, die Telefon-Hotline teuer und nervig.
Seit der Rabattverträge mit den Krankenkassen ergeben sich viele Rückfragen zum Arzt. Die bewährte Hand-in-Hand-Arbeit mit Ärzten klärt Unstimmigkeiten sofort.
Versandapotheken üben keinen Nacht-& Notdienst aus.
Gerade in ländlichen Regionen wären Patienten auf Strecken von bis zu 50km angewiesen, da der Versandhandel das Apothekensterben fördert.

Wenn die Verkäuferinnen im Drogeriemarkt zum Medikament keine Auskunft geben dürfen, wer tut dies dann?
Wer haftet, wenn die Information beim Apotheker eingeholt, das Medikament hingegen - bis zu 40% günstiger! - in der Drogerie erworben wurde, wenn die Medikation zu Komplikationen führt?
Wenn das Studium generell wie auch das des Pharmazeuten "Gebühren" kosten soll muß der Ertrag aus dem Apothekerberuf steigen: wie dies ermöglicht werden soll bei steigendem Wettbewerb ist mir unklar.
Eine "Hotline" der Drogeriemärkte um sich am Telefon zu Medikamenten zu erkundigen ist abwegig, die Kosten dazu trägt der Kunde, ohne das der Informant am Telefon die Haftung übernimmt.