06. Mai 2008 Die Schweizer Grossbank UBS will bis Mitte 2009 insgesamt 5500 Stellen abbauen und dann noch etwa 78.000 Personen beschäftigen. In der Investment Bank würden unmittelbar 2600 Stellen gestrichen, teilte die Bank am Dienstag mit. Kündigungen würden sich nicht vollständig vermeiden lassen, hieß es. Der restliche Abbau, der sich je zur Hälfte auf die Schweiz und das Ausland verteilen wird, soll überwiegend im Zuge der Fluktuation erfolgen.
Das erste Quartal dieses Jahres schloss die Bank wie angekündigt nach Abschreibungen auf Investments im amerikanischen Hypothekenmarkt von rund 19 Milliarden Dollar mit einem Verlust von 11,535 Milliarden Franken ab. Die Bank hatte rund 12 Milliarden Franken Verlust in Aussicht gestellt.
In der Vermögensverwaltung für reiche Kunden lag der Netto-Neugeldzufluss bei 5,6 Milliarden Franken. Analysten hatten mit einem Zufluss von neun Milliarden Franken gerechnet. Im Schweizer Geschäft seien netto 1,9 Milliarden Franken abgeflossen und Global Asset Management habe einen Abfluss von 16,5 Milliarden Franken zu verbuchen gehabt.
Die UBS rechne weiterhin mit schwierigen Bedingungen für die Finanzindustrie, hiess es. Es sei mit einem anhaltend ungünstigen Weltwirtschaftsklima, Abbau der Fremdfinanzierung durch private und institutionelle Anleger, einem langsameren Vermögenswachstum sowie rückläufigen Handels- und Kapitalmarktvolumen zu rechnen. Dies verlangt von UBS, dass sie ihre Kosten, Ressourcen und Kapazitäten sehr aktiv bewirtschaftet, hiess es weiter.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa
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