...verursachen nun mal geringere Margen. Da wird den deutschen Herstellern ständig angekreidet, sie hätten den (fragwürdigen, aber von Politik und Presse geforderten) Hybridtrend verschlafen, nun werden Milliarden investiert (die an anderer Stelle zu weitaus stärkerer CO2-Reduzierung beitragen könnten), dann kommen Beschwerden, dass Gewinnmargen zurückgehen. Dazu kosten von BMW in Serie eingesetzte Techniken zur Verbrauchsreduzierung, wie etwa die geschichtete Direkteinspritzung, nun mal sehr viel Geld, sowohl in der Entwicklung, wie auch bei den Herstellkosten der Fahrzeuge.
Mit solchen Investitionen sind dann Höchstrenditen kaum möglich, aber die Zukunftsfähigkeit einer Marke wird gestärkt - während andere Hersteller mit reinem Fokus auf Rendite und Gewinn sich erst wieder mühsam den Anschluss erarbeiten werden müssen, mit Folgen für Image und technologischen Stand.
Endlich mal ein ausgewogener Kommentar, der ueber den Tellerrand schaut und Ross und Reiter nennt. Dabei bleibt er aber fair und verfaellt nicht der Verfuehrung, einfach schwarz zu malen.
Ein ganz, ganz wichtiger Aspekt bleibt jedoch unerwaehnt. BMW's Haendler sind bis zum Erbrechen erfolgsverwoehnt. Sobald der Verkauf nicht nur von den zugegebenermassen derzeit hervorragenden Modellen abhaengt, sondern auch von intelligenter Verkaufsunterstuetzung durch das Haendlernetz, wird BMW in Deutschland wie auch im Ausland ueber Jahre durch ein tiefes Tal gehen.
Kaum ein deutscher Hersteller hat vor diesem Szenario mehr Angst als die Muenchener.
... gibt es bei den Kommentaren denn überhaupt die Kontrolle durch die Redaktion, wenn darin jeder Freak für seinen Blödsinn auch noch Werbung machen darf? So verkommt der Kommentarbereich zur Marktschreierecke!
Zum Thema: BMW baut seit Jahren hervorragende Autos und wird dies auch noch in Zukunft tun. Dass der Aktienkurs nicht so läuft wie erhofft und Gewinnmargen nach unten zeigen, das ist doch nun wirklich völlig normal. Niemand kann immer und überall der Beste sein. Das macht ja gerade den Reiz des Wettbewerbs aus. Aber dieses Ziel erreichen zu wollen, führt eben gerade zu den Zyklen von auf und ab, die jedes Unternehmen durchläuft. Vor ein paar Monaten wäre Daimler sicher noch nicht als positives Beispiel genannt worden.
...endlich wieder schöne, sportlich elegante Autos bauen und nicht solche klobig kantigen Monster wie zuletzt. Das könnte helfen. Wirklich!
Genial, was gedenken deutsche Autobauer eigentlich zu tun wenn der Euro erst richtig erstarkt bzw. der Dollar zukünftig in bodenlose fällt. Dieses Szenario ist in angesichts aktueller geopolitscher Umstände absolut realistisch. Gibt es Pläne ? Mit Verlaub, der Binnenabsatz ist im Arsch, da fremdbestimmt. Dort wo dies geschieht wird das Modell quasi subventioniert - Genial. Für was baut BMW das perfekte Auto, wenn es zukünftig nur noch im Ausland vom Band laufen wird und auch ausschließlich dort mit vernünftigen Margen. Diese werden dann wohl auch nur noch dort vereinnahmt. Es wird also jetzt schon doppelt verloren und die Zukunft kann ich mir schon ausmalen wenn keine vernünftigen Pläne diesseits des Atlantiks mehr ausgearbeitet werden um die Automobilindustrie wieder auf die richtige Schiene zu kriegen. Wer sich den Schneit so gekonnt abkaufen lässt hat keine Zukunft. Jedenfalls nicht in Deutschland.
Diese Probleme hätten andere große Autohersteller gerne. Die Finanzleute langen halt öfter mal daneben.
Noch ein Hinweis: Schade, daß der Spam für Bücher und Verschwörungstheorien gewisser Wirrköpfe jetzt auch hier aufschlägt (siehe den zweiten Kommentar zu diesem Artikel).
Der Großaktionär ist ein moderner Feudalherr. Und will er auch behandelt werden, mit tiefer Unterwerfung und mit hohem Ertrag. Dass in einem modernen Feudalstaat wie Deutschland mit seinen Zehntausend Feudalherren und -frauen, die Volkswirtschaft mangels Geld in der breiten Bevölkerung vor die Hunde geht, darf einen Feudalherrn und damit dessen obersten Untertan nicht stören. Denn es ist schließlich das Geld in seinen Kassen, dass in der breiten Bevölkerung fehlt.
Lange Rede kurzer Sinn: Der Vorstand ist und bleibt in der Zwickmühle. Mehr dazu in: Harald Wozniewski, Wie der Nil in der Wüste, Norderstedt 2007.
.....leer aus.
Ich verstehe nicht, dass man den Einser BMW in die Modellpalette aufgenommen hat, wo bereits der Mini vieles abdeckt.
Die Hoffnung, dass junge Käufer die Klientel sei, geht nicht auf. Diese Kaufen bevorzugt den Dreier, der nun mal in diesem Segment das Zugpferd ist.
So wurde halt Geld in den Sand gesetzt und die Börse reagiert entsprechend.
