26. September 2007 Beim schwedischen Modekonzern Hennes & Mauritz (HM) ist das Sommergeschäft enttäuschend verlaufen. Für die angelaufene Herbstkollektion äußerte sich das Unternehmen aber optimistisch. Das Ergebnis vor Steuern kletterte von Anfang Juni bis Ende August zwar um 17 Prozent auf 477 Millionen Euro, wie H&M am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten allerdings mit rund 500 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz stieg um 11 Prozent; ohne das Geschäft von erst kürzlich eröffneten Filialen fiel er allerdings um 1 Prozent. Auch bei diesen beiden Kennziffern hatte der Markt bessere Zahlen erwartet.
Unerwartet gute Fortschritte bei den Kosten
Bei der Kostensenkung machte H&M dagegen unterwartet gute Fortschritte: Die Marge stieg um zwei Punkte auf 61,2 Prozent. Zum Vergleich: Der spanische Konkurrent Inditex (Zara) erreichte im ersten Halbjahr 55,7 Prozent. Der Bericht sei daher gar nicht so schlecht, wie es auf den ersten Blick scheine, erklärte Analyst Peter Wallin von Kaupthing.
Mit Blick auf das laufende Geschäft teilte H&M mit, die Herbst-Kollektionen seien gut angekommen. Nachdem der August eher schwächer gelaufen sei, sei der Umsatz im September nun bisher sehr befriedigend verlaufen.
Weiter expansive Strategie
H&M will an seiner expansiven Strategie festhalten. So wurden in den ersten neun Monaten 99 neue Filialen eröffnet, davon elf in Deutschland und 19 in den USA. Die Kette betreibt damit weltweit 1264 eigene Warenhäuser. Im vierten Quartal sollen 83 weitere hinzukommen. Positiv bewertete Konzernchef Rolf Eriksen die ersten Verkäufe über das Internet in Österreich und Deutschland.
Text: Reuters
Bildmaterial: AP, ASSOCIATED PRESS, picture-alliance / dpa/dpaweb, picture-alliance/ dpa, picture-alliance/ dpa/dpaweb