Panne bei Bosch

BMW ruft über 20.000 Autos zurück

02. Februar 2005 Der Münchener Autobauer BMW wird wegen des Einbaus fehlerhafter Einspritzpumpen von Bosch weltweit rund 20.000 Dieselfahrzeuge zurückrufen.

Dabei gehe es um Automobile der Baureihen 3er, 5er und X5, sagte BMW-Entwicklungschef Burkhard Göschel am Mittwoch am Rande eines Kongresses in Stuttgart. Allein in Deutschland seien etwa 6000 Fahrzeuge betroffen. Damit ist das Ausmaß der von Bosch verursachten Panne größer als zunächst vom Konzern angenommen: Noch am Vortag hatte BMW erklärt, das defekte Teil sei lediglich etwa 13.000 Mal verbaut worden. Den Umfang der Rückrufaktion hatten die Münchener noch nicht beziffert. Die Zusammenarbeit mit Bosch stellt Göschel nicht in Frage.

Schaden: Zweistelliger Millionenbetrag

Von dem Qualitätsproblem bei Bosch sind auch Audi und Daimler-Chrysler betroffen. Göschel bekräftigte, BMW werde in der kommenden Woche wegen der fehlerhaften Diesel-Einspritzpumpen die Produktion im Werk Dingolfing für drei zusätzliche Tage stoppen. Am Rosenmontag und Faschingsdienstag sollte die Fertigung ohnehin ruhen. Zu den Kosten für den Rückruf äußerte er sich nicht, machte aber klar, die Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Zulieferer sei dadurch nicht in Frage gestellt. Beide Firmen wollten an der Verbesserung der Qualität arbeiten. BMW denke derzeit nicht an Schadensersatzforderungen, sondern wolle zunächst das Problem lösen.

Branchenexperten schätzen, daß der durch Bosch verursachte Schaden bei den betroffenen Autobauern insgesamt ein Volumen im zweistelligen Millionen-Bereich hat. Bosch hatte am Dienstag erklärt, das Problem gelöst zu haben, und wollte seit Mittwoch die Diesel-Einspritzpumpen wieder produzieren.

Text: Reuters

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