Siemens

Zwischen Resignation und Galgenhumor

Siemens-Mitarbeiter in der Kommunikationssparte Com berichten über ihren Alltag und die ungewissen Aussichten. Seit Jahren baut Com Tausende Arbeitsplätze ab: Kündigungen kommen per Serienbrief. Viele sitzen ihre Stunden nur ab.

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Juli 2006 18:19

zu Christine Ulrich (Chris2505)

Holger Helpap (hhelpap)

Toller Beitrag - wenn da nur nicht der kleine Wehrmutstropfen wäre, das ein solcher Managementfehler dem betroffenen Manager als "Rausschmissprämie" noch einige Milliönchen Euro´s winken (Das arme Schwein).- Damit muss sich ein "herkömmlicher Arbeitnehmer" natürlich nicht herumplagen!!! Ich finde sowieso, wir "kleinen" sollten alle 400 € -Jobs machen und den restlichen 10%, die 90% des gesamten Geldes verdienen, die Taschen noch voller stopfen! Zu Ihrer medizinischen Betrachtung kann ich nur sagen, das bei einem Ausgebluteten keinerlei Gefahr einer Trombose mehr besteht.

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17. Juli 2006 08:54

Zu: Scheinsicherheit - und Betäubung durch WM

Peter Meinecke (PM01)

Ich finde das Gejammer, in dem sich ein Teil der Deutschen nun schon seit längerem übt, nahe an der Grenze zur Unerträglichkeit. Dies trägt in keiner Weise zu einer Verbesserung der Situation bei.

Ausserdem muss zunächst einmal doch sowohl für ein Unternehmen wie auch für den Staat gelten, dass man lieber einen harten Einschnitt tätigt, der dann auch den gewünschten Heilungserfolg bringt, als alles nur mit weichen Händen anzufassen und nach Kompromisslösungen zu suchen, bei denen am Ende alle nur verlieren. Manche Dinge können wir uns eben (zumindest zur Zeit) einfach nicht leisten.
Sicherlich wurden und werden in Industrie und Politik aus unterschiedlichen Gründen Fehler gemacht, aber die Entscheidungsträger sind eben auch dort keine Maschinen.

Und wer angesichts von Steuererhöhungen, Hartz IV oder Ähnlichem meint, er könne, weil er dadurch finanzielle Einbußen hinnehmen muss, ein Klagelied anstimmen, der soll sich doch bitte einmal etwas in der Welt umsehen und dabei feststellen, dass in Deutschland- und nicht nur verglichen mit Dritte-Welt-Ländern- alle einen äußerst hohen und luxoriösen Lebensstandard geniessen, der vielleicht nur hinter dem in der Schweiz oder Österreich steht.

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11. Juli 2006 21:35

Akzeptieren

Christine Ulrich (Chris2505)

Es mag sich ja durchaus u.a. um Managementfehler handeln, diese sind aber in der Vergangenheit passiert und bekanntlich kann man die Vergangenheit nicht verändern. Darum heißt es die Gegebenheiten akzeptieren. Wer gegen Kündigungsschutz und einen flexibleren Arbeitsmarkt ist, hat auch seinen Teil an der Situation zu tragen. Wenn das Blut in einem Organismus stagniert, dann kann es zu einer Thrombose kommen..

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11. Juli 2006 17:43

was ist schlecht am stellenabau?

r o (rodeo)

wenn stellen abgebaut wwerden können ist das doch gut für uns alle denn die produkte kann man dann günstiger produzieren. das heist der pris kann prinzipiell fall. und die freigesetzten könnne sich ein vernünftige arbeit suchen. wie soll die gesellschaft denn sonst effektiv werden?

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11. Juli 2006 11:40

Scheinsicherheit - und Betäubung durch WM

gerd hodina (hodger)

Tja, jetzt merken es auch diejenigen,
die bisher in vermeintlich sicheren Unternehmen gearbeitet haben.
Teilweise arrogant gegenüber "Arbeitslosen" - und hochnäsig wegen einer scheinbaren Sicherheit - nach dem Motto:Mir kann das (Arbeitslosigkeit) nicht passieren.
Gewählt haben sie alle die Parteien, die jetzt die Hartz IV Gesetze verabschiedet und verschärft haben.
Jetzt, nachdem der Betäubungsschock nach der tollen WM sich langsam auflöst, merken viele was eigentlich in Deutschland passiert. Steuererhöhungen und Abbau von sozialen Errungenschaften - gleichzeitig Diätenerhöhungen und Absicherung von Privilegien! Das gilt auch für Manager, die in Topetagen als Nieten in Nadelstreifen agieren und in der Indoor-Golf-Anlage ihr Handicap verbessern zu versuchen. Die nächste Dienstreise führt am Golf-Areal vorbei.
Schade, das wir in Deutschland nicht den Mut aufbringen unsere festgefahrenen Lobbyisten, unfähige Manager und Aufsichtsräte und Politiker davonzujagen. Die Strassen sind ruhig. Die Wimpel flattern.Langsam - ganz langsam wachen wir auf.

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