14. März 2007 Nach dem vergangenen Rekordjahr peilt der Autobauer BMW 2007 wieder Spitzenwerte bei Absatz und Gewinn an. Das laufende Jahr soll operativ das beste in der Geschichte des Unternehmens werden, kündigte Vorstandschef Norbert Reithofer am Mittwoch in München an. Der um einen Sondereffekt bereinigte Vorsteuergewinn des Vorjahres von 3,752 Milliarden Euro soll weiter steigen. Reithofer bekräftigte, der Konzern werde mehr als 1,4 Millionen Autos verkaufen nach 1,37 Millionen im Jahr zuvor. Alle drei Marken - BMW, Mini und Rolls-Royce - würden ungeachtet der aktuellen Absatzkrise der Branche in Deutschland erneut Verkaufsrekorde erzielen.
Wir wollen im höheren einstelligen Prozentbereich wachsen, gab Reithofer die Zielmarke für den Gesamtabsatz des Konzerns vor. Nach einem moderaten Start erwartete er vor allem in der zweiten Jahreshälfte kräftige Zuwächse. Wir werden einen Gang hoch schalten und immer mehr Fahrt aufnehmen.
Absatzrekord soll Rohstoffpreise ausgleichen
Dazu sollen zahlreiche neue und überarbeitete Modelle beitragen, etwa das neue 3er-Cabrio, die zweite Generation des Geländewagens X5 oder überarbeitete Versionen des 5er-Reihe. Ab Mai kommt zudem ein dreitüriger 1er auf den Markt. In der Kompaktklasse seien damit aber die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft, sagte Reithofer. Die 1er- und 3er-Reihe sorgt für mehr als die Hälfte des Absatzes der Marke BMW, von der im Vorjahr 1,85 Millionen Autos verkauft wurden. Auch der Mini soll 2007 deutlich zulegen, nachdem der Ausbau des Werkes Oxford abgeschlossen ist. Die Zahl der verkauften Minis soll den bisherigen Spitzenwert von knapp 200.430 aus dem Jahr 2005 übertreffen.
Der angestrebte Absatzrekord und Produktivitätssteigerungen würden Belastungen aus Währungseffekten und hohen Rohstoffpreisen ausgleichen, sagte Reithofer. Die Schwäche von US-Dollar und Yen drückten das Ergebnis im vergangenen Jahr um 666 Millionen Euro, die hohen Preise für Stahl und Kupfer um 178 Millionen Euro. 2007 würden die Belastungen geringer ausfallen, sagte der Vorstandschef.
Reithofer sieht darüber hinaus den Klimaschutz als existenzentscheidende Herausforderung für die Zukunft der deutschen Autohersteller. Die Automobilindustrie steht vor einer grundlegenden Trendwende, sagte er bei der Vorstellung der Jahresbilanz seines Konzerns. Dass sich das Klima in der Welt dramatisch verändert, ist nicht mehr zu übersehen, betonte der Manager. Die Autoindustrie müsse deshalb ein vitales Interesse am Umweltschutz haben, da sonst der Absatz hochpreisiger Fahrzeuge nicht mehr nur funktionieren werde.
Rekordjahr macht sich auch für Aktionäre bezahlt
Wie BMW in der vergangenen Woche berichtet hatte, blieb 2006 unter dem Strich ein Gewinn von 2,9 Milliarden Euro, das entsprach einem Plus von 28 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um ein Viertel auf 4,124 Milliarden Euro; darin war ein Buchgewinn von 372 Millionen Euro aus dem Verkauf von Anteilen am britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce enthalten. Den Umsatz steigerte der Münchener Konzern, der weltweit rund 106.600 Beschäftigte hat, um fünf Prozent auf knapp 49 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite vor Steuern erhöhte sich auf 8,4 Prozent, nach 7,0 Prozent im Jahr zuvor.
Das Rekordjahr macht sich auch für die Aktionäre bezahlt: Die Dividende soll von 64 auf 70 Cent je Stammaktie steigen. Die Hauptversammlung am 10. Mai soll erneut den Rückkauf von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals genehmigen.
Text: Reuters / AP
Bildmaterial: ddp, REUTERS
„Deutschland ist besser gerüstet als ![]()
Obama will mit Konjunkturprogramm 2,5 Millionen Jobs schaffen
Düsteres Zukunftsbild: Merkel erwartet ein Jahr schlechter Nachrichten
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 4.127,41 | -2,20 |
| TecDax | 432,48 | +0,23 |
| DowJones | 8.046,42 | +6,54 |
| Nasdaq | 1.384,35 | +5,18 |
| STOXX 50 | 2.165,91 | -2,70 |
| Nikkei 225 | 7.910,79 | +2,70 |
| S&P 500 Zert. | 7,72 | -3,26 |
| Euro/Dollar | 1,26 | -0,07 |
| Bund Future | 120,75 | -0,58 |
| Gold | 799,25 | +0,00 |
| Öl | 48,25 | -1,65 |