03. November 2006 Die Commerzbank hat wegen einer Sonderaufstockung der Risikovorsorge und eines niedrigeren Handelsergebnis im dritten Quartal 2006 weniger verdient. Ein über den Erwartungen liegendes Provisionsergebnis sorgte aber dafür, daß die Bank den Konsens der Analysten leicht übertraf.
Von Juli bis September sei unter dem Strich ein Gewinn von 217 Millionen Euro nach 262 Millionen Euro erzielt worden, teilte Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus am Freitag in Frankfurt mit. Belastet wurde das Ergebnis vor allem von einer bereits angekündigten Sonderzuführung zur Risikovorsorge, die dadurch auf 415 (Vorjahr 151) Millionen Euro kletterte.
Höhere Dividende in Aussicht gestellt
18 von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Quartalsüberschuß von 210 Millionen Euro sowie einer Risikovorsorge von 407 Millionen Euro gerechnet.
Ausblickend hieß es, der Vorstand gehe davon aus, daß die Bank 2006 eines der besten Ergebnisse ihrer Geschichte erzielen werde. Man werde die selbstgesteckten Ziele - eine Rendite von mehr als zehn Prozent - voraussichtlich übertreffen. Die Prognose, die Netto-Rendite bereinigt um Sondereffekte bis Ende des Jahrzehnts auf 15 Prozent zu steigern, habe weiter Bestand. Für die ersten neun Monate bezifferte die Bank die Eigenkapitalrendite auf den Konzernüberschuß mit 14,5 (Vorjahr 12,1) Prozent. Wir sind zuversichtlich, unsere Aktionärinnen und Aktionäre am guten Geschäftsergebnis 2006 durch Ausschüttung einer höheren Dividende beteiligen zu können, erklärte die Commerzbank.
Den Zinsüberschuß steigerte die Commerzbank, die seit Anfang Februar die 2005 übernommene Immobilienbank Eurohypo konsolidiert, auf 1,05 (Vorjahr 0,77) Milliarden Euro im Quartal. Der Provisionsüberschuß legte auf 703 (599) Millionen Euro zu, während das Handelsergebnis auf 183 (212) Millionen Euro zurückging.
Text: Reuters
Bildmaterial: FAZ.NET, picture-alliance/ dpa
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