Nach dem angekündigten Stellenabbau

BMW-Chef verteidigt harte Einschnitte

BMW steht unter Druck. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 8.100 Arbeitsplätze wegfallen. „Kurzsichtiges Renditedenken“ kritisieren die Gewerkschaften. In München hat BMW-Chef Norbert Reithofer jetzt die jüngsten Einschnitte verteidigt:

Lesermeinungen zum Beitrag

20. März 2008 10:20

@ Herrn Blogson: So sind die Regeln im Kapitalismus

Paul Rabe (heidelpaul)

Sie haben völlig recht mit ihren Ausführungen. BMW kann gar nicht anders als sich anzustrengen sich an die Märkte anzupassen und die Rendite zu maximieren.
Man kann einem Vorstand nicht den geringsten Vorwurf machen wenn er langjährige und treue Mitarbeiter hinauswirft um den Interessen der Kapitalmärkte zu genügen bzw. sein Unternehmen so vor einer Übernahme zu schützen.

Das ist sein Job ! Macht er es nicht, dann würde er von der Börse bestraft und gekündigt .

Man kann aber Politiker ernsthaft fragen ob das System 'Kapitalismus' noch die richtige Gesellschaftsordnung ist, wenn es dazu führt, daß Manager so auf Kosten der Menschen handeln müssen.

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19. März 2008 14:29

Reithofer

Peter Orth (morriss)

wenn man den Bericht liesst,dann kann man das Kotzen bekommen,hoehere Gewinne und Gehaelter auf Kosten der Arbeitnehmer,hoffentlich bleibt die Gierde der Aktionaere und Managern der reichtum im Hals stecken,auch daran soll man bekanntlich ersticken !!!!!!!!!!!!!
Peter Orth

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18. März 2008 15:44

Was bedeutet 'angemessene' Rendite ? (und wieso weniger als "maximal"?)

Paul Rabe (heidelpaul)

Norbert Reithofer verteidigt einen Stellenabbau mit einer 'angemessenen' Rendite für die Aktionäre.
Würde er das ernst meinen, dann würde ich als Aktinär fordern ihn sofort herauszuwerfen. Denn wieso sollte man sich als Aktionär mit weniger als der "maximal möglichen" Rendite zufrieden geben ? Wie nur 'angemessen' ?

Im Kapitalismus würden Aktionäre eine solche Selbstbeschränkung natürlich sofort bestrafen und das weis Reithofer auch. Seine Rede von 'angemessener' Rendite ist deshalb auch nur ein hilfloser Versuch die unschöne aber kaum zu verbergene Tatsache zu verschleiern, daß ein Stellenabbau bei gleichzeitigen Rekordgewinnen nicht damit zu tun hat 'angemessene' Renditen zu erwirtschaften (was immer das sein mag) sondern schlicht und einfach eben 'maximale' Renditen.

Das kann man keinem Vorstand vorwerfen, so funktioniert eben Kapitalismus.

Aber man kann die Politik daran erinnern das nicht der Kapitalismus wohl aber die Sozialpflichtigkeit des Eigentums im Grundgesetz zu finden ist, man sich also ernsthaft fragen muss ob solch ein System nicht gegen die Grundwerte unserer Gesellschaftsordnung verstößt wenn es so konsequent wie bei BMW exekutiert wird.

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