02. Juli 2008 In Griechenland ist in der Siemens-Schmiergeldaffäre Klage wegen des Verdachts der Bestechung und Geldwäsche erhoben worden. Die Athener Staatsanwaltschaft habe entsprechend ausreichende Beweise unter anderem in Zusammenhang mit der Bereitstellung von Sicherheitssystemen durch den Siemens-Konzern für die Olympischen Spiele 2004 gefunden, berichteten griechische Medien am Mittwoch. Zudem soll es auch Bestechungsvorwürfe im Zusammenhang mit Geschäften mit der griechischen Telefongesellschaft OTE vorgeworfen.
Klage sei gegen jeden Verantwortlichen in dieser Affäre erhoben worden, ohne dass bislang konkret einzelne Personen ausgemacht werden konnten. Jeder der in dem Fall als Verdächtiger bezeichnet wird, muss sich damit automatisch wegen der Anklagepunkte verantworten.
OTE-Mitarbeiter sollen angeblich bestochen worden sein
In den vergangenen Monaten hatten mehrere ehemalige ranghohe griechische Siemens-Mitarbeiter wie auch ehemalige hochrangige Mitarbeiter der griechischen Telekom (OTE) vor der griechischen Justiz ausgesagt. Unter ihnen werden nun die Verantwortlichen für Bestechung und Geldwäsche gesucht.
Siemens soll in den 1990er Jahren zahlreiche Manager und Mitarbeiter von OTE bestochen haben, um bei einem Auftrag in Milliardenhöhe für den Ausbau und die Modernisierung des Telefonnetzes in Griechenland zum Zuge zu kommen und überhöhte Preise zu verlangen.
Text: FAZ.NET
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