Debatte über Nahrungsmittelpreise

„Die Lebensmittel-Lager sind keineswegs leer“

Der schweizerische Pflanzenschutz- und Saatgutkonzern Syngenta sieht noch enorme Möglichkeiten, die Produktivität der Landwirtschaft zu steigern. Dazu müssen aus seiner Sicht aber auch in Europa die Chancen der Gentechnologie genutzt werden. Ein Gespräch mit Vorstandschef Michael Mack.

Lesermeinungen zum Beitrag

22. April 2008 19:53

Zum Thema "Bessere Nutzung von Anbauflächen"

Ulrich Hinderer (tiger_78)

Bei der Debatte um Gentechnik sollte man, neben der Gefahr eines Aufbaus eines Saatgutmonopols durch die unsägliche Idee, genmanipulierte Pflanzen und Tiere als "geistiges Eigentum" schützen zu lassen und damit die Wiederaussaat von selbst erwirtschafteten Samen zu verbieten sowie der völlig ungeklärten Auswirkungen auf die bestehenden Ölosysteme des Planeten, aber auch Tiere und Menschen, die diese Pflanzen als Nahrung zu sich nehmen, auch die Gefahr dass man die Böden ruiniert, mit einbeziehen.

Auch mit gezüchteten ertragreichen Sorten kann man die Böden so weit auslaugen, dass erst mal nichts mehr drauf wächst; wenn nun gezielt manipuliert wird, um diesen "Faux pas" auszugleichen , könnte das verheerende Folgen für die Anbauflächen haben.

Die Praxis von Syngenta, aber auch Monsanto, Pflanzen zurechtzumanipulieren, die gegen Biozide resistent, halte ich auch für fragwürdig.
Gesund sind die sicher nicht, wenn Pflanzen, die man vor ihrer Wrilung schützen will, auf künstlichem Weg "geholfen" werden muss.
Besser würe es, sorten, die resistenter gegen Schädlinge sind, zu züchten - und nicht nur wenige Sorten anzubauen sondern viele. Dann sind bei einer Anfälligkeit einer Sorte die Schäden nicht so groß.

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22. April 2008 18:45

Bitte keine Black-Box-Nahrung!

Marzo Matto (maerzc)

Ich kenne kein Argument dafür, wieso man gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel wirklich braucht, aber es gibt genügend Motive für solche Unternehmen wie Syngenta, die Welt davon abhängig zu machen und daran richtig massiv zu verdienen.
Wenn das alles so unbedenklich ist, wie die Befürworter immer wieder gebetsmühlenhaft beteuern, dann sollen sie darauf auf den Verpackungen der entsprechend "angereicherten" Nahrungsmittel transparent und unmißverständlich hinweisen und dann den Markt, auf den man sich sonst so gerne beruft, entscheiden lassen.
Ich - und m.W. viele andere - wollen jedenfalls keine Black-Box-Nahrung. Basta!
Außerdem: Das Verheizen von Nahrungsmitteln, um sich der einzig sinnvollen Maßnahme, nämlich dem verantwortungsvollen, sparsamen Umgang mit naürlichen Ressourcen, zu entziehen, ist schlicht und einfach abartig. Wieviele hochmotorisierte karren fahren Tag für Tag mit einer Person durch die gegend, weil sich deren Benutzer auf ihre achso wichtige Individualität berufen. Jeder einzelne sollte sich ernsthaft fragen, was er persönlich für diese Welt und die nachfolgenden Generationen tun kann. Jetzt!

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22. April 2008 18:31

Es sind vor allem die Europäer,

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


die, weil sie satt, träge und politisch völlig kreativlos sind, sinnlos Ressourcen verschleudern und immer noch - obwohl es jeder besser wissen sollte - Bargeld an die sog. Dritte Welt verschenken, voran die rote Heidi W.-Z., ein Prachtexemplar entrüsteter Inkompetenz.

Der Syngenta-VV liegt richtig, wenn er große Möglichkeiten sieht, aus den gegenwärtigen Anbauflächen deutlich mehr herauszuholen. Und dabei spielen die Produkte seines Unternehmens nicht einmal die Hauptrolle, vielmehr globalisierte Vernunft und ein schonungsloser Diskurs über die Unmengen an Fehlern, die bei allen Beteiligten aus den unterschiedlichsten Partikularinteressen heraus ständig begangen werden.

Aber welcher Politiker will schon zugeben, daß fast alles, was er bislang als Lösung angepriesen hat, bestenfalls der Mist gewesen ist, auf dem sich am rechten Ort manches hätte entfalten können.

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