Vor den Oster-Erhöhungen

Benzinmarkt im Fokus des Kartellamts

Kurz vor den Osterferien bewegen sich die Spritpreise in der Nähe neuer Rekordstände. Immer wieder gibt es Spekulationen, wonach die Ölkonzerne ihre Preise absprechen. Hinweise darauf hat das zuständige Bundeskartellamt nicht. Allerdings schaut die Behörde künftig bei den Konzernen genauer hin.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. März 2008 15:30

Nachtrag

Christoph Jahnz (scu84)

Ich bitte zu entschuldigen, dass ich nicht in meinem vorigen Beitrag diese Statistik ausgegraben habe...

Preise im EU- Vergleich:
Preis am 17. 12. 2007 für 1000l Euro- Super 95

485,42 Euro, also 0,48542 Euro/Liter

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
13. März 2008 15:12

Benzinpreis

Christoph Jahnz (scu84)

Viele vergessen, wie teuer Benzin in Deutschland wirklich ist. Der Nettopreis für Super beträgt etwa 0,53 €, Deutschland ist sogar unterhalb des EU-Durchschnittspreises. der Rest zu den 1,43€ sind Steuern. Um das mal zu verdeutlichen: Steigt der Preis für Superbenzin um 1 Cent, so steigt der Preis letztendlich um ca. 3 Cent an der Zapfsäule.
Ich finde zwar den hohen Spritpreis ebenfalls als unangenehm, aber für 0,53 Cent/L wird Rohöl gefördert, in Raffinerien verarbeitet, mit Tankern transportiert, von großen Zentrallagern zu den Tankstellen transportiert und dort verkauft. Das das nicht umsonst ist, ist wohl klar.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
13. März 2008 11:34

Wieso die Aufregung?

Stefan Sieber (schoener-laufen)

Mobilität ist Luxus! Und die Energiepreise werden an der Börse gemacht!
Letztlich verdanken wir die Preise doch einer verfehlten Wirtschaftspolitik - nicht nur national, sondern EWG weit, die der Wirtschaft selbst heute noch viel zu wenig Auflagen zur Entwicklung und Vermarktung energieeffizienter und sparsamer Produkte macht. Wobei die staatliche Förderung der Forschung auf diesem Gebiet minimal ist - und die Subventionspolitik der Zeit und Technik enorm hinterherhinkt. (Man könnte in der Tat auf die Idee kommen, wie einige Vorkommentatoren bemerkten, der Staat hat aus monetären Gründen kein Interesse daran.)

Also ändert sich nix und die Preise steigen weiter. Einziger Trost ist das aufkommende Schmunzeln wenn der Ami beginnt sich darüber aufzuregen, dass die Galone an der Tankstelle plötzlich so teuer geworden ist, dass er sich seinen Pkw mit 30Liter Durchschnittsverbrauch nicht mehr leisten kann.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
13. März 2008 08:34

Sparen bis zur Grenze - irgendwo ist Schluss

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Es ist doch, unbeachtet der hohen Staatsbeteiligung an Mineralölkonzernen (ARAL), nur der Wunsch (!) der Regierung, den Energiepreis hoch zu halten, und weiter die zum "Verbrennen" benötigten Steuern zu bekommen (Froschbrücken, Moscheenbau-Subvention...).
Nur der u.a. Vergleich mit den Hotel-Zimmern funktioniert GAR NICHT.
Ein Hotelzimmer MUSS ich nicht mieten.
Zur Arbeit muss ich fahren (ich freu' mich, dass ich zu der Minderheit gehöre, die einen Arbeitsplatz hat) - und man glaube mir, dass ich die Möglichkeiten des ÖPNV ausgeschöpft habe. So werden ca. 20.000 km/Jahr als Arbeitsweg zurückgelegt. Ich kann auch die Wohnzimmertemperatur mit einem Pullover auf 17-18°C senken (was wir machen) und in 1:45 min bin ich sauber geduscht. Aber irgendwo ist eine glatte Grenze zu ziehen beim Sparpotential.
Gerade beim Einsparen des Kraftstoffes sieht man deutlich die Sekundärauswirkungen. Der deutschen Gastronomie ging es bereits vor dem Rauchverbot schlecht-es wird halt immer weniger zu einem Restaurant gefahren.
Eine kürzlich in der FAZ veröffentlichte Meldung ergab, dass viele Junge Menschen ihre Freunde nur noch per Internet kennen... Natürlich! Der Berufsanfänger fährt nicht "mal eben zum Kumpel " an das andere Ende der Stadt.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
13. März 2008 07:16

Fragwürdiger Vergleich mit Hotelpreisen

Helmut Heckner (hecknerh)

Unser gut bezahltes und ausgestattetes Kartallamt hat nun nach einer langen Zeit der Unwissenheit tatsächlich festgestellt, wer den deutschen Mineralölmarkt beherrscht. Als ob wir das nicht schon vorher gewußt hätten!
Der Vergleich mit den nachfragebedingten Hotelpreisen ist mir jedoch ein wenig zu einfach. Wenn dem wirklich so wäre, dann habe ich die Sonderangebote der Tankstellen zu verkehrsschwachen Zeiten bisher übersehen.
Eine Angebotsteuerung funktioniert bei einem Hotel nur über den Preis. Bei Mineralöl gibt es jedoch eine ganze Reihe weiterer intelligenter Möglichkeiten. Vielleicht zeigt das Kartallamt doch noch ein wenig mehr Courage!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
13. März 2008 05:46

Wunderbar

heinz peter (pitiplatsch)

ich schaue ebenfalls hin, aber mit welchem Gefühl ? mit dem Gefühl von der Regierung beschisen zu werden wie jedes Jahr. Diese unfähige Regierung sagt schon seit Jahren sie wolle etwas gegen diese Abzocke machen aber was ? sie unterstützt diese Mafia noch mit Milliarden das tut die Merkel und ihr unfähiger Haufen in Berlin sonst nichts.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
13. März 2008 01:56

Es gibt nur zwei Möglichkeiten

Michael Menzel (Galenos)


Die seit Jahren, nein, Jahrzehnten übliche Absprache und parallele Anhebung der Treibstoffpreise vor Feiertagen und Ferienzeiten ist so offensichtlich, daß entweder

die Mitarbeiter der Kartellämter verblödet sein müssen
oder
daß jede Erhöhung vom Fiskus nicht nur gedeckt, sondern gefordert wird.

Korruption kann man ausschließen, weil das nicht über so viele Jahre zu verheimlichen gewesen wäre.

Im übrigen ist wie schon ein Vorredner beschrieben hat die staatlich verordnete "Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis" der reine Wahnsinn, weil dadurch die Normalverdiener und vor allem Geringverdiener ungeheuer belastet werden. Wann hört das endlich auf? Gibt es keine Politiker mehr, die für die Menschen, die sie gewählt haben, da sind?

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
13. März 2008 00:27

"geile" Benzinpreise

Faruk Yalcin Dinc (fereli)

Die explodierende Kraftstoffpreise sind ein grandioses Beispiel für die zügellose Geldgeilheit der Konzerne. Da der Staat dabei kräftig mitverdient und nicht weniger geldgeil ist, freut er sich heimlich über diese Entwicklung.. Da es dem Normalverbraucher nichts anders übrig bleibt, an allen Ecken Enden zu sparen, wird er seit langem über Werbeslogans zusätzlich motiviert: "Geiz ist geil" heißt es für die Masse. Aber wie gesagt für Konzerne und der Staat gilt das Gegenteil. "Geld ist geil" heißt für die obere Klasse.. Steigen die Benzinpreise weiter, so wird auch die Geilheit an allen Fronten zunehmen .. Was für ein geiles Land sind wir geworden!.. Hier ist kein Platz mehr für Romantiker, Dichter und Denker. Wo man hinquckt, geile Typen.. Manche (die in Anzügen) auf Geld manche (die in Jeans) auf Geiz.. So lassen sich die explodierende Benzinpreise mit einem éinzigen Wort kommentieren "geil"...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
13. März 2008 00:20

Der Markt regelt doch alles von selbst -- wofür ein Kartellamt?

Detlef Esser (Detlef_Esser)

Das, Herr Sinn, würde ich gerne inklusive der von Ihnen zu verhaßten Logik erklärt wissen, von Ihnen.

Wofür auch Gesetze? Regelt doch alles der Markt... Komisch nur, daß es 'trotzdem' Menschenschieber, Kinderpornoproduzenten und eben Kraftstoffpreiskartelle gibt.

Seltsames System, der Kapitalismus, seltsam...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
12. März 2008 22:39

Kartellamt

Viktor Laslo (UngarnZidane)

Mich würde mal interessieren wieviele Tankgutscheine die Mitarbeiter vom Kartellamt kriegen, damit sie keine Preisabsprachen merken. Irgendwie merkt es jeder schon nur die Leute da nicht.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
12. März 2008 19:19

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich totlachen!

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Man fragt sich wirklich, wofür ein solches Feigenblatt wie das Kartellamt überhaupt gebraucht wird. Der erste Punkt, der unverzüglich abgestellt werden müsste, ist die Verbindung von Gas- und Ölpreis. Alle Argumente für diesen Unfug sind lächerlich, denn hier werden zwei ohne Frage konkurrierende Produkte einfach so fest miteinander verkoppelt, daß genau dieser Wettbewerb nicht mehr existiert und keiner will es merken. Preisabsprachen im Mineralölmarkt sind völlig überflüssig, weil die Medien und die Politik den Mineralölfirmen dieses Problem abnehmen. Beinahe täglich werden in den Medien Meldungen über angebliche Gründe für eine Verknappung der Produkte veröffentlicht. Das allermeiste, was man dort liest und hört dient lediglich dazu die Preise weiter anzuheizen. Wenn alles richtig wäre, was man über steigende Rohölpreise und Gaspreise hört, dann stellt sich doch unverzüglich die Frage woher die exorbitanten Gewinne dieser Firmen kommen. Aber das Kartellamt stellt alles unter Beobachtung, um uns dann schlußendlich mitzuteilen, daß alles in Ordnung ist.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 11 von 11 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche