20. Juni 2008 Die große Mehrheit der Bundesbürger hat zur Zeit wenig Vertrauen in deutsche Unternehmen. Bei einer Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) sagten 72 Prozent der Befragten, für sie hätten die deutschen Unternehmen in der letzten Zeit grundsätzlich an Vertrauen verloren. Das dürfte PwC zufolge auch mit den Negativschlagzeilen für viele Unternehmen in der Vergangenheit zusammenhängen.
Gleichwohl stellt PwC-Markenexpertin Jutta Menninger zum Thema Vertrauensverlust fest: Unternehmen mit einer starken Marke können dies allerdings auch schnell wieder kompensieren. So landet beispielsweise Volkswagen - seit Jahren wegen des Skandals um Betriebsratsspesen in den Schlagzeilen - auf Platz 2 hinter Daimler auf der Beliebtheitsskala der Deutschen. Der von einem Korruptionsskandal erschütterte Siemens-Konzern schaffte es auf den vierten Rang unter den deutschen Unternehmen.
Am liebsten mag der Deutsche seine Autofirmen
Auf dem dritten Rang hinter Daimler und VW landete BMW. Damit schätzen die Bundesbürger ihre Autofirmen am meisten. Die Technik- und Autovorliebe der Deutschen ist auch auf den weiteren Plätzen offensichtlich: Hinter dem viertplatzierten Siemens-Konzern folgen Audi, Porsche und Bosch. Auf Platz 8 steht die Discountkette Aldi, dann kommt die Telekom und schließlich Thyssen-Krupp.
Unter ausländischen Konzernen hat es der Softwaregigant Microsoft auf Rang 1 geschafft. Es folgen Sony, Toyota, McDonald's und Coca-Cola. Der erste europäische Konzern in dieser Liste ist das Möbelunternehmen Ikea auf Platz 6, vor Nokia, Renault, Honda und Panasonic. Dass Microsoft am besten abschneidet, hat der Konzern Schülern und Jüngeren zu verdanken, wie PwC weiter berichtet. In der Gruppe der 14- bis 29-jährigen und Schüler nennt jeder Zehnte Microsoft als sein beliebtestes ausländisches Unternehmen. Für die Untersuchung wurden 1.003 repräsentativ ausgewählte Bürger befragt.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP
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