03. November 2005 Die Commerzbank hat im dritten Quartal 2005 vor allem dank eines stark verbesserten Handelsergebnisses einen hohen Gewinn erzielt und die Markterwartungen klar übertroffen.
Unter dem Strich habe die drittgrößte börsennotierte Bank Deutschlands im Zeitraum Juli bis September 262 Millionen Euro verdient, teilte das Frankfurter Institut am Donnerstag mit. Im Vorjahr hatte die Commerzbank wegen hoher Kosten für die Verschlankung des Investmentbankings noch einen Verlust von 216 Millionen Euro ausgewiesen. Von Reuters befragte Analysten hatten den Gewinn im abgelaufenen Quartal im Schnitt auf 224 Millionen Euro geschätzt. Mit der Deutschen Bank kann die Commerzbank allerdings bei weitem nicht mithalten: Der Branchenprimus verdiente im dritten Quartal knapp eine Milliarde Euro.
Erhöhung der Dividende angedeutet
In den Vorjahren hatte die Commerzbank ihre Ziele stets klar verfehlt. Im Geschäftsbericht betonte der Vorstand diesmal jedoch: Unsere Ziele für 2005 werden wir voraussichtlich übertreffen. Zudem deutete das Management eine höhere Dividende an.
Die Commerzbank sprach von einem der besten Ergebnisse in einem dritten Quartal, das für gewöhnlich wegen des flauen Handels in den Sommermonaten meist zu den schwächsten gehört. In diesem Jahr entwickelte sich die Börse aber außerordentlich gut. Das Dax-Unternehmen profitierte davon mit einem hohen Gewinn im Handel von 217 Millionen Euro, nach einem Minus von neun Millionen im Vorjahr. Die Risikovorsorge für faule Kredite fiel auf 151 (Vorjahr: 199) Millionen Euro. Fortschritte machte die Bank zudem im Zins- und Provisionsgeschäft: Der Zinsüberschuß erhöhte sich auf 771 (719) Millionen Euro, der Provisionsüberschuß auf 599 (526) Millionen. Die Kosten blieben in etwa stabil.
Eigenkapitalrendite bei zwölf Prozent
Nach den ersten neun Monaten kam die Commerzbank auf eine um Sondererlöse bereinigte und auf das Gesamtjahr hochgerechnete Eigenkapitalrendite von gut zwölf Prozent. Bankchef Klaus-Peter Müller hat den Anlegern für 2005 eine Rendite von acht Prozent nach Steuern versprochen, 2006 sollen es dann zehn Prozent sein.
An der Börse legten die Aktien der Commerzbank um knapp zwei Prozent auf 22,84 Euro zu und gehörten damit zu den größten Kursgewinnern im Dax. Positiv sei, daß die Bank beim Ausblick einen zuversichtlicheren Ton anschlage, sagte Analyst Thomas Rothäusler von Sal. Oppenheim.
Text: FAZ.NET mit Material von Reuters
Bildmaterial: FAZ.NET
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 5.488,25 | +0,13% |
| TecDAX | 760,79 | +1,47% |
| MDAX | 7.227,05 | +2,01% |
| SDAX | 3.496,46 | +0,90% |
| REX | 372,98 | +0,08% |
| Eurostoxx 50 | 2.860,11 | +2,36% |
| Dow Jones | 10.181,50 | +1,58% |
| Nasdaq 100 | 1.760,69 | +1,73% |
| S&P500 | 1.069,30 | +0,25% |
| Nikkei225 | 9.808,99 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,4992 | +0,80% |
| Rohöl Brent Crude | 78,21 $ | +2,28% |
| Gold | 1.096,75 $ | 0,00% |
| Bund Future | 121,31 € | +0,38% |