29. April 2008 Trotz einer Gewinndelle im ersten Quartal hat BMW seine Jahresprognose bekräftigt. Wegen der Krise auf dem amerikanischen Markt musste der Autohersteller seine Risikovorsorge kräftig erhöhen, der Quartalsüberschuss fiel deshalb um 17 Prozent auf 487 Millionen Euro. BMW steuere dieses Jahr aber weiterhin auf einen Absatzrekord zu und wolle das bereinigte Vorjahresergebnis von 3,8 Milliarden Euro vor Steuern übertreffen, betonte Vorstandschef Norbert Reithofer am Dienstag in München. Ein weiterer Stellenabbau sei nicht geplant.
Der Preisverfall bei Gebrauchtwagen in den Vereinigten Staaten, dem größten Markt für BMW, habe sich von Januar bis März rasant beschleunigt, erklärte Finanzchef Michael Ganal. Deshalb seien die Erlöse für zurückgegebene Leasingfahrzeuge deutlich gesunken. Zugleich nähmen die Zahlungsverzögerungen und Ausfälle bei Autokäufen auf Kredit zu. Deshalb stockte BMW seine Risikovorsorge für das gesamte Jahr auf 236 Millionen Euro auf. Die Summe sei wahrscheinlich ausreichend, weil sich der Gebrauchtwagenmarkt im Jahresverlauf erholen dürfte, erklärte Ganal.
Absatz legt kräftig zu
Der laufende Abbau der 8.100 Arbeitsstellen vor allem in Deutschland schlug im ersten Quartal als Sonderbelastung mit 40 Millionen Euro zu Buche. Bis Jahresende werde der Stellenabbau einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag kosten, sagte Ganal. Wir machen gute Fortschritte beim angestrebten Personalabbau, sagte Reithofer, wies aber Spekulationen auf weitere Stellenstreichungen zurück: Dafür gibt es keine Pläne und schon gar keine Beschlüsse, sagte er. Wir stehen zu den 8.100.
Der Absatz von BMW, Minis und Rolls-Royces stieg im ersten Quartal um 5,6 Prozent auf den Rekordwert von 351.800 verkauften Neuwagen. Im April habe der Absatz noch stärker zugelegt, sagte Reithofer. Der Konzernumsatz kletterte im ersten Quartal um 11,2 Prozent auf 13,285 Milliarden Euro. Dagegen sank das operative Ergebnis (Ebit) um 9,3 Prozent auf 827 Millionen Euro. Das Ergebnis der Finanzdienste, die jeden zweiten BMW-Kauf finanzieren, halbierte sich.
Dollar besser abgesichert
Die Belastung durch den schwachen Dollar habe BMW dagegen in den Griff bekommen: Sie werde im laufenden Jahr unter 400 Millionen Euro sinken, sagte Ganal. Mit dem Stellenabbau in Deutschland, mehr Zulieferungen aus Übersee und dem Ausbau der Produktionskapazitäten in den Vereinigten Staaten und China mache sich BMW langfristig unabhängiger von Währungsschwankungen.
Die Finanzkrise in den USA birgt auch für unsere Geschäftsentwicklung Risiken, sagte Reithofer. Aber BMW werde den Absatz mit umweltfreundlichen Dieselmotoren sowie neuen Modellen wie dem 1er Cabrio, dem X6 Geländecoupé, neuen Minis und der einen oder anderen Überraschung ankurbeln. Wir sind und bleiben stark im Markt, sagte der BMW-Chef und bekräftigte trotz der Herausforderungen seine Prognose: Wir streben im laufenden Jahr unverändert ein Konzernergebnis vor Steuern über dem Wert des Vorjahres an - bereinigt um den Sondereffekt aus der Rolls-Royce-Umtauschanleihe im Jahr 2007, sagte Reithofer. Der Aktienkurs legte nach Vorlage der Zwischenbilanz leicht zu.
Text: Reuters
Bildmaterial: ddp
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| Name | Punkte | Prozent |
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| Dax | 6.385,22 | -0,86 |
| TecDax | 722,77 | +0,16 |
| DowJones | 11.349,28 | -2,43 |
| Nasdaq | 2.280,11 | -1,97 |
| STOXX 50 | 3.324,46 | -0,90 |
| Nikkei 225 | 13.334,76 | -1,97 |
| Euro/Dollar | 1,57 | +0,12 |
| Bund Future | 111,19 | +0,23 |
| Gold | 930,30 | +0,28 |
| Öl | 124,98 | -1,22 |
