11. März 2008 Der europäische Flugzeug- und Rüstungskonzern EADS ist im vergangenen Jahr wegen tiefroter Zahlen seiner Tochter Airbus in die Verlustzone gerutscht. Der Nettoverlust betrage 446 Millionen Euro nach einem kleinen Gewinn von 99 Millionen Euro im Jahr zuvor, teilte EADS am Dienstag in Paris mit. Der Verlust fiel damit noch höher aus als von Analysten erwartet.
Als Gründe für das Jahresergebnis nannte der Konzern Verzögerungen beim Militärtransporter A400M, Kosten für das Umstrukturierungsprogramm Power 8 und den neuen Langstreckenflieger A350 sowie die Dollarschwäche. 2007 war ein hartes Jahr und stellte uns vor große Herausforderungen, erklärte EADS-Chef Louis Gallois. Wir sind gut vorangekommen, aber wir wollen das volle Vertrauen unserer Investoren und Kunden zurückgewinnen und dabei liegt noch viel Arbeit vor uns.
Für das vierte Quartal wies EADS einen Nettogewinn von 259 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust von 768
Millionen angefallen. Im Schlussquartal wirkte es sich für die EADS-Bilanz positiv aus, dass die Belastungen aufgrund der Verzögerungen beim Großraumflugzeug A380 deutlich geringer ausfielen. Der erste Superjumbo konnte im Oktober an die Singapore Airlines ausgeliefert werden. Der von Oktober bis Dezember erzielte Gewinn reichte aber nicht aus, um die roten Zahlen im Gesamtjahr auszugleichen.
Dividende als Zeichen der Zuversicht
Der Konzern will eine Dividende in Höhe der Vorjahresausschüttung von zwölf Cent je Aktie zahlen. Eine Dividende auszuschütten - wenn auch in begrenztem Maße und trotz eines Verlustes - ist mehr als eine Anerkennung für die Loyalität der Aktionäre: Es ist ein deutliches Zeichen der Zuversicht für die kommenden Jahre - trotz aller vor uns liegenden Herausforderungen, sagte EADS-Finanzvorstand Hans Peter Ring.
Für 2008 erwartet EADS bei über 40 Milliarden Euro Umsatz einen operativen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro. 2007 setzte der Konzern mit rund 39 Milliarden Euro in etwa so viel um wie 2006, verdiente dabei operativ aber nur 52 Millionen Euro nach 399 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Im vierten Quartal machte EADS jedoch unter dem Strich einen Gewinn, nachdem im Jahr zuvor noch ein hoher Verlust zu Buche gestanden hatte.
Besonders viel Sorgen macht EADS der hohe Eurokurs. Airbus produziert seine Flugzeuge im Euroraum, verkauft sie aber traditionell in Dollar. Das belastete Airbus im vergangenen Jahr mit rund einer Milliarde Euro. Deshalb und wegen der hohen Kosten für die verspätete Auslieferung des Großraumfliegers A380, der Verzögerung bei der Entwicklung des Militärtransporters A400M und des neuen Modells A350 legte EADS im vergangenen Jahr ein Sparprogramm auf.
Die Entwicklungsprogramme seien nicht frei von Risiken, hieß es. Eine wesentliche Verschlechterung sei aber nicht zu erwarten. Bei der Währung legte EADS der Prognose für 2008 einen Eurokurs von 1,45 Dollar zugrunde. Derzeit kostet ein Euro 1,53 Dollar.
Text: Reuters, AP
Bildmaterial: dpa
Konjunkturprognosen sind besser als ein ![]()
Liechtenstein-Affäre: Für Selbstanzeige noch immer nicht zu spät“
Keiner produziert mehr Autokennzeichen als er
Reaktionen auf die Entscheidung: Untergang am Samstag um 15.30 Uhr
Kartellrechtsforscher kritisieren Entscheidung zur Bundesligavermarktung
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.440,70 | -1,46 |
| TecDax | 721,58 | -3,36 |
| DowJones | 11.349,28 | -2,43 |
| Nasdaq | 2.280,11 | -1,97 |
| STOXX 50 | 3.354,58 | -0,97 |
| Nikkei 225 | 13.603,31 | +2,18 |
| Euro/Dollar | 1,57 | -0,02 |
| Bund Future | 110,94 | +0,75 |
| Gold | 927,10 | +0,59 |
| Öl | 124,98 | -1,22 |
