
Was hilft ein Elektroauto, wenn die Ökomarxisten uns völlig überteuerten Wind- und Güllestrom aufoktroyieren. Umwelttechnisch wie volkswirtschaftlich ist eine subventionierte Einführung von Elektromobilen in Verbindung mit massiver Ausweitung der Atomkraft unabdingbar. Bei vernünftiger Steuerung könnte so auch mit DEUTLICH verbilligtem Strom in der Übergangszeit zugeheizt werden und somit die Diskussion über die Öfen und Kamine überflüssig machen...

Auch der Wasserstoff wird hauptsaechlich durch Elektrolyse gewonnen, also Spaltung mittels Strom. In dieser Hinsicht ist der Wasserstoff der Batterie also nicht ueberlegen. In jedem Fall (Batterie oder Wasserstoff) koennte man endlich die Kraftwerke auch nachts vernuenftig auslasten. Auch die unbestaendigen Solar, Wind etc. koennten hier einen vernuenftigen Beitrag leisten.

Das "Hydrogenauto" ist genauso wenig emissionsfrei wie das Elektroauto auch. Der Wasserstoff muss ebenfalls hergestellt werden, wohl aus regenerativem Strom, ineffizient noch dazu. Diesen regenerativen Strom gibt es schon heute und ist besser genutzt, wenn ein Elektroauto direkt damit geladen wird. Ich weiss nicht, wo diese Fehlinformationen dauernd herkommen, dass der "Strom aus der Steckdose" immer schmutzig und das Wasserstoffauto immer sauber sein soll. Da hat wohl das Greenwashing der PR-Abteilungen diverser Lobbyfirmen unter den technischen Laien schon für mächtige Verschiebungsleistungen gesorgt. Im Übrigen ist ein Brennstoffzellenfahrzeug auch ein Elektroauto. Es bezieht seine Energie eben nicht direkt aus dem Stromnetz, sondern über den Umweg Wasserstoff. An diesem Unsinn mit katastrophaler energetischer Effizienz verdient leider nur der Linde-Konzern.

das Hydrogenauto hat eine schlechtere Energiebilanz als das Batterieauto. Wasserstoff wird letztlich aus Strom (Naturgas ist ja wieder endlich und fossil) gewonnen. Der Weg vom Strom über die Batterie zu den Rädern ist wesentlich effizienter als über Wasserstoff und die Brennstoffzelle. Die Kraftwerkfrage ist sogar eine große Chance für das Elektroauto: Es kann hauptsächlich nachts geladen werden und trägt zu einer besseren Auslastung bei. Dänemark hat das erkannt - da das wieder hervorragend zu Windkraftanlagen passt, die Nachts am meisten Strom erzeugen (den oft niemand braucht) haben sie sich für das Elektroautokonzept "Project Better Place" entschieden. ( http://projectbetterplace.com/ ) Aber sogar wenn Autos mit Strom aus Kohlekraftwerken fahren, ist die Ökobilanz besser als bei "Crude-Oil"-Benzin. Wird das Benzin aus Ölsanden gewonnen, ist der Vorteil des Elektroautos noch größer, gegenüber CTL (CoalToLiquid) sowieso. Wens genau interessiert, hier eine wirklich gute Gesamtübersicht: http://assets.panda.org/downloads/plugged_in_full_report___final.pdf

Gibt es verlässliche Quellen für diesen Entwicklungsstand oder nur einige ephemistische Pressemappen? Diese Freizügigkeit über Details von einem Fahrzeug das in zwei Jahren kommt, stimmt nachdenklich ob dieses Projekt sich wirklich auf diesem Stadium befindet.

Elektroautos entkoppeln das Antriebsprinzip vom Primärnergieträger und sind allein deshalb eine kluge Strategie gegen die Energiepreiskrise. Da der Stadtverkehr für Verbrennungsmotoren der ungünstigste Fall ist, bewirken Elektroautos hier besonders positive Effizienzeffekte. Zudem sind sie lokal emissionsfrei. Rein rechnerisch könnte man z.B. mit dem in Brandenburg erzeugten Windstrom (täglich 3,3 Mio kWh) rund 200.000 Elektroautos in der sog. Berliner "Umweltzone" versorgen, die damit täglich 100km zurücklegen könnten und dabei 15kWh verbrauchen. Das wäre doch eine sportliche Antwort auf das mutige Project Better Place von Shai Agassie :-))

Es bleibt zu hoffen, dass nicht ein Wechsel im Management oder verstärkter Einfluss der Öllobby auf den letzten Metern doch wieder zum Stopp dieses Projekts führt. Batteriebetrieben Autos und - für den Übergang - Plug-In-Hybride sind der einzige richtige Weg. Hoffentlich kommt der Wagen auch schnell nach Europa, bzw. der Opel Flextreme schnell auf den Markt.