
Es kommt mir doch ziemlich bekannt vor, es geht uns (Opel) ja eigentlich nicht schlecht, wenn die Amerikaner nicht wären usw. Hallo! Wer glaubt solche Äußerungen noch? Deutsche Steuergelder sollten nicht dafür eingesetzt werden. Wenn GM stirbt, kommt Opel ja wohl von den ungeliebten Amerikanern los. Aber es ist ja auch Wahlkampf in Hessen, also werden dort gleich mehrere Retter antreten und nichts tun Politiker lieber! "Liebe Holzmänner!", Sie erinnern sich noch? Mancher Preis ist einfach zu hoch, als das man ihn bezahlen sollte. Am Ende werden die betroffenen Bundesländer den Hut rumgehen lassen, in Berlin anklopfen, die BILD-Zeitung wir titeln "Lassen sie Opel sterben?" und das Geld wird gezahlt. Wetten?

Es ist die einzig denkbare und akzeptable Lösung im Falle einer staatlichen Unterstützung für Opel: Opel muss von GM unabhängig bzw. getrennt werden, die staatliche (unsere!) Unterstützung sollte zu einer (vorübergehenden) Staatsbeteiligung führen - nur so kann die (im Grunde profitable) Opel AG(!) in ruhigere Bahnen gelenkt und Arbeitsplätze erhalten werden. Eine quasi 'indirekte' staatliche Unterstützung darf es für die inzwischen pleite GM (vgl. Deutsche Bank!) nicht geben.

sollte man zuerst einmal alle Verpflichtungen für die Zukunft und einen vernünftigen Cashflow offenlegen. Im Moment reden alle nur mit einem Bauchgefühl, oder mit sozialistischer Betrachtung (HeidePaul). Eine freie Marktwirtschaft wird sich nur dann regulieren, wenn man von der Politik nur steuernd eingreift. Eine Übernahme eines solchen Konzerns in die Politik entspricht dem Denken der ex DDR und sollte sich hier nicht breit machen. Flankierende Maßnahmen wie eine Bürgschaft sind sicher hilfreich, aber auch nur wenn alle Fakten offen auf dem Tisch liegen. Eine gewisse Marktbereinigung von Produkten, die heute schon nur als Verdrängungswettbewerb anzusehen ist, könnte andere Firmen stabilisieren und von daher wäre sicher von Vorteil wenn sich, bei einer Abtrennung von GM USA, einige Firmen zusammenschließen würden um dann auch den Markt nicht immer nur den Japanern zu überlassen, sondern mit Marktstärke und neuen innovativen Produkten den heimischen (Europa) Markt zu bedienen. Dazu gehören dann aber auch Entwicklungen für neue Motoren andere Energien ( Hybrid; Wasserstoff uam.), die sich am besten in Europa / Deutschland entwickeln lassen. Aber den Mut müssen dann schon die Manager in Deutschalnd aufbringen.

...wenn sie endlich aus GM herausgelöst werden würden und entweder eigenständig oder im Zusammenschluss mit einem anderen dt. Autobauer weiter am Markt agieren. Jahrzehntelange Lenkung durch GM und seine völlig am europäischen Bedarf vorbeigehende Modellplanungen hinterlassen schwerste Konsequenzen. Vielleicht findet Opel mit einer Insolvenz von GM endlich wieder in seine Rolle zurück, als einer der besten und innovativsten dt. Autobauer. Dem Konzern und seinen Beschäftigen wünsche ich das sehr.

In einem anderen Artikel wurde berichtet, daß GM an Opel täglich eine Million Euro überweist, um die Liquidität von Opel zu erhalten. Es ist also keineswegs so, daß ein böser amerikanischer Konzern die gesunde deutsche Tochter mit in den Abgrund reißt, sondern der ganze Konzern ist marode. Es hilft auch nichts, zu klären, wer "schuld" ist (bei uns grundsätzlich immer die Amerikaner), sondern es sollte, wenn man Opel weitgehend erhalten will, genau das in Angriff genommen werden. Das bedeutet, nach Interessenten für Opel nach dem eventuell bevorstehenden GM-Konkurs zu suchen. Wird GM in den USA nochmal vom Staat "gerettet", steht Opel vielleicht trotzdem zum Verkauf, denn staatliche Hilfe in den USA wird wohl an das Abwerfen von Ballast gekoppelt sein. Dafür sollte man bereit sein statt Steuergelder in ein Faß ohne Boden zu versenken.

Wenn Opel in die Insolvenz geht, dann muss der Steuerzahler viele Milliarden für H4 aufwenden, denn das würde eine ganze Kettenreaktion von Insolvenzen und Massenarbeitslosigkeit in der Zulieferkette auslösen. Diese Milliarden wären besser angelegt wenn man Opel kurzfristig verstaatlicht und in wenigen Jahren mit sehr wahrscheinlich deutlichem Gewinn wieder verkauft. Der Steuerzahler steht also, gerechnet über 10 Jahre, vor der Wahl jetzt kurzfristig zu investieren und langfristig viel Geld zu verdienen, oder kurzfristig knausrig zu sein aber dafür jahrelang Arbeitslosigkeit zu finanzieren.

Schöne verkehrte Welt: Nicht mehr die Manager tragen irgendein geartetes Risiko, nein sie lassen sich sogar noch mit Boni und Abfindungen jegliches Missmanagement versüßen - sondern es sind längst die Mitarbeiter und mittlerweile auch die Steuerzahler. Jetzt sind also die Opelander bedroht: Sie sollen mit Mehrarbeit und Gehaltsverzicht das ausbügeln, was durch irrsinnige Entscheidungen im amerikanischen Mutterhaus verbockt wurde. Und im Zweifel 'haften' sie dann mit ihrem Arbeitsplatz, den zu verlieren ihnen vermutlich um einiges mehr weh tun wird als den Herrn GM-Oberen. Ach, und wenn das alles nicht reicht, muss auch noch der Steuerzahler ein wenig bluten. Der darf 'Bürgschaften' abgeben, aber bloß nicht in die Geschäftspolitik hinein reden! Der darf zahlen, aber im Gegenzug dafür um Gottes Willen keine Unternehmensanteile übernehmen! Ja, ein prima Wirtschafts- und Finanzsystem, welches sich da die oberen Zehntausenden in den letzten Jahrzehnten heran gezüchtet haben: Die Gewinne für sie, das Risiko für die Arbeitnehmer. Wie weit eigentlich sind wir damit noch von den Prinzipien des Feudalismus entfernt?

denn GM geht den Bach runter, und wenn Opel allein zu klein, dann muss es an eine andere Autofirma angeglieder/verkauft werden. An wen? Renault, Peugeot oder Fiat. Es muss gehandelt werden...

Sieht wirklich nicht gut aus, wenn GM seit 2005 bereits die Tochter "Delphi" unter Gläubigerschutz in den USA stellen läßt. Also kann man sagen: "Seit 2005 ist GM und die Gruppe in erheblichen hausgemachten Schwierigkeiten. Das sollten unsere staatlichen Geldgeber einmal bedenken, nicht dass es dann so wie bei NOKIA, in den drei Standorten von Opel, in Deutschland kommt, Geld und Arbeitsplätze weg!"