
Sozialismus statt Marktwirtschaft
Offensichtlich ist der Sozialismus in D bereits weiter vorangeschritten als bisher angenommen. Denn die Politheuschrecken bemühen immer die soziale Verpflichtung der Eigentümer, wenn es zu ihren Gunsten ist. Ansonsten werden die Eigentümer zwischenzeitlich offensichtlich eiskalt enteignet. Dies ist Sozialismus und hat mit sozialer Marktwirtschaft nichts mehr zu tun.
Aber man sieht es auch an den Agitationen gegen Nokia. WestLB, SachsenLB, IKB und wie alle Politikerdebakel heißen, kehrt man mit Milliarden Steuergelder unter den Tisch. Weshalb soll da Nokia wegen 40 Mio.€ in D bleiben?

José Ignacio López de Arriortúa heißt ja wohl das Erfolgsrezept, das der damalige VW-Vorstand Ferdinand Piech (und Porsche-Mitbesitzer) für den kränkelnden und siechen VW-Konzern 1993 verordnet hat.
Bei VW soll sich ein korruptes Einkaufssystem etabliert haben, dem Lopez mit harter Hand ein Ende bereitete. Eine Menge der Einkäufer - so munkelte man - soll VW-Aufträge nur gegen Bares an Zulieferer vergeben haben.
Der Piech/Lopez-Effekt scheint VW-intern wohl so gefürchtet zu sein, dass man sich mit aller Macht gegen die möglichen Einflüsse der schwäbischen Sportwagenbauer wehrt.
Dabei könnten sich Staat und Gesellschaft doch wohl absolut nichts besseres wünschen. Ein Hauptaktionär, der in Deutschland sitzt, extrem erfolgreich in der Branche arbeitet, bilanziert, Mitarbeiter und Steuern ordentlich bezahlt.
Nokia: ich schätze, dass man z.B. bei Nokia ganz einfach die Schnauze voll hat von der derzeitigen deutschen Steuer- und Arbeits - Rechtsunsicherheit und lieber ein Ende mit Schrecken als einen Schrecken ohne Ende bevorzugt.
Subventionen: Nokia hat die im Laufe der Jahre alleine schon Lohnsteuern zurückgezahlt.
Na, dann suchen Sie mal schön neue Investoren nach diesem Polit-Theater.

32 Stunden-Woche, im Durchschnitt 33 Tage Jahresurlaub (Altverträge mit bis zu 40 Tagen Jahresurlaub = 2 Monate), Produktionsausfallgeld (was bei der Offline-Produktion auf Halde zwar nicht passiert aber den Wert der Marke in den Keller drückt was scheinbar egal ist), horrende Pensionsverträge, Standortsicherung --> oh liebe VWler, das ist ein Mikrokosmos, den es nirgends in der Welt mehr gibt. Ihr werdet zu teuer verkauft auf diesem hohen Niveau. Was wäre denn die Alternative? Auf alle Fälle keine Katastrophen wie es die guten Don Quijotes aus dem Betriebsrat bzw. den Gewerkschaften vorhersehen. Es werden vielleicht 38h Wochen sein & nur 30 Tage Urlaub. Damit befände man sich freilich nicht am Existenzminimum & wäre auch nicht das Schlusslicht der Branche & Nation. Verrückt & unvernünftig den Status Quo mit regulierenden Mitteln halten zu wollen.
@Porsche: Zulieferverträge fixieren & tunneln, VW-Aktienanteile abstossen, Verluste daraus steuerwirksam abschreiben & zusehen wie eine verlustige Konzernsparte mit 250.000 (120.000) MENSCHEN in den Ruin ge"lobby"t wird. Und das alles nur weil Politik geiler Macht macht als Wirtschaft es je vernünftig erklären könnte. Die die dann alles verlieren werden, tragen keinen Anzug auf Arbeit.

Hochmut kommt vor dem Fall.
Eins muss ich vorausschieben:
Ich bewundere Porsche. Das Unternehmen hat es geschafft, sich von einem Pleite-Unternehmen zu einem der einflussreichsten Unternehmen in Deutschland zu mausern. Sicherlich haben die KAIZEN-Methoden Früchte getragen, aber diese mussten von den Mitarbeitern und dem Management mitgetragen werden. Respekt!
Allerdings wurde der kleinen Hirtenjunge DAVID (Wiedeking) schon hochmütig, bevor er Goliath erschlagen hat... Im Gegensatz zur Bibel hat unser Zuffenhausener David den Wolfsburger Goliath eben nur verletzt, nicht erschlagen.
Tja und jetzt hat Goliath mal zurückgeschlagen.
Außerdem möegen weder Journalisten noch Normalbürger großkotzige und angeberische Menschen. bescheidenheit gehört immer noch zu den Grundtugenden in Deutschland.