Handelskonzerne

Metro, Lidl und Aldi weltweit top

Handelsriesen: Lidl und Aldi

Handelsriesen: Lidl und Aldi

14. Januar 2008 Die großen deutschen Einzelhandelsketten wie Metro, Schwarz (Lidl, Kaufland) und Aldi behaupten sich erfolgreich unter den weltweit führenden Handelskonzernen. In einer von der Beratungsgesellschaft Deloitte vorgestellten Studie „Global Powers of Retailing“ rangierten gleich fünf deutsche Konzerne unter den Top 20 der weltgrößten Einzelhändler.

Größter deutscher Handelskonzern ist danach unangefochten die Metro. Mit seinen Großmärkten, den Elektronikketten Media-Markt und Saturn, den Real-Warenhäusern sowie der Kaufhauskette Kaufhof, rangiert das Düsseldorfer Unternehmen weltweit auf Rang 5. Der Handelsriese fiel damit allerdings im Vergleich zum Vorjahr einen Platz zurück. Überholt wurde er vom britische Konkurrenten Tesco.

Lidl noch vor Aldi

Handelsriesen: Tengelmann und Edeka

Handelsriesen: Tengelmann und Edeka

Auf Rang 10 im weltweiten Umsatz-Ranking behauptete sich die Schwarz-Gruppe mit ihren Handelsketten Lidl und Kaufland. Konkurrent Aldi folgt dicht auf Rang 11. Die Kölner Rewe-Gruppe rangiert auf Platz 14, Wettbewerber Edeka auf Rang 17. Auch auf den folgenden Plätzen gibt es noch einige deutsche Konzerne. Das Mülheimer Familienunternehmen Tengelmann (Obi, Kik, Kaiser's) findet sich auf Platz 30, der Versandhandelsriese Otto auf Rang 60 und die Essener Arcandor-Gruppe (Karstadt, Quelle, Thomas Cook) auf Platz 64. Die Drogeriekette Schlecker belegt Rang 90.

Nicht unter die Top 100 kam Schlecker-Konkurrent Rossmann. Doch konnte sich die Drogeriemarktkette als erstes deutsches Unternehmen unter den Top 20 der am schnellsten wachsenden Anbieter platzieren. Weltweit größter Einzelhändler ist Deloitte zufolge unverändert der amerikanische Konzern Wal-Mart, gefolgt von Carrefour und Home Depot.

Deutsche Unternehmen sind die aktivsten

Die deutschen Unternehmen gehören der Studie zufolge international zu den aktivsten Konzernen. Der harte Verdrängungswettbewerb auf dem Heimatmarkt habe sie früh zur internationalen Expansion veranlasst, betonten die Experten. Unternehmen mit Aktivitäten in vielen Ländern wuchsen allerdings 2006 langsamer als solche mit einem eher überschaubaren Wirkungskreis. Das gelte jedoch nicht für die Profitabilität, betonten die Experten. Hier lägen die „Internationalen“ mit einer Durchschnittsmarge von 4,7 Prozent vor den „Bodenständigen“ mit 3,1 Prozent.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: ddp, dpa

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