Beckstein sieht schwarz für die Bayern LB

Drastische Kreditausfälle

Beckstein: Vier Milliarden Euro Belastungen bei Bayern LB möglich

Die Milliarden-Belastungen bei der Bayern LB könnten nach Meinung von Bayerns Ministerpräsident drastischer ausfallen, als bekannt, berichtet eine Zeitung. Nach F.A.Z.-Informationen plant die Landesbank nun die Gründung einer Gesellschaft, die ihr rund 20 Milliarden Euro an riskanten Wertpapieren abnehmen soll.

Lesermeinungen zum Beitrag

30. März 2008 21:15

Wozu Landesbanken???

Michael Arndt (Mikel1962)

Ein bisschen Historie: die Landesbanken waren reine "Girozentralen" der Sparkassen, also reine Abwickler.
Bis die Politik kam und sie für andere Dinge verwenden wollte. Die Landesbanken sind schlicht überflüssig, haben folgerichtig auch keine Kunden und können deshalb auch kein Geld verdienen (anders als die Deutsche Bank, die alle ihre Kunden gnadenlos bescheisst, s. Anzahl der aktuell anhängigen Klagen).
Das versuchen sie dann im Bereich des "Virtual Banking" und das kann nur schiefgehen.
Allerdings darf man auch nicht die Schieflagen der Privatbanken vergessen und den traurigen Auftritt ihrer Aufsichträte (s. Herrn Hartmann von der IKB). Auch die Deutsche Bank wird es noch erwischen, die ist nach allgemeiner Auffassung nur noch ein überdimensionaler Hedgefonds.
Es gibt leider keinen Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Kreditinstituten.
Gerade die Banken, die noch vor einem Jahr das hohe Lied auf die Märkte gesungen haben, stellen nun fest, dass es nur noch der Steuerzahler richten kann...

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29. März 2008 13:23

Gordischer Knoten

Thomas Mirbach (lurkius)

Ein Land erhält die Banken die es verdient. Deutschland anno 1948, die Stunde null. Es galt die Wirtschaft aufzubauen. Dazu brauchte man Banken rein als Liquiditätsalimentierer der Industrie unter staatlicher Oberaufsicht. Sie verstanden sich - ähnlich einem Versorgungunternehmen - nur bedingt als Gewinnmaximierer. Das entwickelte sich dann zu der Deutschland AG mit Überkreuzbeteiligungen der Industrie und Banken. Im staatlichen Sektor entwickelten sich die Sparkassen, Landesanken, KfW, IKB ets. pp zu Machtplattformen und Pöstchengeber für abgehalfterte Politiker.

Die Quittung haben wir heute in Form von einer Branche die international als Lachnummer gilt, zur Hälfte dem Bund oder den Kommunen gehört und Milliardenverluste beschert. Die einzige Lösung ist ein richtiger Bankenkrach, der diesen gordischen Knoten aus Interessenverquickung, gegenseitiger Lügen- und Inkompetenzdeckung und Pöstchenhandel dieser "Staatsdiener" das schmutzige Handwerk legt.

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29. März 2008 08:57

Bankenzocker

Heinz Kleemann (Annycan)

Wer sitzt denn in den Aufsichträten ?
Welch verlogene Moral. Zummwinkel und Konsorten werden an den Pranger gestellt was richtig ist. Aber die Bänker haben mehr Kapital versenkt als je durch Steuerhinterziehung an Schaden verursacht wurde. Der kleine Mann zahlt mal wieder die Zeche und die Bänker gehen mit Abfindungen in Millionenhöhe in den Vorruhestand. Peer Steinbrück muß sich fragen lassen wer denn in Wirklichkeit die Verbrecher sind.Seine Leute sitzten in den Aufsichträten.Bekommen auch noch Geld dafür damit sie helfen den Schaden zu vertuschen. Armes Deutschland.
Die Staatliche Abzockerei ist Ethisch und Moralisch so verwerflich.Aber darüber spricht man nicht.

Heinz Kleemann

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29. März 2008 08:16

Wo man hinschaut

Kay Schmelzer (weitererfazleser)

haben Politiker die Finger in großen Finanzgeschäften, die, wenn sie gutgehen, reiche Politiker machen, oder wenn sie schlecht laufen der Bürger bezahlen darf.
So allmählich glaube ich, dass es in Deutschland nie eine Änderung gab, seit der Kaiserzeit, sondern nur die Augenwischerei perfekt wurde.
Es wird Zeit, Überzeit, für eine andere Demokratie, die Ossis hatten Ihre Ziele erreicht mit den Demos aber nun sind sie in einen nöch größeren Sumpf geraten.
Über eine neue Partei, die das Ziel hat, eine echte Demokratie für Deutschland zu bilden, muss angegangen werden.
Mit Amigos, Siemenses, VWES, Schräubles, Kohles und so weiter kann es in dieser sich selbst kontrollierten Politikerschar nicht weitergehen.
Eine Landesbank ist eine Landesbank, die in den USA oder auch nur im Nachbarland nichts zu suchen, hat auch keinen Milimeter, so verhält sich das auch mit anderen Staatbetrieben,
Der Staat darf nicht Betriebe führen über deren Gesetzgebung er gleichzeitig konkurrierenden Betrieben die Geschäftsgrundlage schmälert.
Doch es ist eine lustige Bananenrepublik aus den anfängen der G.
Wenn es nicht so hohe Verluste wären, müsste schmuzeln über die Leute, die den D. Staatbanken solchen Müll verkauft hab

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28. März 2008 23:58

Die Banken sind alle staatlich

gisbert heimes (gisbert4)

weil keine Volkswirtschaft (und in der Folge kein Staatswesen - siehe Deutschland 1931) einen Bankencrash unbeschadet überstehen kann.

Im Finanzsektor ist viel zu viel Geld. Solange dieses Geld von der Realwirtschaft getrennt gehandelt wird, ist das eigentlich egal. Das bißchen, was die Akteure in diesem Handel tatsächlich selbst verbrauchen (= was nachfragewirksam im Realsektor wird), stört solange nicht, wie der Handel mit Geldprodukten selbst funktioniert. Das tut er jetzt aber mit einer Reihe von Papieren nicht mehr. Die Idee, daß die Staaten nun diese überflüssigen Produkte aus dem Markt nehmen, ist genial. Sie dürfen nur nichts dafür bezahlen, jetzt nicht und später nicht. Einfach den Stöpsel aus der Wanne ziehen :-). Ist das nicht wunderbar.

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28. März 2008 22:30

Tiefe Zweifel

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Mich interessiert nicht, wie Deutsche Bank oder die Dresdner in der Hypothekenkrise abgeschnitten haben.Ich kann nur feststellen, dass die Landesbanken und Banken in Staatsbesitz katastrophale Fehler gemacht haben. Da in deren Aufsichtsgremien Landes- und Bundespolitiker sitzen, habe ich grundsaetzliche Zweifel in deren Einsichtsvermoegen und in deren Verantwortungsbewusstsein. Wie koennen diese Leute glaubhaft versichern, dass sie sich nur in dieser Angelegenheit geirrt haben, aber in Bezug auf die Renten, die Energiesicherheit, die Verkehrspolitik oder auch die Bildungspolitik durchaus wissen, was richtig ist? Wer leichtfertig Milliarden verspielt wie das Papiergeld bei Monopoly, der hat in jedem anderen Bereich der Politik nichts als Misstrauen verdient, der hat intellektuell ausgespielt.

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28. März 2008 21:06

Die Auslagerung des Wertschriften-Schrotts in eine neue Gesellschaft ...

Friedrich Lorenz (LOCONS)

... bringt nichts, denn diese Tochter der Bayern LB müsste ja in die Gruppenbilanz einfliessen. In dieser konsolidierten Rechnung werden die Verluste sichtbar, egal, ob sie bei der Mutter oder der Tochter angefallen sind. Das ist ja Sinn einer Konzernrechnung.
Also, was sollen die Tricksereien ?

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28. März 2008 20:33

Inzwischen sind alle Banken staatlich!

Peter Keul (hildennet)

Denn wenn die Banken sich verzocken, werden sie von einer hilfreichen Notenbank gerettet. Kleinunternehmer in der gleichen Situation werden vom gleichen Staat gnadenlos in den Ruin und in die ewige Armut getrieben, Einzelschicksale interessieren die Finanzämter nicht. Die Bänker haben inzwischen jeden Bezug zur Realität verloren. Sowohl die Gewinne als auch die Verluste durch Spekulation sind obszön. Wir leben in einer Welt der verlorenen Maßstäbe.

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28. März 2008 19:17

Staat, lass die Finger vom Bankgeschäft, du kannst es nicht!

Ingo Knitto (krugo)

Wenn die Landesbanken mit ihren zweitklassigen Managern, unfähigen Aufsichträten und völlig falschen Anreizen im Konzert von Goldman Sachs und den großen Hedge-Funds mitspielen will, muss das schief gehen. Privatisiert diese Banken endlich, wer lenken will, kann das mit Subventionen günstiger und ohne solche Risiken tun.

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28. März 2008 19:00

Hallo Herr Beckstein - aufwachen !!!!

Kurt Noll (krn)

Herr Beckstein hat es inzwischen auch schon gemerkt, daß es 4 Mrd. sind, die abgeschrieben werden müssen. Gratulation zu dieser schnellen Erkenntnis Herr Beckstein - vor einer Woche stand dies schon in der Zeitung !!
Wie schrieb ein Leser: Parteipolitisch handverlesenes "Fachpersonal" - wie recht er doch hat.

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28. März 2008 18:15

Es werden am Ende mindestens 10 Milliarden sein

Martin Gürsch (Betroffener)

die von den Anteilseignern (also dem Steuerzahler) und den bayerischen Sparkassen (also den Kleinsparern) zu erbringen sind und für Kredite an die Wirtschaft fehlen. Basel 2 lässt grüssen.

Wenn gleichzeitig so heftig betont wird, dass die Anteilseigner "fest hinter der Bank stehen", dann dürfte das große Hauen und Stechen im Hintergrund schon kräftig im Gange sein.

Warum wird nicht endlich das unfähige Management (Vorstände und Aufsichtsrat mitsamt Herrn Huber) dahin geschossen, wo es hingehört? Und zwar ohne Bezüge und Pensionen.

Stattdessen wird weiter gelabert, hingehalten, verzögert und getrickst, in der Hoffnung die Lage könnte sich wundersam verbessern.

Wer beim Roulette verloren hat, geht mit leeren Taschen vom Tisch. Das Geld hat dann jemand anderes und kommt nicht wieder.

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28. März 2008 17:48

Rating runter - und Kapitalerhöhung.

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


Daß es die öffentlich-rechtlichen Institute stets am härtesten trifft, liegt an der staatlichen Rückendeckung für leichtfertiges Handeln parteipolitisch verlesener Spitzenkräfte im Aufsichtsrat und zu oft auch im Vorstand.

Zu spät, jetzt noch nach Einschränkungen im Geschäftsmodell zu rufen, wo das Kind bereits im Brunnen liegt.

Künftig jedoch sollten diese Institute per Gesetz darauf beschränkt werden, Einzelkredite nicht über 100.-- Euro zu vergeben und selbst dann die persönliche Haftung aller Mitglieder der verantwortlichen politischen Partei für Fehlinvestments sicherzustellen.

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28. März 2008 17:11

Die Taschenspieler kommen !

Walter Leo (Eilbote)

Zuerst waren es ca 2 Milliarden, nun sind es schon vier, wie viele folgen noch, dem Beispiel der IKB folgend ist noch einiges zu erwarten.
Die Verluste der IKB und der Bayern LB summieren sich auf ca. 13 Milliarden
( Steuergelder ) oder wie man diese auch immer nennen mag.

Die Banker sollten doch die Gewinn und Verlustrechnung beherrschen, warum nennt niemand zum Zeitpunkt X den realen Verlust, aber die Salamitaktik scheint sich zu bewähren.
Wenn man nun eine Gesellschaft gründet, die in riskante Papiere 20 Milliarden investieren soll, dann wird die Bayern LB möglicherweise keine Verluste mehr ausweisen.
Abschließend kann nur eine Frage gestellt werden, wem schiebt man dieses faule Geschäft der Risikogesellschaft zu, am besten dem, der es verkündet hat.

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28. März 2008 16:27

peanuts

ch. buettner (kufediloar)

Es wurde ja schon hinreichend diskutiert wieviel Freiheit eine Landesbank im Umgang mit Steuermitteln haben darf. Nochmals viel weniger Freiheit als bislang ist gefordert. Ein boersennotiertes Unternehmen hat die Pflicht Geld zu verdienen wie auch immer (Porsche macht das zur Zeit sehr geschickt), der Bund und die Laender haben die Pflicht verantwortungsvoll mit Steuermitteln umzugehen, nicht mit der einen Hand zu zocken und mit der anderen Steuern zu erhoehen und Ausgaben zu streichen wenns mal zwickt.

Schade - fuer genau den verspielten Betrag haette man den gestern gestrichenen Transrapid bauen koennen, vielleicht sogar bis nach Augsburg oder Ingolstadt.

Ich fordere das "Koepfe rollen" und endlich sog. Verantwortliche auch zur Verantwortung gezogen werden. Ciao Beckstein!

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