28. März 2008 Die Aktionäre der IKB haben für die zum Überleben der Bank notwendige Kapitalerhöhung grünes Licht gegeben. Die Zustimmung der anwesenden Anteilseigner zu der Kapitalmaßnahme habe 99,02 Prozent betragen, teilte die IKB Deutsche Industriebank AG am Freitagmorgen mit. Die Aktionärsversammlung hatte bis in die Nacht gedauert (siehe dazu auch: Wenn die Friseuse die marode IKB bezahlt).
Dem angeschlagenen Düsseldorfer Institut fließen damit 1,5 Milliarden Euro zu. Die Hauptaktionärin KfW will davon mindestens 1,25 Milliarden Euro übernehmen.
Das Institut hatte sich mit Ramschhypotheken in den Vereinigten Staaten verspekuliert und stand im Sommer 2007 kurz vor der Pleite. Der Bund, die staatliche Förderbank KfW und andere Banken mussten bis jetzt rund 8,5 Milliarden Euro zuschießen. Ob noch weitere Risiken in den Büchern der IKB schlummern, ist nicht klar.
Hauptversammlung entschied auch über Sonderprüfung
In der Hauptversammlung am Donnerstag wurde auch über eine Sonderprüfung entschieden. Die Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) wollte klären lassen, ob der Vorstand bei Verbriefungsgeschäften die gesetzlichen oder Satzungspflichten ordnungsgemäß erfüllt hat. Die Aktionäre stimmten einer Sonderprüfung bei Vorstand und Aufsichtsrat mit je über 82 Proznet mit deutlicher Mehrheit zu.
Damit wurde die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat vertagt. Bei allen Mitgliedern des Aufsichtsrates sowie beim Personalvorstand Claus Momburg, der als einziges Mitglied des alten Vorstandes weiterhin tätig ist, wurde die Entlastung bis zur Klärung durch die Sonderprüfung verschoben. Der übrige, inzwischen ausgetauschte Vorstand wurde - wie vor der Hauptversammlung angekündigt - nicht entlastet.
Die Krise hat uns ebenso überrascht wie Sie
Der Aufsichtsrat der Bank hatte bei dem Aktionärstreffen jegliche Verantwortung für die Milliarden-Verluste des Instituts am amerikanischen Hypothekenmarkt von sich gewiesen. Die Krise hat uns ebenso überrascht wie Sie, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Hartmann.
Bis zur Bekanntgabe der Fehlspekulationen im Juli 2007 hätten dem Aufsichtsrat bekannte Prüfungen keinerlei Hinweise auf Risiken ergeben. Über Probleme mit zweitklassigen amerikanischen Krediten sei das Gremium erst zu spät durch den damals amtierenden Vorstand informiert worden.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP
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| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 7.081,05 | -0,03 |
| TecDax | 861,39 | -0,41 |
| DowJones | 12.992,66 | +0,73 |
| Nasdaq | 2.533,73 | +1,48 |
| STOXX 50 | 3.854,86 | -0,07 |
| Nikkei 225 | 14.219,48 | -0,23 |
| S&P 500 Zert. | 14,07 | -0,50 |
| Euro/Dollar | 1,55 | +0,11 |
| Bund Future | 113,34 | -0,19 |
| Gold | 881,48 | -0,13 |
| Öl | 122,91 | +0,72 |
