Merkel, die Minister und die Opel-Vertreter nach ihrem Gespräch in Berlin

Hilfe für Opel?

Merkel: „Konstruktiv prüfen“ - Steinmeier: „Europäische Lösung“

Bis Weihnachten soll klar sein, ob und unter welchen Bedingungen Opel Hilfe von Bund und Ländern erhält. Nach einem Gespräch mit der Spitze des Autobauers versicherte Kanzlerin Merkel, dass die Bundesregierung eine staatliche Bürgschaft „konstruktiv prüfen“ wolle. „Wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen“, versprach SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier nach einem Treffen mit Betriebsräten der Automobilbranche.

Lesermeinungen zum Beitrag

20. November 2008 14:54

Opel mit Staatshilfe retten?

Thomas Bodewig (Bodewth)

Wenn die Bundeskanzlerin die Stützung von Opel konstruktiv prüft, ist folgendes zu beachten: Von Subventionen an Opel ist dringend abzuraten, solange Opel mit der insolventen Mutter GM verbunden ist und wenn es sich um strukturkonservierende Erhaltungssubventionen (Absicherung von Erhaltungsinvestitionen durch Bürgschaft) handeln sollte. Erhaltungssubventionen zementieren lediglich nicht wettbewerbsfähige Strukturen und können in aller Regel Insolvenzen nur hinauszögern (vgl. Philip Holzmann AG). Im Übrigen werden Tochtergesellschaften schon in normalen Zeiten von den Müttern durch Gewinnabführungsverträge, Konzernverrechnungspreise und Konzernkredite wirtschaftlich geschwächt, zuweilen auch ausgesaugt. Jetzt würde eine subventionierten Adam Opel AG von GM erbarmungslos abgeschöpft und womöglich in einen gemeinsamen Konkurs gezogen. Dr. jur. Thomas Bodewig, Bonn

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18. November 2008 11:35

hilfe für Opel?

Frank Lempferdt (Lefra25)

Frau Merkel,Herr Steinmeier, was soll diese Opel-Show? Geht endlich diesen Strolchen in den Aufsichtsräten an den Kragen und greift Euch den Steuerverschwendern in den Behörden! Geld ist reichlich vorhanden, nur welche Politiker kümmern sich? Schröder war schon unfähig, Merkel ist einfach überfordert.

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18. November 2008 11:05

VW-Gesetz gleich mitprüfen!

T. Kuhfuß (jenseits11)

Bei konsequenter Betrachtung gehören eine Opel-Bürgschaft und ein "Lex VW" zusammen geprüft und gleich entschieden. Noch schnell ein neues "Lex Opel"?

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18. November 2008 10:50

Ich freue mich schn auf Weihnachten

Josef Mertens (Prisko)

... denn dann wird sich zeigen, inwieweit dieser Schwachsinn, den die Regierung jetzt plant, Wirklichkeit wird und wie hoch der Schaden dann für uns alle ist. "Wir stehen voll hinter Amerika" meint diese Märchentante, aber was macht sie dann im Januar, wenn ihr George Dabbeljuh nicht mehr ist? Wem möchte sie dann wohn in den A. kriechen, dem Nachfolger, wohl kaum? Schauen wir mal!

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18. November 2008 10:24

Merkel macht Wahlkampf ...

bernd ullrich (demokrat2)

.... auf Kosten der Opel-Arbeitnehmer und aller Bürger. Sie erweckt vor allem den Eindruck, sie entscheide hier ganz allein, obwohl wir wissen, dass sie die Zustimmung des Parlamentes und des Bundesrates braucht. Erschwerend kommt hinzu, dass Opel kein deutsches Unternehmen ist. Ihre Zusage gilt deshalb dem Autobauer General Motors in den USA, das kurz vor der Pleite steht. Gerade bei den Autobauern wäre es marktwirtschaftlich nützlich, wenn einige Firmen vom Markt verschwinden. Das würde den Druck erhöhen, umweltfreundliche, wettbewerbsfähige PKWs endlich zu bauen. Obwohl Merkel bei Holzmann das Verhalten von Schröder gnadenlos geißelte, macht sie jetzt den gleichen Fehler. Ihr Verhalten ist wie immer heuchlerisch und durchtrieben. Vertrauen kann durch derartiges Verhalten beim Bürger nicht entstehen.

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18. November 2008 10:22

Ist es Irrsinn, hat es doch Methode: Wer am meisten Steuergelder herausschmeißt,

Emanuel Schwabe (fray048x)

Die KfW überwies 0,4 MRD EURO an Lehmann! Diese irrsinnige Tat hat nicht zum Verbot solcher staatlichen Subventionen geführt. Die Verantwortlichen wurden nicht haftbar gemacht. Im Gegenteil: jetzt sollen weitere Milliarden der (fast) insolventen GM/Opel hinterhergeworfen werden. Niedersachsen will VW weiter widerrechtlich kontrollieren und hat seine Aktien nicht gewinnbringend verkauft. Sind die staatsverliebten Deutschen noch zu retten? Reicht die Erfahrung mit der DDR-staatswirtschaft nicht aus, auf die Marktwirtschaft zu setzen? Es gibt genügend private unternehmerische Möglichkeiten, Opel zu retten. Ist es Irrsinn, hat es doch Methode: Wer in Deutschland am meisten Steuergelder herausschmeißt, gilt als fähiger Politiker/Beamter und edler Retter! Wer auf den Markt setzt, gilt als unsozialer Kapitalist. Dieser falsche Wertmaßstab muß schleunigst korrigiert werden.___________Warum zahlen wir noch Steuern? Ein Steuerboykott muß organisiert werden! Wo bleibt die Kampagne der FDP?

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18. November 2008 10:19

Alternative 1 Liter

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Die Alternative heißt zur Zeit nicht 1-Liter-Auto oder 8-Liter-Auto, sondern heißt Null-Liter-Auto. Wer auf der Straße steht, braucht sein Geld zum Überleben, nicht für ein Spass-Freizeit-Vehikel . Welches neue Verkehrskonzept nach der großen Krise kommt, werden wir dann sehen.

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18. November 2008 09:16

Welches 1-Liter Auto?

Harry Hain (zx10)

Wer will das 1- Liter Auto? Völliger Unsinn. Für lange STrecken brauche ich mind. ein 6-8 Liter Auto, sonst gehe ich kaputt! Das Auto wird eingesetzt, wenn Bahn/Flugzeug keine Alternative sind (Zeit, Kosten etc.) Ein Stadtauto auf "1-Liter-Basis" macht eher Sinn. Aber das sind (für mich) Strecken, die ich auch gerne mit dem Fahrrad (S-Bahn) zurücklegen kann. Das es bin heute kein Serien 1-Liter-Auto angeboten wird läßt doch unschwer erkennen, daß die Nachfrage eben nicht im Übermaß gegeben ist. Sie mag jetzt aktuell anziehen. Aber das kann sich in 2 Jahren schon wieder geändert haben. Ich gehe davon aus, daß die meisten ihren Bedarf nach ganz persönlichen Vorlieben und weniger an Ideologien ausrichten (möchten). Trotz allen Öko-Subventionsirrsinns.

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18. November 2008 09:12

Lieber Herr Weber...

Uwe Wagner (view)

da ist der Hund vergraben!! Rechnen!!! Budget!!! Das Eine geht ohne das Andere nicht, zumindest nicht gut. Erst mal schaun, was zu zahlen ist, dann schauen was noch übrigbleibt. Von dem dann was auf die Hohe Kante legen zur Absicherung, mit dem Rest seinen Lebensunterhalt bestreiten. Sollte dann noch was übrig sein, dann kann ich auch mal was neben der Reihe machen. Aber in ne Kiste (GM) mit nem riesen Loch im Boden zu investieren zeugt von schlechtem Management, egal wie der oder die Manager heisst,bzw heissen. Einfach mal die Gier runterfahren und mal mit nem bisschen weniger zufrieden zu sein ist scheinbar unmöglich??!! Na dann eben auf die Brieftasche fallen und den Inhalt verlieren.

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18. November 2008 08:28

Diese Halbwissen..

Stephan Weber (YtFirestorm)

Hier in einigen Kommentaren ist schrecklich... Die Situation mit Holzmann kann man nicht vergleichen mit der von Opel Holzmann war als Betrieb an die Wand gefahren durch schlechtes Management dies ist bei Opel nicht der Fall der Betrieb Opel als solcher erwirtschaftet mit jedem Auto Gewinne ! das Problem ist ein anderes da Opel 100% General Motors gehört und in dessen Strukturen eingebunden ist würde GM Opel mit in den Abgrund reissen und ja GM ist ein kaputtes Unternehmen in welches ich keinen Euro mehr stecken würde aber der Zusammenhang zu Opel un der Bürgschaft. Opel hat noch Forderungen in Milliardenhöhe an GM sollte GM Insolvent werden kann Opel diese vergessen... und könnte dadurch selbst in Probleme geraten. Stellen sie sich vor Sie leihen ihrem Nachbarn 1.000€ und haben selbst Kredite laufen die Kredite kosten sie jeden Monat 900€ sie Verdienen 1.000€/Monat die Kredite wären also kein Problem ABER jetz müssen sie ihre Telefonrechnung bezahlen haben aber schlicht und ergreifend kein Bargeld da sie dieses ihrem Nachbarn geliehen haben und die Bank will ihnen kein neues geben da sie sagt ja sie Zahlen zwar ihre Kredite aber ihr Nachbar der is so ein Chaot das Geld was er ihnen schuldet nää verkaufen sie lieber ihr Haus..

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18. November 2008 07:52

Wo sind die Grenzen ?

Hagen Hirth (Xerophyt)

Bei Opel soll es sich um einen Einzelfall handeln. Wie das "Rettungspaket" für die Banken zeigt, sind "Einzelfälle" zur Zeit doch zahlreicher als gedacht. Staatliche Eingriffe zur Stützung von Unternehmen führen nicht selten -siehe Holzmann- nur zu einer Verzögerung des Zusammenbruches. Vielmehr ist es Aufgabe der Unternehmen selbst, durch sinnvolle unternehmerische Entscheidungen die Ursachen der Krise zu beseitigen. Ist dies nicht mehr möglich, sollte ein Insolvenzverfahren, soweit ein Insolvenzantrag nicht zu spät gestellt wird, als Chance zur Rettung/ Sanierung zumindest von "gesunden" Unternehmensteilen -ggf. im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens- genutzt werden. Probleme löst man nicht in dem man sie vertagt.

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18. November 2008 06:39

Absolut unwahrscheinlich?

Thomas Grunwald (tho_mi)

Warum soll eine Bürgschaft gegeben werden, wenn der Fall, dass diese wirklich in Anspruch genommen wird, so absolut unwahrscheinlich ist? Dann können wir doch gleich darauf verzichten! Das Ganze erinnert mich schwer an die Krise um Holzmann. Damals war Schröder Bundeskanzler und sonnte sich darin, tausende Arbeitsplätze bewahrt zu haben. Schon ein Jahr später war trotzdem Schluss, die Hilfe und Unterstützung vom Staat verpufft, der Konzern zerschlagen und die Arbeitsplätze doch Futsch. Kanzlerin und Kandidat versuchen sich nun an derselben Materie. Sie können nicht anders, denn nächstes Jahr ist Wahl und nur eine(r) kann gewinnen.

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18. November 2008 06:12

Witz

Max Mahlheim (Akkin)

Wie will die regierung verhindern, dass das Geld nicht nach Amerika überwiesen wird, bei der Kfw war dies doch auch nur ein Versehen, dies kann einem Opel Mitarbeiter genauso passieren. Dann ist das Geld futsch!

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18. November 2008 03:26

Warum nicht?

Peter Böttcher (Joffy)

Haben Opel und die Mitarbeiter nicht schon Unsummen von Steuergeldern an dieses Land abgedrückt, ohne große Gegenleistung? Nach dem sozialen Abbau in Deutschland durch Schröder & Co. KG ist dieses Land wohl verpflichtet die Arbeitsplätze zu sichern. Wenn nicht gehandelt wird, kann auch kein Mensch mehr die Arbeitslosenzahlen durch das Amt für iZahlendreher in Nürnberg mehr glauben.

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18. November 2008 01:32

Durch die Hintertür

Kurt Michler (Kurt.Michler)

Opel hat halt nur Pech, dass man keine Bank hat. Es ist ja nicht so, dass die anderen Autokonzerne nicht nach dem staatlichen Rettungsschirm schielen, auch wenn sie das Gegenteil verlauten lassen. Die machen das nur lautlos, indem ihre Bank unter den Schirm kriecht.

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18. November 2008 00:28

Das verstehe wer will...

Georg Kirchner (zockfried)

Vor ein paar Monaten wollten unsere Politiker noch den ach so bösen CO2-Ausstoss mit jedem nur erdenklichen Mittel reduzieren und jetzt, wo sich die Chance ergäbe, gleich eine ganzen Autokonzern loszuwerden ist es auch nicht recht. Eigentlich müßte doch Herr Gabriel quietschend vor Freude das baldige Erreichen unserer Klimaziele kundtun.

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18. November 2008 00:14

Das geld bleibt in Deutschland, wers glaubt ist selbst schuld.

hami yildiz (hamiyildiz)

Das haben sie wieder schön gedeichselt. Das Geld bleibt in Deutschland?, schön für die Amerikaner, weil sonst müssten sie doch bezahlen, also bleibt das Geld doch nicht in Deutschland. Weil die OPEL AG eine 100% ige Tochter der Amerikaner ist müssten sie normalerweise bezahlen, aber wie sagte die Frau Merkel ? Wir stehen voll hinter Amerika !!! Das wird auch nicht bei einer Milliarde bleiben. Nächstes Jahr in der Rezession werden sowieso den Arbeitern gekündigt, aber erst muss bezahlt werden. Die Rechnung wird von den kleinen Handwerkern und den kleinen Selbstständigen bezahlt, wenn ihr euch mal mit freiwilligen Mindestbeiträgen für Selbsttändige bei den Gestezlichen Krankenkassen und dem "Umsatzsteuerfreibetrag" von 17.500 Euro befasst habt, dann werdet Ihr alle sehen wer in Deutschland wen auf die Schippe nimmt. Wie diese Herrschaften die Milliarden einfach so wegschleudern ist schon ziemlich bedenklich. Anstatt die Bürger zu entlasten damit sie Geld zum Konsumieren haben, belasten sie die Bürger so, bis die Firmen Pleite gehen. Dann werden sie auch noch gewählt! Was das mit Logik etwas zu tun haben soll verstehe ich nicht.

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17. November 2008 23:40

völlige Unvernunft

Margrit Steer (Margrit-Steer)

Was die Regierung hier treibt, ist die völlige Unvernunft. Heute Opel, morgen Ford, wer kommt übermogen? Kommt alle her die Ihr mühselig und beladen seid. "Hier wird Sie geholfen" In Hannover ist der erste Autozulieferer insolvent mit 1000 Mitarbeitern. Ich höre aber nicht, dass ein Schutzschirm (das Unwort 2008) aufgespannt wird. Holen wir doch mal die gesamten Millionengehälter der Manager der letzten 5 Jahre zusammen und die Boni, dann haben diese Herrschaften mehr als genug Geld um ihre Firmen zu retten. Im Jahr 12 Mio und mehr zu verdienen + Boni und nun jammern, das grenzt schon an Unverfrorenheit. Also die Mio auf den Tisch, da braucht man keinen Staat. Der Staat sind wir und nicht Frau Merkel und wir werden die Zeche zahlen müssen, so sicher wie das Amen in der Kirche Was unsere Regierung jetzt tut, kann zum Staatsbankrott führen und ist völlig unmöglich. Oder spielt Frau Merkel Christkind? Ist das ihr neues Wahlprogramm? Dann ist es auf jeden Fall ein Wahlprogramm ohne das gemeine Volk und auch nicht für das gemeine Volk. Das alles kann man eigentlich nur noch mit Heinrich Heine beantworten. Mir jedenfalls wird Himmel Angst und Bange vor so viel Dilletantismus

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17. November 2008 23:31

Purer Wählerfang und Gift fürs Land

Margrit Steer (Margrit-Steer)

Da holt Frau Merkel wohl jetzt schon ihre Wählerstimmen zusammen. Ja die Dame hat gut gelernt wie man so was macht. Lange FDJ-Arbeit zahlt sich aus. Jahrelange Mißwirtschaft der Manager soll nun der Steuerzahler, der ganz normale Bürger in Ordnung bringen. Schröder sprach von den vielen Arbeitslosen mal von Schmarotzern, die Merkel-Regierung konnte ebenfalls nicht genug auf die Faulen schimpfen "wer nicht arbeitet, braucht auch nicht essen" (Müntefering) es wurde überall gekürzt bis zum Anschlag, aber wir alle sollen jetzt den Karren aus dem Dreck ziehen. In Deutschland der letzen 20 Jahre ist in den Chefetagen das ganz normale kaufmännische Denken und Handeln verloren gegangen. Statt BWL zu studieren und nur noch den Wert des Aktienkurses als Maßstab zu nehmen, sollten diese Herren jetzt mal einen Zwangskursus im Kaufmännischen bei der IHK belegen. Wenn als Qualifikation eines Managers genügt, dass er als "harter Sanierer" bekannt ist, dann weiß ich, was ich von solchen Fatzkes zu halen habe. So wie das Geld in die Firmen reinkam, so hat man es verteilt unter den Großaktionären und Managern, anstatt ordentlich zu haushalten und Rücklagen zu bilden. Diese Firmen können ja nicht mal die Gehälter zahlen ohne Bankkredite

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17. November 2008 22:44

Arbeitsplätze, und Titten der Nation

Luca Lo Grande (LukasG)

Mit der Härte, mit der eine "normale" Aktiengesellschaft auf die Änderungen des Marktes reagiert, könne man bei OPEL wenig anfangen. Fürwahr habe ich in einem früheren Kommentar zu diesem Thema über die Wichtigkeit dieser Arbeitsplätze geschrieben. Wären wir in Nordamerika, erwiese sich dieser Punkt für mich als nicht sehr wichtig, denn die dotrige Lage weitaus fleixibler als im alten Kontinent aussieht. Entschiede sich unsere Regierung keine Zusage für den Autokonzern auszusprechen, dann müsste diesletzte einen völlig neuen Weg einschlagen. Europa hat sich selbst übelebt, steht neben sich, und erlebt eine unwiderbringliche Dekadenz. Schafft man Arbeitsplätze ab, dann steigt mittelfristig di Zahl der Harz IV Empfänger. Schweres Handlen.

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17. November 2008 19:43

An die "Titte" der Nation

eberhard munk (ebherhard.munk)

Es ist schon fast schwindelerregend wie schnell Liberale und Arbeitgebervertreter ihre grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber Staatlichen interventionen, die sie beim Thema Soziale Transferleistungen an den Tag gelegt haben, nun abgelgen, wenn es ihnen selbst an den Kragen geht. Das Argument, dass bei Opel Arbeitsplätze gerettet werden sollen dringt kaum durch, denn in aller Regel sind grosse Aktiengesellschaften nicht zimperlich, wenn es um Arbeitsplatzabbau auf kosten der Sozialkassen zum wohle der Aktionäre geht. Das ganze Argumentation von Seiten des Kapitals der letzten Jahre um die Deregulierung zu befördern, war wohl nichts weiter als Lobbyarbeit um die eigenen Partikularinteressen durchzusetzen. Nachdem die Linke immer lauter nach Transferleistungen von Staat ruft, stimmen nun die "Liberalen" mit in den Chor ein. Mit Marktwirtschaft hat das schon lange nichts mehr zu tun und mir wird Bange um die deutsche Mittelschicht, die offensichtlich keine Lobby hat und nur für die Interessen von Randgruppen bluten darf.

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17. November 2008 19:11

Das ist mal wieder Alarmismus vom Feinsten

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es handelt sich also um eine Diskussion, die sich zwischen Rüsselsheim, Washington, Wiesbaden, Düsseldorf, Mainz und Berlin verselbständigt hat. Na das stimmt uns ja heiter. Medienalarmismus gepaart mit Populismus wird langsam zum allerschlimmsten Gift für unsere Gesellschaften. Und der Verdacht, dass man mit einem Anruf bei einem guten Freund dafür sorgen kann, dass der einen Wahlkampfknüller liefert, ist auch nicht völlig unbegründet.

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