IKB

Ein beispielloser Bankenskandal

Spezial Die IKB ist verkauft. Ein vorläufiger Schlussstrich ist gezogen, eine private Bank mit Milliarden Steuergeld gerettet worden. War es das wert? Bei allem Verständnis für die Mitarbeiter: Nein! Von Holger Appel

Lesermeinungen zum Beitrag

22. August 2008 17:08

Strafe ? Für wen ?

Andreas Noreikat (derherold)

Wer soll denn wen anklagen ? Die IKB-ler werden sich abgesichert haben und die KfW-Vorständ wird man "aus politischen Gründen" kaum anfassen wollen. Außerdem, seit wann müssen denn Politiker für irgendetwas haften ? Seit Anfang der 80iger rollen wir hinsichtlich Demographie und Einwanderungspolitik auf eine "unterhaltsame" Krise zu aber der zuständige Bundeskanzler ist allgemein beliebter Welt-Ökonom. Die "im Osten" für das "Betreiben einer totalitären Diktatur nach Anweisungen einer Besatzungsmacht mit wirtschaftlichem Niedergang" verantwortlich waren, wären wahrscheinlich länger ins Gefängnis gegangen, wenn sie Versicherungs-Betrug begangen hätten. Das Originelle ist, daß man bei den "subprimes" als Auslöser der Finanzkrise ein dejá-vu hat. Kann sich hier noch jemand an Citron und Orange-County Mitte der 90iger erinnern ?

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22. August 2008 14:02

Derweil lesen die verantwortlichen: Winfried Reinke und Stefan Ortseifen...

Thomas Mirbach (lurkius)

ihre FAZ auf Mallorca und freuen sich auf die nachmittägliche Golfrunde! Eine hübsche Abfindung plus 6stellige Jahrespension machts möglich! Herr Braun (der Nebenbuhler von Reinke) ist offenbar sogar noch auf der payroll der IKB!

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22. August 2008 12:33

Meine These zum Grund der Rettung: es hätte noch schlimmer kommen können!

Daniel Schmieder (shareware)

Warum hat der Staat diese immensen Beträge aufgewendet, warum hat man die privaten Banken nicht stärker in die Verantwortung genommen? Meine These: die IKB hat sich in beträchtlichem Umfang auch über Inhaberschuldverschreibungen (ISV) finanziert - in der Bilanz 03/07 gibt es verbriefte Verbindlichkeiten (ua ISV) von EUR 28 Mrd! Eine der Besonderheiten an ISV ist, daß diese nicht vom Einlagensicherungsfonds der Banken gedeckt sind. Wenn also die IKB in die Insolvenz gegangen wäre, wären die Gläubiger dieser ISV mehr oder weniger komplett ausgefallen. Unter diesem Blickwinkel stellt sich dann die Frage: wer war vor einem Jahr Gläubiger dieser ISV? Wenn das in erheblichem Maße zB Banken in öffentlicher Hand oder institutionelle Anleger (zB Krankenkasse, BfA) waren, dann fiele nicht mehr so schwer, sich zu erklären, warum sich der Staat aufgerufen fühlte, diesen GAU zu vermeiden. Denn sonst hätte zB die Krankenkasse soundso oder die Sparkasse soundso durch die IKB-Insolvenz einen Schaden von ... Mio EUR oder ... Mrd EUR erlitten. Und auch hier hätte der Staat eingreifen müssen. Das würde man als Bürger nur gerne erfahren! Das würde dann aber natürlich noch mehr zu Rufen nach mehr Aufsicht führen - und zwar völlig zu Recht!!!

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22. August 2008 11:30

IKB

Karl-Heinz Haarke (99MisterMind)

Ich finde, wir Leser, wir Bürger und (dummen) Steuerzahler sind nicht fähig, die "Politik" in die Pflicht zu nehmen und unsere Bundestagsabgeordneten interessieren sich ebenfalls nicht dafür oder sind machtlos. Was sind schon die paar Milliarden, für die wir doch alle letztendlich einzustehen haben (Sozialisierung der Verluste). Hier teile ich besonders viele der mitgeteilten Lesermeinungen und fordere, die Verantwortlichen öffentlich zu feuern und zwar die richtig Ahnungs-losen "ganz oben in der IKB! ad ovo!"

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22. August 2008 10:56

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über diesen Witz nur lachen

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Erst drehen amerikanische Banker ihren eher dümmlichen deutschen Kollegen faule Hypotheken an, dann werden bei den deutschen Banken die sich ergebenden Probleme mit Steuergeld saniert und damit die Sache rund wird verschenkt man zu guten Schluß die deutsche Bank an die amerikanischen Kollegen. So verstehen Banker Marktwirtschaft: Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren. Und das beste an der Geschichte ist, daß unsere unfähigen Politiker die ganze Sache noch fördern. Wie sagte doch Frau Merkel: Sie schafft eine "neue" soziale Marktwirtschaft und ich füge hinzu a la DDR.

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22. August 2008 10:51

Und - wer hat's erfunden ?

Markus Teuber (arathorn)

Ein gewisser Herr Steinbrück - seines Zeichens SPD - Finanzminister hat das Desaster weder erkannt noch verhindert ! Obwohl der Herr (und sein Ministerium) doch die Fachkompetenz und letztendliche Weisungsbefugnis für die KfW (und damit auch die IKB) zu haben behaupten (!) und die SPD doch immer postuliert,mit dem Geld des "kleinen Mannes vorsichtiger und respektvoller" umzugehen und nur die Großen schröpfen zu wollen.Hier wurde von einem SPD (!) - Finanzminister (wie üblich) der kleine Mann geschröpft. "An Ihren Taten sollt Ihr sie erkennen !" ,sagte da mal einer.

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22. August 2008 09:12

Wollte die FDP ....

bernd ullrich (demokrat2)

,,,, einen Untersuchungsausschuss einrichten lassen, der klärt, wer für diesen Skandal verantwortlich ist? Hat sie nicht. Weshalb? Westerwelle ist von Merkel zurück gepfiffen worden, mit der die FDP 2009 koalieren will. Dafür sollte es ein Aufklärungsgespräch mit Finanzminister Steinbrück geben. Jetzt weiss der Westerwelle mehr Peinlichkeiten und der Untersuchungsausschuss scheint in weiter Ferne. Die Bürger, die Steuerzahler, erfahren nichts.

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22. August 2008 08:54

Nachschußpflicht

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Entgegen des Abwiegelns aus Politikerkreisen, welches die Medien gläubig nachbeten, ist sicher eine Nachschußpflicht der KfW, also der Steuerzahler, vereinbart worden für die später fälligen, aber nicht realisierbaren Junk-Bonds. Ein Profi wie Lone-Star übernimmt schließlich keine faulen Risiken, ohne sich abzusichern. Wieviel Milliarden müssen in den nächsten Jahren bei Fälligkeit der Bonds noch "nachgeschossen" werden ?

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22. August 2008 08:53

Der tatsächliche Bankenskandal ....

Siegfried Bauer (Siggi40)

Die Aufklärung des IKB-Skandals wurde mit illegalen Mitteln verhindert. Der Grund dafür ist, dass kurz vor der IKB-Pleite die Deutsche Bank noch massiv ihre wertlosen Papiere an die IKB "verkauft?" hat und nun „glänzend“ da steht. Der Steuerzahler kommt also auch noch für die Verluste der Deutschen Bank auf. Und dies ist der tatsächliche Bankenskandal!! Und alles zusammen immer noch Peanuts im Vergleich zu den Verlusten der SachsenLB. Nach einem Bericht der Europäischen Union geht es dort um Verluste in Höhe von 250 Milliarden €. IP/08/314, Brüssel, den 27. Februar 2008. http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/314&format=HTML&aged=1&language=DE&guiLanguage=en

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22. August 2008 08:45

Keine Grenzen

Günter Gladis (Gladis)

In diesem Fall kennt die Unfähigkeit der Bankenaufsicht, der Politik und der Banken keinerlei Grenzen. Der wahre Skandal ist, dass diese Unfähigkeit seine Ursache in einem zunehmenden Systemfehler hat, in dem der Bürger immer am letzten Ende zahlend und ohne Einfluss steht. Der Fehler liegt im Verhalten eines aufkommenden korporativen Feudalismus, in dem Politik, Lobbyismus und Wirtschaft die neuen Fürsten sind, die das Volk für ihre Unfähigkeit in die Haftung nehmen.

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22. August 2008 08:09

Prüfung

St. Koch (Pensacola)

Hier muß dringend eine Prüfung erfolgen. Aber nicht inkompetente Politiker die in Fraktionsräson verstrickt sind sollen das prüfen, sondern Finanz- und Rechtsfachleute. Der Bund der Steuerzahler muß öffentlich Klage gegen diese Art "Schenkung" aus Steuermitteln erheben. 9,2 Milliarden - das miuß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: das sind 9200 Millionen (als Zahl sind das 9200.000.000) an Steuergeldern die hier vom Staat an EINE durch Unfähigkeit ins Schlingern geratene Bank verschenkt werden. Wieviel Mittelstand hätte damit gefördert werden können ? Wieviele öffentliche Gebäude hätte man damit sanieren können ? Wieviel Kilometer Straßen hätte man instandhalten können mit diesem 9200 Millionen ? Wieviele Jugendzentren machen sang- und klanglos dicht ? Wieviele gemeinnützige Förderprogramme, Infrastrukturmaßnahmen oder Bürgerentlastungen finden aus (*Achtung ! Politikerhundeblick !) Geldmangel nicht statt ? Die Staatsanwaltschaft muß tätig weden ! Ein öffentliches Interesse, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, kann bedenkenlos be"ja"ht werden. Sollte ein Gericht feststellen, dass dieser Skandal eventuell sogar noch gesetzeskonform abgegangen ist, dann müssen die Gesetze sofort geändert werden!

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22. August 2008 07:49

erfolgreiche Politbanker: Geld verzockt und keiner im Knast!

rene dustmann (reduma)

Alle lamentieren über die unfähigen "Banker" und Politiker, aber das soll denen erst mal jemand nach machen: 10 Mrd. verschossen und vom Steuerdeppen zurückgeholt ohne dass jemand dafür bluten muss. Top! Funktioniert doch. Oder soll als Strafe verstanden werden jemanden in die goldgepolsterte Pensionshängematte zu schicken?

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22. August 2008 07:46

Wo sind die Kontrollgremien...

Los Närgli (lma666)

...die eine derartige Verschwendung verhindern? Es wird Zeit, unseren Berliner Vorbildern einen Wachhund vor die Tür zu setzen. Die Frage ist nur, wer und wie?

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22. August 2008 07:16

Ich gratuliere den Herren Thumann und Rogowski,

Frank Muschalle (Royalflush)

die wir früher in seichten Talkshows bei Christiansen, Illner oder Will die Vorzüge und die Funktionsweise der Marktwirtschaft erklären sahen, zu ihrer Leistung. Ich gratuliere auch Ulrich Hartmann, der die letzte IKB-HV mit den Worten eröffnete: "Wir wurden von der Entwicklung genau so überrascht wie Sie." Die Führungsqualität dieser Herren, die sich gerne von Wirtschaftsmagazinen in Kapitänspose portraitieren lassen, ist wirklich beeindruckend.

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22. August 2008 06:21

Miliarden an Steuergeldern verdummt

Anton Paschke (Anton_Paschke)

In der Schweiz haben wie den Fall Swissair, verschenkt an Lufthansa.

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