Videospiele

Die neuen Kassenschlager

Die phänomenalen Verkaufszahlen für das Videospiel "Grand Theft Auto IV" lassen aufhorchen. Für Spiele wird heute mehr Geld ausgegeben als für Kinobesuche. Von Roland Lindner

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Mai 2008 11:45

...schließt Eure Autos weg... ;)

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Die Kritiker der Computerspiele, die ja sinnigerweise in der Regel KEINE Computerspieler sind, sehen ja oft ganz abstruse Zusammenhänge zwischen dem Spielen und weiteren Handlungen. Aber wenn es stimmt, dass die sogenannten "Killerspiele" (ich bevorzuge den Ausdruck "Ballerspiele") zu verheerenden Amokläufen mit ihrem ganzen Leid führen, dann gnade uns Gott ebenso vor den Konsequenzen dieses Spiels... ;) ;) ;) Natürlich ist der Absatzmarkt für Computerspiele und verschiedene Konsolen steigend: die eine Hälfte der User entspannt sich nach harter Arbeit und dem Unbill der Steuerpolitik und die andere Hälfte hat halt viel "Tagesfreizeit" und entsprechende staatliche Unterstützung zur Anschaffung der Unterhaltungselektronik (Brot und Spiele halten das Volk eben ruhig....) . In nicht ganz fernen, frühren Zeiten wurde das Fernsehen ebenso "genutzt".

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13. Mai 2008 11:37

Videospiele-Vewertungsketten (Teil 2)

Anton Stroh (Kain333)

Wenn man sich nun die möglichen Verwertungsketten für zukünftige Spiele ansieht (Anschaffungskosten+AddOn Kosten+monatliche Kosten+Kosten für virtuelle Gegenstände+Einnahmen durch ingame Werbung), dann sieht die Filmindustrie dagegen mit Kino-DVD-Fernsehen-Internet(Video on Demand) ziemlich alt aus und es sollte auch dem Laien klar werden, dass Entwicklungskosten in höhe von dreistelligen Millionenbeträgen für große Spieleproduktionen in Zukunft eher Regel als Ausnahme sein könnten und vermutlich auch werden. Sehr schade, dass der Autor auf dies kaum eingeht!

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13. Mai 2008 11:30

Videospiele-Verwertungsketten (Teil 1)

Anton Stroh (Kain333)

"Filme haben allerdings noch immer einen gewaltigen Vorteil gegenüber Videospielen: Sie verfügen über eine viel längere Verwertungskette." Sie haben dieses Argument bereits zum Teil selbst widerlegt (Monats-Abonnements), gehen aber nicht auf andere Ideen der Spieleindustrie ein. Da wäre zum einen die "konventionelle" Methode des Add-Ons für ein Spiel (es wird also eine mehr oder weniger -meist weniger- umfangreiche kostenflichtige Erweiterung für das Spiel angeboten) und zum anderen, was sehr viel interessanter ist, gibt es die immer öfter angebotene Möglichkeit virtuelle Gegenstände für echtes Geld zu kaufen. Dieses Feld ist mittlerweile so bedeutsam geworden, dass sich ganze Spiele dadurch finanzieren (z.B. Silkroad, Cabal Online, Mythos,z.T. Guild Wars) und der Trend heutzutage sogar von Online Rollenspielen auf Ego-Shooter übergreift (z.B. Battlefield Bad Company). Außerdem kann man auch gezielt Werbung ingame plazieren, wodurch man sich ein zusätzliches Feld von Werbeeinnahmen schafft, wobei diese Einnahmen bei Onlinespielen sogar dauerhaft(!) anfallen (sehr beliebt bei Rennspielen, aber auch bei dem bekannten Ego-Shooter Counterstrike ist ingame Werbung heute die Regel).

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13. Mai 2008 11:02

Noch

Christoph Anschütz (TuNichtGut)

Noch hängt die Filmindustrie die Spielebranche ab, noch. Denn das Gamegenre bietet auf Dauer mehr, nicht nur einmal sehen für schlecht sitzen. Spielen, Wiederholen, abends, morgens, nachts, unterwegs. Das dritte Glied nach der DvD, TV, ist doch vom Aussterben bedroht, wer will sich schon noch die ganzen Werbepausen ansehen? Das ganze Kinogedöns krankt überdies an Trickspielerei, das, was einen Film über jahrzehnte im Erfolg hielt, waren aber nie die ollen Tricks aus der Mottenkiste von gestern. Wer schaut denn heute noch Ben Hur & Co? Hinzu kommt, dass ein Spiel sein Geld da investieren kann, wo es benötigt wird, also bei den Programmierern, statt es in die Attitüden der Stars zu stecken.

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