Das Zitat von Helmut Schmidt sollte man ergänzen. Es sollte heissen "Dem überwiegenden Großteil der BANKEN fehlt einfach das grundlegende Verständnis,wie Wirtschaft funktioniert!" Ein einfacher Blick in überall verfügbare Kennzahlen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung hätte einem zeigen können, daß da etwas nicht stimmt mit den Buchwerten an der Wallstreet. Das die viel zu hoch sein MÜSSEN !
Die KfW ist eine staatliche Bank, die seit 60 Jahren durchaus erfolgreich den deutschen Staat und vor allem kleinere und mittelständische Unternehmer in Deutschland unterstützt. Ihr Grundkapital kam aus dem European Recovery Program (ERP), dem Marshallplan. Heute hat die KfW eine Bilanzsumme von 360 Milliarden Euro; ihre Bonität ist die bestmögliche (AAA). Wie jede andere Bank ist auch die KfW mit vielen anderen Banken dieser Welt in Geschäfte verwickelt, und das muss sie auch sein, wenn sie weiter existieren will. Dass bei der Pleite einer so großen Bank wie Lehman Bros auch viele Millionen von anderen Banken in den Wind geschossen werden, ist normal. Die KfW hätte beim Konkurs von Lehman auch ohne diesen Fehler einen dreistelligen Millionenverlust erlitten. Die Überweisung von 300 Millionen Dollar an eine Bank, die kurz vor dem Ruin steht, ist in der Tat eine Dummheit, die den oder die Verantwortlichen durchaus als Banker disqualifiziert, aber nicht als Menschen, wie das hier einige Kommentatoren meinen. Viel schlimmer wiegt in der KfW-Bilanz für 2008 der Kauf der IKB-Konkursmasse, bei dem im Endeffekt mit einem Verlust von etwa 1,5 Milliarden Euro zu rechnen ist. Geld, das der deutschen Wirtschaft von nun an fehlt.
Ein Blick in den Konzernabschluß 2007 hätte genügt, um zu wissen, 'woher die Kfw das ganze Geld hat'. So wenig sie es vom Steuerzahler als solchem hat, so wenig hat sie es aus 'Geschäften mit anderen Banken'. Auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen lediglich 3,8 % ihrer Bilanzsumme. Die Hauptposition auf der Passivseite besteht aus 'Verbrieften Verbindlichlichkeiten', also aus der Emission von Kapitalmarktpapieren (73,5 %). Die nächstgrößte Position sind die Kundeneinlagen (10,5 %). Dagegen entfallen 58,1 % der Aktiva auf Forderungen an Kreditinstitute und 28,3 % auf Forderungen an Kunden, was aus dem Geschäftsmodell der Kfw als Förderbank resultiert. 12,9 % (= 42 Mrd. Euro) betrugen Ende 2007 die Finanzanlagen, worunter wohl dann auch so Positionen wie die 300 Mio. Euro bei Lehmann Brothers fallen. Soviel mal zur Sache und zu den Relationen. Trotzdem ist es natürlich skandalös, wenn die Kfw am Montag so einen Betrag noch in die Konkursmasse gibt, von allen formalen und rechtlichen Hintergründen dieses Trades mal abgesehen.
Schimpfen wir mal nicht auf die USA, die KFW, die Politiker sondern die Deppen an Ihrem Arbeitsplatz bei der KFW. Es hat schlicht und einfach eine völlig unfähige, politisch korrekte Bankbeamten-Nase eine Buchung eines Swap-Zinsausgleichs von 300 Mio Eur veranlasst. So arbeitet der Sachbearbeiter seit Jahren, warum sollte es bei einem Konkurs anders sein? Es wurde einfach gar nichts gedacht. Das Gehalt kommt in der KFW sowieso, wieso noch bei der Arbeit mitdenken. Hier ist es am Besten zur Einsparung der 300 Mio Euro das gesamte Backoffice an eine professionelle Transaktionsbank (Deutsche Bank, LBBW oder dwpbank) abzugeben. Mich interessiert noch: War es ein Zins- , Währungs- oder sonstiger Swap?
Zwischen der Veröffentlichung dieses Artikels, seinen ersten Kommentierungen und der ersten Reaktion aus Berlin vergingen c.a. 16 Stunden; noch immer wird die Öffentlichkeit nicht aufgeklärt über den konkreten geschäftliche Hintergrund der Zahlung. Als "SWAP-Zahlungen" versteht man u. a. den Spitzen(Bar-)ausgleich für den Tausch definierter Risiken. Es stellt sich daher die Frage ob Lehman zum Zeitpunkt der Zahlung die Gegenleistung bereits erbracht hat oder noch zu erbringen hätte ?
Die KFW scheint wirklich ziemlich marode, aber ob es wirklich daran liegt, daß es ein Staatsbetrieb ist ? Oder nicht vielmehr daran, daß deren Personal eben auch aus der Privatwirtschaft kommt, mit allen schlechten Angewohnheiten... Die ganzen Pleite-Banken in den USA waren ja vor der Krise 'private', lustigerweise sind viele jetzt 'staatlich'.
Upps, 300 Mio weg....dumm gelaufen, aber das sind ja nur Peanuts in der Globalen Spielbank. Da hat wohl einer bei der KFW vergessen die Jetons rechtzeitig vom Spieltisch zu räumen. Na macht nichts, dann sparen wir eben bei den H4 Empfängern....da ist noch viel zu holen, wie einem die Freunde der Finanzwirtschaf, z.B. der Herr Merz, welcher als Anwalt für die Herren arbeitet, nicht müde werden zu erklären.
haben nun einmal erneut bewiesen,daß vielzuviele vielzuweinig Ahnung haben ,sondern es lieber sehen,populitisch loszukrakeelen. Niemand "rennt den USA hinterher".Es sind auch nicht "Luftikuse" unterwegs,die "amerikanischen Betrügern" aufgesessen sind . Tatsache ist,daß die KfW mit Banken weltweit "Bankengeschäfte" macht und machen muß.Das ist nichts Ungewöhnliches,das ist auch nichts Verbotenes.Woher glauben "die Damen und Herren",hat die KfW das ganze Geld,daß sie zB Mittelständlern ,"Häuslebauern" (zB Sitchwort:Energiesanierung) ,Handel,Industrie,Städten udn Gemeinden leiht,damit die angestrebten Finanzierungs- und Förderungsziele überhaupt durchgeführt werden können ?! Aus der Hand des sog. "Steuerzahlers" mit Sicherheit nicht ! Auch die KfW mußte und muß ihr Geld,das sie weitergibt,irgendwo her bekommen. Und dazu muß sie Geschäfte mit anderen Banken machen ! Daß Finanz-Geschäfte nun einmal nicht immer nur den "Schotter einfahren",das sollte doch jedes Kind wissen. Wie sagte einmal Helmut Schmidt : "Dem überwiegenden Großteil der Menschen in Deutschland fehlt einfach das grundlegende Verständnis,wie Wirtschaft funktioniert!"
Eine Landesbank ist eine Bank für das Land eine Bundesbank die Bank über den Landesbanken für den Bund , nicht Weltenbund. Es ist mir ein Rätsel wer staatlichen Banken in Deutschland das Recht gab, ebenso der KFW, im Ausland tätig zu werden, zumal das Risiko nur der Steuerzahler hat und die sollten doch von IHREN Vertetern vor Schaden bewahrt werden!! Es muss mehr Demogratie geben, sonst wird das UFERLOS mit dem GELDAUSGEBEN durch VERTRETER der WÄHLER
Ja,Ja unser Steinbrück wird es schon richten ,dann muß man halt die Steuer ein bißchen erhöhen und schon passt wieder alles.
das kam ja schon im Fernsehen selbst in n-tv das die Lehman Brothers am Rand der Pleite stehen. Langsam habe ich die Schnauze voll wie dumm unsere Staatsorgane umgehen und den Amerikanern immer wieder das Geld in den Rachen werfen. Die KfW ist ein maroder Staatsbetrieb und die gehören abgewickelt.
Man fühlt sich erinnert an den 350-Millionen-Euro-Kredit der österreichischen BAWAG an den amerikanischen Derivatehändler Refco wenige Tage vor dessen Zusammenbruch im Oktober 2005. Derlei passiert wohl häufiger, als man es für möglich halten möchte.
Diese "Finanzbeamten" haben doch in ihrem Leben keinen Cent selbst verdient. Sie verwalten fremde Gelder: so gehen sie auch mi Geld um. Untersucht überhaupt jemand exakt, was sie mit den Staatsgelder so alles betreiben? Vorschlag: über die Staatsgelder sollten nur die jenigen verfügen, die mindestens 20 Jahre lang durch eigenen Fleiß bzw. unternehmerische Tätigkeit dem Staat, Steuern bezahlt haben. Nur so wußten sie, was genau Geld bedeutet, wie schwer es zu verdienen ist und dass man es nicht leichtsinnig ausgeben darf. Die selbe Regelung kann man getrost auch für werdende Politiker anwenden..
"Es habe „eine fehlerhaft ausgelöste Swap-Zahlung am Montag“ gegeben, „deren Umstände durch die Innenrevision geprüft werden“, sagte ein KfW-Sprecher dieser Zeitung." Das kann manin diesem Kontext so nicht einfach schreiben ohne weiter zu recherchieren oder zu erläutern.
ebenso wie ihre Vertrauenswürdigkeit ein wesentllicher Bestandteil ihres Selbstbildes und ihrer Aussendarstellung. Es werden ganz grosse Räder gedreht, ohne daß jemand dazu einen Führerschein zu haben scheint. Bei der IKB und bei der WestLB sassen/Sitzen namhafte Politiker im Aufsichtsrat. Sie wurden aus ihrer vermasselten Verantwortung mit Milliardenbeträgen freigekauft. Bei der KfW wird es wohl ähnlich laufen: die Banker in staatsnahen Diensten wissen einfach zuviel und können zuwenig. Natürlich ist das Umfeld schwieriger geworden, aber gerade dann geht doch ein normaler Mensch vorsichtiger vor. Die mangelhaften internen Kontrollen werden schon seit Jahren bemängelt. Das einzige was sich über die Jahre geändert hat, ist daß die Privatkunden mit den Regelungen von Basel II gepiesackt werden. Aber die großen Beträge werden einfach durchgewunken. Es ist traurig. Noch trauriger ist, daß schon wieder unsere Steuergelder verbrannt werden. Wahrscheinlich meinte Steinbrück das mit den rauen Zeiten, die da kommen. Die hat er als Aufsichtsrat beid er WestLB doch glatt übersehen. Soviel zum Thema Kompetenz. Kennt er verbale Schärfe wohl nur gegenüber den Bürgern und nicht gegenüber seinen Bankerfreunden? Oder kennt jemand Gegenbeispiele?