Europa-Drehkreuz eröffnet

Leipzig/Halle strebt in die erste Luftfahrt-Liga

In den vergangenen zwei Jahren hat der Logistikkonzern DHL sein Europa-Drehkreuz Stück für Stück von Brüssel-Zaventem nach Leipzig verlegt. An diesem Montag hat DHL das Drehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle offiziell in Betrieb genommen. In der Luftfahrt will Leipzig nun in der ersten Liga mitspielen. Von Christian Geinitz

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Mai 2008 14:02

Nicht kleinkariert maekeln wegen 2. Startbahn

Christian Roigk (Dubai1)

Jeder Express Dienstleister schaut auf Flughaefen, die mindestens 2 Startbahnen haben, da ein ausgekluegeltes Verteilersystem sofort zusammenbricht, wenn eine Startbahn durch einen Unfall blockiert sein sollte. Flugahefen mit nur 1 Bahn werden fuer eine Hub Operation garnicht in die engere Wahl genommen. Ich freue mich sehr fuer Leipzig/Halle und Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Menschen haben dort eine Chance verdient. Selbstverstaendlich hat der Bund damals bei der Entscheidungsfindung Druck auf seine Beteiligung ausgeuebt, es waere ein Skandal gewesen, wenn nicht. Als Alternative stand ein strukturschwacher franzoesischer Flughafen bereit. Also nicht maekeln, Leipzig hat eine gute Chance sich als Hub Mitteleuropas zu etablieren, und das hat Sogwirkung, die dort bitternoetig ist. Die Steuergelder kommen dadurch langfristig wieder rein, es sind aus meiner Sicht keine Kosten, sondern eine gut eingesetzte Investition, die Rendite bringt.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
26. Mai 2008 13:47

Die zweite Start und Landebahn war Bedingung für die Ansiedlung von DHL

Thomas Egerland (Fussballtor)

Für einen Flughafen mit dem Passagieraufkommen von Leipzig/Halle ist eine Start- und Landebahn ganz sicher ausreichend. Deshalb wurde der komplette Neubau der zweiten Start- und Landebahn (Südbahn) anstelle der völlig verschlissenen und ungünstig gelegenen alten Südbahn auch erst endgültig beschlossen, als die Ansiedlung von DHL feststand. Denn DHL hat auf einer zweiten, unabhängig zu betreibenden Start- und Landebahn als Voraussetzung für die Ansiedlung bestanden, weil so der extrem zeitkritische Express-Flugverkehr auch bei Ausfall einer Bahn ohne Verzögerungen weiter betrieben werden kann. Von daher kann man den Neubau der zweiten Start- und Landebahn meines Erachtens nicht als Investitionsruine und Steuergeldverschwendung bezeichnen. Dr. Thomas Egerland

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
26. Mai 2008 12:59

Lieber Hr Heidrich - "Toller Osten" ist subjektiv

Matthias Fiedler (msalcapone)

Sie haben Recht & doch Unrecht - Im Osten läuft es eben nicht toll & genau deswegen ist sowas wie DHL immer wieder möglich. Die bis auf die Gemeinderäte runtergebrochene Politik versucht mit öffentlichen Finanzverteilungsprinzip "Alles muss raus" den sterbenden Osten wenigstens in den "Metropolen" am Leben zu erhalten & erzeugt gerade deswegen diese Propaganda. Die Gemeinden hat man längst abgeschrieben, was die erneute Kreisreform zeigt. Zu Recht auch, weil die Gemeinden im Osten schon lange tot sind, sieht man mal von der Verwaltung & dem Edeka-Markt ab. Aber auch zu Unrecht, was die Menschen dort betrifft. Möchten Sie Ihre Heimat als soziogesellschaftlich abgeschriebene Region sehen mit all den Konsequenzen. Das ist schrecklich aber es ist so und so wird die nun wieder in Fülle zur Verfügung stehende Kohle dort hin gepresst, wo es noch etwas schön aussieht und die "armen" Leute vom Land (die es noch können) in südamerikanischer Manier in die Städte ziehen & auf ein Wunder hoffen, dass dann DHL heisst und 1300 Euro brutto im Monat zahlt. Übrigens: die 3000 DHL Angestellt en müssten rund 30 Jahre dort arbeiten, damit die gezahlte Subvention an Sozialabgaben dem System zurückläuft (denn Steuern zahlen diese Leute kaum).

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
26. Mai 2008 11:57

2. Startbahn- für was?

Otto Eggert (ottoe)

Seit vier Jahren fahre ich regelmäßig an dieser Investitionsruine vorbei und ärgere mich jedesmal schwarz über die Steuern, die man hier verpraßt hat. Eine Start- und Landebahn ist gut für 800 Flugbewegungen pro Tag (in Hongkong Khai Tak waren es bestimmt noch ein paar mehr...). DHL braucht 60, das sind nicht mal zehn Prozent. Da ich in Leipzig zu unterschiedlichen Zeiten aber noch nie ein Flugzeug starten, landen oder auf Startbahn bzw. Taxway gesehen habe, und ich noch nie mehr wie zehn Flugzeuge am Flughafen zählen konnte, frage ich mich, wo die übrigen 50 bis 100 Flugzeuge ständig ankommenden und abfliegenden Maschinen sein sollten, die diese Kapazitätserweiterung nötig machen würden. Natürlich freut es mich von Herzen, wenn dort neue Arbeitsplätze entstehen. Trotzdem steht die Größe dieses Flughafens in keinem Verhältnis zu dessen geringen Flugbetrieb.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
22. Mai 2008 15:51

Jetzt mal Butter bei die Fische !

Chris Heidrich (Rockwilder1979)

Wieviel Subventionen wurden direkt oder indirekt bezahlt ? Ausgeschlossen, dass DHL einfach mal so nach Leipzig umzieht ... Oder hat der Bund seine noch vorhandenen Stimmrechte bei der Post genutzt ? Und das vielleicht zum Nachteil der übrigen Aktionäre ? Vielleicht sollte endlich mal jemand offen und ehrlich sagen, dass eine Wettbewerb der Standorte zwischen Ost- und Westdeutschland stattfindet .... Der Osten zahlt Subventionen, um Unternehmen anzulocken ... Und fuer diese Subventionen zahlt zumindest teilweise der Westen (Solidarpakt, Soli etc). Vielleicht hätte Porsche sein Werk nicht in Leipzig, sondern in Stuttgart gebaut ... BMW vielleicht in München ... Und vielleicht wäre es für DHL besser gewesen, in Brüssel zu bleiben (aus irgendeinem Grund ist man ja ursprünglich hingegangen) .... Ja, im Osten läuft es toll ! Besonders in Leipzig .... Aber man möge bitte mal dazu sagen, zu welchem Preis

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 5 von 5 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche