11. März 2008 Die Lufthansa ist ins Visier der europäischen Wettbewerbshüter geraten. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, wurden Büros des Unternehmens in Frankfurt am Main durchsucht - wegen des Verdachts auf Preisabsprachen auf Strecken nach Japan. Die EU-Kommission erklärte in Brüssel, es seien noch weitere Fluggesellschaften in Europa durchsucht worden. Auch Alitalia war unter den aufgesuchten Airlines, wie ein mit dem Vorgang Vertrauter der italienischen Fluggesellschaft bestätigte. British Airways und die Fluggesellschaft Virgin erklärten, sie seien von den Razzien nicht betroffen.
Nur ein erster Verdacht
An der Inspektion in Frankfurt war auch das Bundeskartellamt beteiligt, wie dessen Sprecherin Silke Kaul bestätigte.Die Lufthansa erklärte, die EU-Kommission begründe die Durchsuchungen mit Hinweisen, wonach Unternehmen des Passagierluftverkehrs unter Beteiligung der Lufthansa in Europa und in Japan möglicherweise an wettbewerbswidrigen Preisabsprachen und abgestimmten Verhaltensweisen im Verkehr zwischen der EU und Japan teilgenommen haben. Lufthansa kooperiere vollständig mit den Ermittlern.
Die Kommission betonte, sie reagiere nur auf einen ersten Verdacht. Die Inspektionen bedeuten nicht, dass die Unternehmen schuldig sind.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa