Der ehemalige Bundesrichter Schäfer (l.) soll´s richten für René Obermann

Spitzel-Affäre

Staatsanwälte weiten Telekom-Ermittlungen aus

Nachdem ihm der Aufsichtsrat am Mittwoch noch den Rücken gestärkt hatte, gerät Telekom-Vorstandschef Obermann zunehmend unter Druck. Er hat sich einen externen Sachverständigen zu Hilfe gerufen. Die Razzia ging nach F.A.Z.-Informationen weiter. Von Helmut Bünder

Lesermeinungen zum Beitrag

30. Mai 2008 19:23

@Herrn Berger

Paul Rabe (heidelpaul)

Niemand will den Sozialismus a la DDR zurück auch der Gysi nicht, daß hat er hunderte male betont. Warum sollte er das auch wollen ? Er lebt im jetzigen System persönlich viel besser, seine Einkünfte als Anwalt waren in der DDR wesentlich geringer, seine Freiheit war sehr begrenzt. Das sagt er selber ja sehr offen. Aber der Skandal um die Telekom, sehr wahrscheinlich folgen weitere DAX Unternehmen mit ähnlichen Stasi-Methoden, zeigt eben, daß auch der real existierende Kapitalismus kein besonders menschenfreundliches System ist. Was Ihre Beispiele zu den Flüchtlingen angeht so ist natürlich zu bemerken, daß die allergrößte Zahl von Flüchtlingen auf der Erde nicht aus politischen sondern aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen. Gegenüber den Millionen von Hungerflüchtlingen der dritten Welt, oft aus Ländern deren Staatsspitze beste Kontakte zu westlichen, kapitalistischen Konzernen pflegt, nehmen sich die Flüchtlinge aus Kuba sehr bescheiden aus. Dort muss nämlich niemand hungern....

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30. Mai 2008 19:19

Wieviel Geld bekommt der Ex-Bundesrichter von der Telekom?

Wilhelm Friedrich (WillyF)

In Ihrem Artikel weisen Sie darauf hin, dass die Telekom den Ex-Bundesrichter Schäfer als unabhängigen Gutachter gewinnen konnte, um den Skandal zu erforschen. Mich würde interessieren, was dieser unabhängige Sachverständige im Rahmen seiner Nebentätigkeit von der Telekom für diese Tätigkeit bekommt

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30. Mai 2008 16:23

Erpressbar durch die eigenen Dunkelmänner!

arthur hund (arturhund)

Bei der Telekom sehen wir nun wieder, dass die allzu schlauen und überheblichen Manager durch ihre eigenen Dunkelmänner erpressbar werden. Genauso wie bei der VW-Prostituierten Affaire, bei der Siemens Bestechungsaffaire, und auch schon früher, zB Starfighter und anderen Waffenexport-Geschichten. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass die Vorstände dann noch das Wohl des Unternehmens verfolgen. Aus welchem Grund glauben die Manager bis zum Niveau von Pierer´s, sie könnten immer gelinde davon kommen? Nur weil bisher noch alle mit Geldstrafen wegkamen? Vielleicht wäre es doch für die Moral besser, wenn auch den Drahtziehern - wie in den USA - für Betrug und Untreue auch mal einige Jahre oder gar Jahrzehnte im Gefängnis drohten, und nicht nur den Handlangern.

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30. Mai 2008 14:34

Nie wieder Telekom

Franco Bonistalli (DerFranco)

Da hilft nur eins: Als Kunde alle Verträger kündigen. Schade für die Mitarbeiter.

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30. Mai 2008 12:15

Erschütterung

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Wer glaubt denn, daß so ein "Affärchen" die Republik noch erschüttern kann ? Ebenso wie ich trauen doch die meisten Bundesbürgern den herrschenden Konzernherrn, deren Lobby- und Sicherheitsorganen und den mit ihnen innigst verflochtenen Politikern und ihren ausführenden Geheimdienstorganen mittlerweile fast alles zu. Höchsten ein paar allzu naive Bildzeitungsleser und bürgerliche Parlamentarier könnten hier noch in ihrem Rechtsverständnis erschüttert sein. Wer zwischen den Zeilen der Presse lesen kann, findet doch jede Woche einen neuen Skandal in dieser Hinsicht.

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30. Mai 2008 11:56

Herrliche Spitzelwelt

egon soppe (egonsoppe)

Würde mich nicht wundern, wenn unsere schlauen Unternehmer sich die Spitzel der Ex-DDR vereinnahmt hätten, waren doch gute, ausgebildete Fachleute. Wenn demnächst die Sozen mit den Linken die Macht übernehmen, haben sie sofort ausgebildete und nicht aus der Übung gekommene Spitzel - sie brauchen nur mit den Firmen zu kooperieren und das dürfte den Wöfen im Schafspelz Gysi und Lafontaine doch wohl gelingen. Dann auf zum fröhlichen jagen. Und was sagt der deutsche Michel? Der stiert in seine SAT u. RTL-Programme und blökt dazu. Auf, auf, du schöne deutsche Welt.

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30. Mai 2008 11:54

Real existierender Sozialismus und Kapitalismus

Thomas Berger (tberger)

Wobei, Herr Rabe, der nicht ganz unmaßgebliche Unterschied ist, daß man für die entsprechenden Taten im Sozialismus als Anwalt im Luxus leben durfte, während es im Kapitalismus dafür Strafverfolgung gibt. Übrigens bin ich erst dann bereit, den Vergleich zu akzeptieren, wenn bei Fluchtversuchen nach Kuba, Venezuela oder Nordkorea scharf geschossen wird. By the way, irgendwie erstaunlich, daß viel mehr Menschen in die USA emigrieren als nach Kuba, trotz der ach so hervorragenden dortigen Sozialleistungen, oder?

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30. Mai 2008 11:52

Telekom-Affäre

Siegfried Horneff (Beleuchter)

In keinem der aktuellen Berichte und Kommentare über das Ausspähen von verräterischen Spuren bei der Telekom wurde bislang über die bekannten Verräter in den Gremien berichtet. Wer geiselt die geschwätzigen Arbeitnehmervertreter oder andere Plappermäuler in Aufsichtsräten endlich an? Keine Gedanken macht man sich in den Redaktionen über Industriespionage und das damit verbundene Vernichten von Vermögenswerten. Guter Journalismus sollte eigentlich alle Facetten beleuchten.

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30. Mai 2008 11:44

Telekom-Affäre auch bei Internet-und Mobilfunk-Anschlüssen?!

Marko Hrbat (Hrbat)

Die schlauen Spione der Telekom werden ja nicht nur bei den Telefon-Anschlüssen stehen geblieben sein. Es ist anzunehmen, dass auch Webseiten-Besuche oder der Empfang von Emails bei T-Online mitprotokolliert und ausgewertet wurden. Es ist ein Leichtes, Beziehungsnetze u.ä. am Computer darzustellen, das macht XING ja schon seit Jahren.... Zusammen mit den Bewegungsprofil von T-Mobil (zwei Handys bei der gleichen Antenne eingebucht?!) ist eine totale Überwachung möglich. Davon hat die Stasi nur geträumt. Da die Telekom auch noch die Maut-Brücken verantwortet, die eine Video-Überwachung der Autobahn incl. Kennzeichenerkennung erlauben, muss man sich fragen, ob die Telekom tatsächlich privatisiert bleiben oder gar an russische Jung-KGB-Milliardäre verkauft werden soll...

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30. Mai 2008 11:39

Stasi im real existierenden Kapitalismus

Paul Rabe (heidelpaul)

Der Spiegel meldet, daß ehemalige Stasi-Mitarbeiter(!) für die Telekom ihre Kenntnisse im Ausspionieren von Menschen eingesetzt haben. Vermutlich ist die Telekom nur die Spitze vom Eisberg. Der real existierende Kapitalismus scheint die Stasi Methoden der DDR also durchaus zu schätzen.... Welch ein "Zufall", daß man grade jetzt probiert mit den 20 Jahre alten Gysi Akten davon abzulenken....

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