Die Hinweise auf Gespräche zwischen der General Motors Corp (GM) und dem Wettbewerber Chrysler Group über einen Kauf der angeschlagenen amerikanischen Tochter der DaimlerChrysler AG verdichten sich.
Nach dem Manager Magazin berichtete nun auch die amerikanische Fachpublikation Automotive News unter Berufung auf nicht näher genannten Quellen in Deutschland und den Vereinigten Staaten, dass zwischen Vertretern von GM und DaimlerChrysler auf hochrangiger Führungsebene Gespräche stattfänden.
Dabei könne es um mehr gehen als die geplante gemeinsame Entwicklung des großen sportlichen Geländewagens SUV.
Am Mittwoch hatte bereits manager-magazin.de unter Berufung auf Konzernkreise über die Gespräche berichtet. Seinerzeit hieß es, die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium.
Weder GM noch der Stuttgarter Konzern wollten zu demden Bericht Stellung nehmen. Wir haben alles zu dem Thema gesagt, sagte ein Daimler-Chrysler-Sprecher. Ein Informant der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte den Bericht.
Der Quelle zufolge sei nicht sicher, ob General Motors auch die Finanzsparte von Chrysler übernehmen wolle. Schließlich hat GM sein eigenes Finanzierungsgeschäft erst kürzlich verkauft.
Die Aktie von Daimler-Chrysler zog auf die Berichte hin um fast zwei Prozent an und schloss 1,3 Prozent fester bei 54,12 Euro.
DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche hatte zuvor angekündigt, weitere strategische Optionen für die amerikanische Tochter zu prüfen, die über die bisher diskutierten Kooperationen und Partnerschaften hinausgingen. Dies hatte Spekulationen über einen möglichen Verkauf von Chrysler angefacht.
Text: FAZ.NET mit Material von Reuters, VWD und ddp
Bildmaterial: AP
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