
Eng zusammengerückt: BASF-Chef Hambrecht (l.) und der Präsident des Ciba-Verwaltungsrats, Armin Meyer
03. November 2008 Der Chemieriese BASF ist bei der milliardenschweren Übernahme des Schweizer Spezialchemiekonzerns Ciba am Ziel. BASF habe sich inzwischen eine Beteiligung von 68,1 Prozent des Ciba-Kapitals gesichert, teilte der Ludwigshafener Konzern am Montag mit.
Die Mindestannahmeschwelle für die Offerte lag bei 66,67 Prozent. Bis zum Ende der Angebotsfrist am 28. Oktober seien BASF 46,02 Millionen Ciba-Aktien angedient worden. 1,01 Millionen Aktien hatte BASF bereits gehalten. Wir sind mit dem jetzt erreichten Zwischenergebnis der geplanten Übernahme der Ciba einen großen Schritt nähergekommen sind, erklärte Konzernchef Jürgen Hambrecht.
Die restlichen Ciba-Anteilseigner haben nun noch bis 14. November Zeit, die Offerte anzunehmen. BASF bietet unverändert 50 Franken je Aktie. Am 2. Dezember solle eine außerordentliche Hauptversammlung von Ciba die Übernahme absegnen. Sie werde spätestens im 1. Quartal 2009 abgeschlossen.
BASF hatte Mitte September angekündigt, Ciba für insgesamt 6,1 Milliarden Franken oder 3,8 Milliarden Euro zu übernehmen. Mit der Übernahme baut BASF sein Spezialchemiegeschäft aus, das im Vergleich zum Geschäft mit Massenchemikalien höhere Margen abwirft und als weniger konjunkturabhängig gilt.
In der vergangenen Woche hatte BASF bekanntgegeben, dass der Konzern die Auswirkungen der Finanzkrise deutlich zu spüren bekommt. Die Ludwigshafener stellen sich vorerst auf rauhe Zeiten ein. Die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde gekürzt. Bis 2012 sollen weltweit mehr als 1000 Arbeitsplätze gestrichen werden, kündigte Vorstandschef Jürgen Hambrecht am Donnerstag bei Vorlage der Quartalszahlen an. Die konjunkturellen Bremsspuren sind nicht mehr zu übersehen. Für die nächsten Monate erwarte er kaum positive Impulse.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP
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