Kaffeehaus-Kette

Starbucks öffnet weniger neue Läden

In den Vereinigten Staaten müssen 100 schlecht laufende Filialen schließen

In den Vereinigten Staaten müssen 100 schlecht laufende Filialen schließen

31. Januar 2008 Die amerikanische Kaffeehaus-Kette Starbucks drosselt ihre rasante amerikanische Expansion massiv und setzt mehr auf internationale Kunden. Wegen eines immer langsameren Gewinnwachstums vor allem auf dem Heimatmarkt sollen dieses Jahr im Ausland mehr neue Filialen öffnen als bisher geplant - in den Vereinigte Staaten und insgesamt dagegen weit weniger.

2008 sei für Starbucks ein Jahr der Neuausrichtung, sagte der erst vor wenigen Wochen an die Spitze zurückgekehrte Konzernchef und Mitgründer Howard Schultz am Mittwochabend in Seattle. Insgesamt sollen in diesem Jahr unter dem Strich 2150 neue Läden entstehen statt der zunächst geplanten 2500. Außerhalb Nordamerikas kommen 975 statt rund 900 Filialen hinzu. In den Vereinigte Staaten müssen 100 schlecht laufende Filialen schließen.

Weltweit mehr als 14.000 Kaffeehäuser

Die gegenseitige Kannibalisierung der Läden soll so verringert werden, sagte Schultz. Weltweit hat Starbucks derzeit mehr als 14.000 „Coffee Houses“ in 43 Ländern - davon über 100 in Deutschland. Der Überschuss stieg im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres lediglich um 1,5 Prozent auf 208 Millionen Dollar (140 Millionen Euro).

Der Umsatz legte dagegen um 17,5 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zu. Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie um mehr als 1,5 Prozent auf knapp 19 Dollar. Tagsüber hatte sie im regulären Handel bereits fast vier Prozent verloren. In den vergangenen zwölf Monaten halbierte sich der Börsenwert fast. Schultz war schon in den Jahren 1987 bis 2000 Konzernchef. Er brachte das Unternehmen 1992 an die Börse.

Text: dpa
Bildmaterial: AP

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