Von Werner Sturbeck
01. Oktober 2007 Im zweiten Jahr in Folge arbeiten die deutschen Stahlproduzenten nahe an der Kapazitätsgrenze. Die Gewinne sind so hoch wie nie zuvor. Die Beschäftigten profitieren nicht nur finanziell in Form von Einmalzahlungen, sondern auch durch einen Stopp im Personalabbau.
Seit den achtziger Jahren schrumpft die Zahl der Stahlarbeitsplätze. So zählten die drei großen Stahlkonzerne Thyssen, Krupp und Hoesch 1990 zusammen 250.000 Mitarbeiter, davon nur 50.000 im Ausland. Heute hat die daraus hervorgegangene Thyssen-Krupp AG 190.000 Menschen auf ihren Gehaltslisten.
Während sich die Belegschaft im Ausland verdoppelte, hat sich die Zahl der Arbeitsplätze im Inland mehr als halbiert. Aber in diesem Prozess der Produktivitätssteigerung, der typisch für die deutsche Stahlindustrie ist, wächst der Anteil anspruchvoller Tätigkeiten an der Gesamtbelegschaft.
Fachkräftemangel auch in der Stahlindustrie
Seit einiger Zeit ist absehbar, dass die Studentenzahlen in den naturwissenschaftlichen Disziplinen in den nächsten Jahren nicht mehr ausreichen werden, um die in den Ruhestand tretenden Fachkräfte zu ersetzen. 27 Prozent der Ingenieure und Naturwissenschaftler in der Branche sind älter als 50 Jahre. In einer Umfrage hat die Wirtschaftsvereinigung Stahl im Sommer bei den Mitgliedsunternehmen einen Bedarf von 630 Naturwissenschaftlern bis zum Jahr 2009 ermittelt, davon mehr als die Hälfte allein im Stahlkonzern von Thyssen Krupp. Dieses Jahr brauchen wir etwa 285 Ingenieure. Gefragt sind vor allem Maschinenbauer sowie Metallurgen oder Werkstofftechniker, aber auch Elektrotechniker, sagt Dieter Ameling, der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl.
Wir suchen händeringend Ingenieure quer durch alle Disziplinen und auch einige Wirtschaftsingenieure, bestätigt Erwin Schneider, der Sprecher von Thyssen Krupp Steel. Bei den 33 Stahlunternehmen, die sich an der Umfrage beteiligten, sind von den insgesamt 54.000 Beschäftigten sechs Prozent Ingenieure oder Naturwissenschaftler. Gut die Hälfte sind Absolventen von Technischen Hochschulen und Technischen Universitäten, 47 Prozent haben einen Fachhochschulabschluss.
Text: F.A.Z., 01.10.2007, Nr. 228 / Seite 25
Bildmaterial: F.A.Z.
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| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.127,44 | -2,42 |
| TecDax | 761,19 | -4,17 |
| DowJones | 11.220,96 | +0,29 |
| Nasdaq | 2.255,88 | -0,14 |
| STOXX 50 | 3.185,83 | -2,72 |
| Nikkei 225 | 12.212,23 | -2,75 |
| S&P 500 Zert. | 12,28 | -3,08 |
| Euro/Dollar | 1,43 | +0,01 |
| Bund Future | 115,28 | +0,12 |
| Gold | 802,80 | +0,00 |
| Öl | 104,17 | -3,09 |